Baboom ist da. Baboom? Hört sich an wie Babyboom oder ähnliches. Das Logo erinnert an einen Embryo…

Jedenfalls ist das der neue Dienst bzw. die neue Seite von Kim Schmitz/KimDotKom, die gestern aus dem Boden gestampft worden ist. Hört hört es wird wieder laut um ihn. Von dem Gründer, der immer wieder etwas neues versucht und programmiert – aber immer wieder dabei von seinen medialen/gerichtlichen Altlasten erdrückt zu werden scheint…

Bildquelle: Baboom.com Screenshot der turbulenten Intro-Startseite (mit Klick aufs Bild kommt Ihr nach Baboom)

Überdies kann man sich dort alle je bislang veröffentlichten Glanzleistungen von Schmitz als Musiker gratis downloaden

Die Oberfläche, die Einfachheit und die Grafik der Seite sieht doch schonmal ganz nett aus/mutet sympathisch an. Das ganze ist auch nur die Pre-Launch-Phase; richtig rocken und voller Musik sein soll das ganze erst gegen Sommer 2014. Bis dahin macht der Schmitz halt eigene Promo für seine CD´s – wer will ihm das vergönnen; ist es mit anderen „Musikern“ nicht auch so? Links zum kaufen der gratis-Sachen gibt es natürlich auch, was irgendwie widersprüchlich daherkommt. Aber was bitte ist nicht widersprüchlich in dieser Welt?

Der Wendler promoted sich ja auch Marketing-gerecht schnell selbst aus dem Dschungel raus- nur weil sein neues Album kommt & er singen „muss“ weil er sonst nicht seine Familie ernährt bekommt

Jedenfalls streut Schmitz seine Musik kostenlos unters Volk; ich habe mir das ganze gerade mal durchgehört- meinen Geschmack trifft es nicht, aber ich bin ja auch nicht jeder.

Screenshot baboom.com

Das Vertriebsmodell dahinter ist etwas besonderes & neues – wie immer diskussionswürdig und provokant:

Kostenpflichtige Angebote von Künstlern können Nutzer laut diesem Screenshot eines Interview mit Kim Schmitz selbst (welches ich für Euch bei Wired aufstöbern konnte) nutzen – und das (auch) zuweilen kostenlos:

Jenes Werbekonzept wäre innovativ. Ein Browserplugin soll genau das richten.

Heisst im Klartext: Nutzer können die auf Websites eingebundenen Anzeigen gegen Anzeigen des Baboom-Werbenetzwerks austauschen. Dafür erhalten Sie im Gegenzug einen „Anteil“ der dadurch- generierten Einnahmen & können überdies damit Musikstücke- und Alben bezahlen.

Kritisch betrachtet würde sich Baboom so mit seinem Vertriebmodell teilweise von den Kosten „anderer“ Webseitenbetreiber finanzieren. Ob und wie weit das geht & in wie weit das auch für Blogger interessant sein könnte steht wie immer in den Sternen…

Fazit: Mal wieder gut gebrüllt Löwe

DotKom weiß meines Erachtens nämlich genau, was er da tut. Also wo und wie viel Geld mit dieser Geschichte wieder zu holen ist- wie bisher auch. Einblicke in sein Leben gab es ja schon genug- auch via RTL wo ein Reporter mal eine Nacht auf seinem riesigen Anwesen und einer sündhaft teuren Matraze (für dessen Preis andere Menschen Ihr Leben lang arbeiten müssen) einen Aufenthalt gewährt bekam. An Schmitz Person scheiden sich weiterhin die Geister- und das ist auch so gewollt. Das verkauft sich gut & die Leute reden drüber. Auch ich bin ja hier und heute mit meinem Artikel wieder drauf reingefallen. Es geht eine ungemeine Faszination von seiner Figur aus…

Außerdem geht’s ihm ja auch viel mehr darum den wirklich viel zu aalglatten Musik- Markt etwas aufzuwühlen. Ich empfinde es so, dass es für den Konsument sinnvoller wäre mal ein Modell zu haben, das anders & neu ist. Also nicht wieder das immer-gleiche Modell (nur anders aussehend). Ein vollkommen anderes und eines, das neue Wege geht. Warum auch nicht?!

Einen weiteren, langweiligen Anbieter braucht doch keiner – und neues ist nicht immer direkt schlecht, auch wenn es auch Kims Feder stammt.

Das Logo jedenfalls sieht aus wie ein eingepackter Embryo – vielleicht wird jenes „Baby“ ja bald wirklich den Musikmarkt aufwühlen. Ein echter Konkurrent nach Schmidt´s Gedankenschmieden und Zukunftsvisionen (was echt ein positiver Aspekt ist, von dem sich andere Gründer eine Scheibe abschneiden sollten) zu Spotify, Apple´s Itunes & Co. kann das ganze tatsächlich werden. Aber erstmal kommt die Geburt und das auspacken, was wirklich dahinter noch in tiefsten Träumen schlummert…

Nicht, dass es sich als etwas ganz anderes entpuppt, als wir glauben. Denn wir wissen ja: Die Mythen um Schmitz sind vielfältig…