Ihr kennt es alle. Die (Ver)sprechen, die uns da via Hotelbewertungsmaschinen gemacht werden. Man sucht nach einem Urlaub, findet ein schönes Hotel, schaut sich Erfahrungswerte anderer via Bewertungssystem an- Vorbereitung ist alles! Dumm nur: Vieles top bewertet, was eigentlich pfui ist- wenn es um unsere Urlaubsfreuden geht sind wir seehr sensibel. Denn: Eigentlich sollte man doch meinen, dass es – wenn es um die schönsten Freuden des Jahres geht, uns die Menschen wohlgesonnen sind & die uns dort in den Urlaubsländern auch nur gutes tun wollen…weit gefehlt…

Immer mehr Urlauber sind auf die Nase gefallen, beschäftigen Rechtsanwälte, machten „Beweis-Fotos“ von echten „Absteigen“ & meldeten sich zum Glück bei Funk& Fernsehen. Resultat : Im Sommerloch 2011 wurde dazu sehr viel recherchiert und berichtet. Besserung seitens der Betreiber wurde bis Ende des Jahres ausgesprochen. Ist etwas geschehen? Ja!

Seitdem sind viele Schwarze Schafe & Firmen, die für das einstellen von falsch-Bewertungen verantwortlich waren, dingfest gemacht & weitestgehend ausgeschaltet worden. Doch frage ich mich bis heute : Wie wollen die Anbieter von holidaycheck & Co.eigentlich in Zukunft solchen Ärger vermeiden? Wie für immer die schwarzen Schafe & Hotel-Faker verdammen & ausgrenzen? Wenn es um Geld geht, wird es immer neue Wege über das Netz geben, Schummelei at its best – zum Leidwesen der Urlauber zu betreiben…oder?!

Holidaycheck.de geht nun ganz neue Wege in der Kommunikation und will sich das Image deutlich aufpolieren. Das größte deutschsprachige Reiseportal kennzeichnet Hotels, zu denen manipulierte Bewertungen eingegangen sind jetzt nämlich mit Rotstift!
Am Unternehmenssitz in Bottighofen (das liegt in der Schweiz) befasst sich ein Stab von 60 Mitarbeitern mit der sogenannten „Authentizitätsprüfung von Bewertungen.“ Dabei fällt eine geringe Zahl von Hotels auf, die versuchen auf Bewertung und Weiterempfehlung Einfluss zu nehmen und zu verfälschen. Wehe den Hotels also, welche bald den roten Stempel mit „Achtung Manipulation“ oder „Vorsicht Verdacht“ tragen.

Der Stempel wird nur dann wieder entfernt, wenn der Hotelier aktiv zur Klärung der Situation mit beiträgt. Sprechen muss man also! Gut so- wie wir finden! Unterstützt wird dies mit weiteren Maßnahmen:

Die Social Media Aktion „Gemeinsam gegen Fälscher“!

Hierbei sollen die User aktiv aufgefordert werden, die Bewertungen zu melden, die vermeintlich geeignet sind, die Urlaubssuchenden gezielt zu täuschen. Diese werden dann vom einem besonders geschulten Team nachgeprüft. Zudem behält sich HolidayCheck auch noch rechtliche Schritte gegen jene Manipulierer vor.

Schön und gut – aber könnte das bei „unsachgemäßen“ Meldungen von Usern vielleicht einen Shitstorm für Hotels bedeuten, bei denen eigentlich alles in Ordnung ist? Beziehungsweise kann man durch solche Aktionen als Hotellerie-Inhaber seiner Konkurrenz nicht allzu leicht Schaden zufügen? Wir werden sehen, was auch dort die schöne neue Social-Media-Zeit wirklich bringt. Der Anfang ist zumindest gemacht worden. Weiter so!

Besser jedoch finde ich Methode Nr 2:

Separierte Rechnungen mit Bewertungsaufforderungen an Reisende vom Anbieter selbst und/oder Buchungs-Bescheinigung/eine zugeteilte Codenummer- mit nur der man überhaupt Bewertungen leisten kann und darf. Somit sollten sich alle Probleme in Zunkunft leicht von selbst lösen lassen.Weil sie dann ja auf realen Tatsachen beruhen. Jeder Urlauber sollte es in Zukunft also als seine Pflicht ansehen, seinen Mitmenschen zu helfen für deren Urlaub. Jede Lücke im System kann nur gemeinsam geschlossen werden

Eines ist und sollte jedoch jedem Urlauber und den Suchenden – gerade jetzt zu Beginn der Frühbucherphase bis Ende Januar 2012 in den Reisebüros klar sein:

Wo Geld ist, gibt es auch Schatten – Gemeinsamkeit ist Trumpf! Hoffen wir also weiter auf eine fundierte Basis von neuen Hotelbewertungs-Systemen, damit wir zu einen wirklich schönen „Urlaubs-Ziel“ kommen!

Zur Not fragt immer besser Eure Mitmenschen, die schonmal in diesen Urlaubsgefilden unterwegs waren… sie liefern oft brauchbarere Informationen als jede Suchmaschine. Wenn Ihr dem Braten, der Euch in Bewertungsportalen und sonstwo aufgetischt wird, nicht traut – wäre das ein echter Tipp.

Weiterer Tipp : Luftbildaufnahmen googeln! Dann kann Euch keiner erzählen, dass das Hotel direkt am Strand liegt… 300 Meter Felsenlandschaft kann man nicht so einfach wegretuschieren… der lachende dritte seid dann Ihr & nicht das schwarze Schaf, bei dem mal wieder zu unrecht die Urlaubskasse klingelt.

In dem Sinne : Viel Glück bei Eurer Frühbucherphase! Nutzt alles was Euch bietet-vor allem im Social Media Bereich & was Euch die Menschen um Euch herum dazu mitteilen- dann findet Ihr hoffentlich mehr Licht als Schatten vor & habt wunderschöne & unvergessliche Urlaubsstunden.

Einen schönen Donnerstag wünscht Euch das Freizeitcafe-Team!