Als Selbstständiger Glücklich sein? Ist das möglich wenn man „nur bloggt“, „lokales Marketing“ betreibt und ein „eigenes soziales Freizeit-Netzwerk“ gegründet hat? Gibt es „glückliches Marketing“? Das wird heute hier einmal ergründet in diesem Artikel…

Schon lange hat das Freizeitcafe nicht mehr an einer Blogparade teilgenommen- das ändert sich jetzt! Peer Wandiger von Selbstständig im Netz hat zu diesem Thema aufgerufen- welchem wir uns hier gerne anschliessen wollen.

Glücklich sein als Selbstständiger – eine Auslegungssache, von jedem anders bewertet. Die meisten „scheuen“ die Selbstständigkeit verbunden mit einem „Glücklich-Sein-Gedanken“, was ich sehr gut verstehen kann, denn: 

Fest angestellt zu sein hat etwas. Feste (hoffentlich sichere) Strukturen, ein regelmäßiges (hoffentlich hohes) Gehalt, nette Arbeitskollegen?, Sozialversicherungsbeiträge wie Krankenkasse und Co. werden bezahlt über ein festes Arbeitsverhältnis, Firmenwagen, ja einfach viele Annehmlichkeiten (ohne) sich kümmern zu „müssen.“

Beim „Selbstständig“-Sein fällt dieses „Glück“ schonmal komplett weg!

Mindestens 300 Euro Krankenkassenbeitrag monatlich, Miete läuft, Nebenkosten, Auto, etwas zum leben…- wie natürlich on top auch alle sonstigen Dinge welche die (oft teure) Selbstständigkeit betreffen. Womöglich muss man für Investitions- und Gründungszwecke sogar noch einen der horrend hohen Kredite (auch der für Gründer ist nicht!! günstig!) bei den gierigen Banken aufnehmen – und jener muss dementsprechend dann natürlich auch noch abgezahlt werden.

Wenn man selbstständig ist, muss man wie man sieht auch Verzicht üben können- ist das Glück? 

Heisst: Prioritäten setzen! Bedeutet unter anderen, dass Familie und Freunde oder die Beziehung (auch mal) hinten angestellt werden(müssen). Ich spreche hier von einem Einzelunternehmen, nicht von einem Familienbetrieb. Da ist dies natürlich anders, weil immer mal jemand von der Familie DA IST. Selbstständig „sein“, kann auch mal „einsam sein“ bedeuten.

Wenn man komplexe Dinge zu erledigen hat wie die Steuer (ohne Steuerberater), oder wenn man einen hat (wie ich) das alles korrekt und ordnungsgemäß mit Rechnungen und Co. in Reihenfolge abzuheften ist mit dem Kassenbuch & dem Berater zukommen zu lassen. Auch das sind Dinge, die ich nicht unbedingt mit Glück verbinde- wie Ihr sicher auch nicht.

Eines dabei ist so sicher wie das Amen in der Kirche:

Wenn man da nicht am Ball bleibt & nicht selbst & ständig ist (wie man immer so schön sagt) & arbeitet- geht der Schuss irgendwann nach hinten los.

Das ist DER Haupt-Nachteil, der (un)-glücklich machen kann! Man muss sich selber nämlich immer wieder fordern aufzustehn, weiterzumachen, sich zu motivieren & für seine Sache einzusetzen.

Wie Ihr seht- viel zu tun! Nicht für jeden etwas. „Glück“ ist das nicht für jeden. Aber es gibt auch Lichtblicke in all dem.  

Da dies nämlich auch ein glücklicher Artikel sein soll (Glück ist nämlich immernoch positiv 🙂 ), will ich hier natürlich auch alle schönen – wirklich „glücklich-machenden Vorteile“ für Euch auflisten liebe Freizeitcafe-Leser:

  • Man ist der Chef
  • Keiner redet einem rein – das letzte Wort hast Du
  • Entscheidungsraum und Verantwortung für sich, sein Projekt, die Familie drum herum falls Alleinverdiener (wie war das noch gleich: „Aus grosser Kraft folgt grosse Verantwortung?“ ;- ) )
  • Arbeitszeiten selbst bestimmen
  • Mitarbeiter einstellen und gleichsam feuern können
  • Innovativ eigene Dinge erschaffen und auf den Weg bringen können
  • Urlaub und freie Zeit oftmals frei wählen können ohne Rücksicht auf Mitarbeiter (falls Ersatz/ Urlaubsvertretung für „den Chef/die Chefin“ da ist)
  • In Onlineberufen wie dem meinen: Von überall aus in der Welt arbeiten/bloggen können mit dem Laptop
  • Nach oben hin wie nach unten hin der Herr/die Frau sein, der/die den Gewinn mit seiner/Ihrer Arbeit selbst bestimmt.
  • Nach oben wie nach unten hin gibt es beim Gehalt keine Grenzen.

Das positive und negative sollte sich jeder selbst gegenüberstellen falls er/sie noch vor der „Qual der Wahl“ steht.

Ist man selbstständig: Immer wieder auswerten auch, ob man glücklich ist bei und mit dem was man als selbstständiger/selbstständige tut. Ob es auch nachhaltig wirtschaftlich positiv ist und bleibt, oder ob man aufhören sollte- um wieder in die sichere Anstellung zu flüchten.

Das wäre mal die Grob-Liste, die man sich vor Augen halten muss. Bevor man von Glück spricht, soll und muss man also viel nachdenken, was einen davon glücklich macht – oder machen könnte!

Ich für meiner Teil habe das Glück in meiner Selbstständigkeit gefunden. Mal neben und mal hauptberuflich! Oftmals durch einen Midijob abgesichert falls es mal nicht so gut läuft am Anfang/zwischendurch/oder mittendrin.

Und ja, jetzt gebe ich Euch wieder aus eigener Erfahrung eine Lösungsmöglichkeit zum Glücklich-werden an die Hand: 

Es gibt nämlich auch die geschickte Möglichkeit, dass man einem sozialversicherungspflichtigen Midijob (über 450 Euro) nachgeht, dass Krankenkassenbeiträge wegfallen/Sozialversicherungs- und Rentenversicherungsbeiträge eingezahlt werden & man gleichzeitig trotzdem bei seinem Herzstück – der glücklichen Selbstständigkeit bleibt.

Hier noch ein wenig mehr zu meinem Glück – mal auf emotionaler Ebene:

Glück als Selbstständiger ist für mich, wenn…

…ich viele schöne Kommentare meiner Leser bekomme & wenn diese einen Artikel wertschätzen

…ein Unternehmer mit unserem sozialen, lokalen Marketing wie Blogartikel und Treffplatz glücklich und zufrieden ist & sich für die tolle Marketing- und Schreibarbeit herzlich und strahlend bedankt bei mir

… die Besucherzahlen auf freizeitcafe.info und freizeitcafe.com stimmen

… wenn jemand ohne mein/unser Zutun den Mehrwert im Freizeitcafe erkennt & auf mich/auf uns zukommt

… wenn ich (nach getaner, selbstständiger Arbeit) meine freie Zeit so richtig frei genießen kann.

Das sind nur kleine Dinge. Aber das ist Glück! Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!

Bild: CCO Public Domain via Pixabay by Foto-Rabe