Beginnen wir mit einem Zitat von Ralph Waldo Emerson :

„Ist es nicht… der wahre Makel der Welt, keine Einheit zu bilden;- als Einzelner nichts zu gelten;- das Werk nicht zu erbringen, das ein jedes Dasein begründet, aber als Masse zu gelten, in den Hunderten oder Tausenden der Gruppe, der Parteiung, der wir angehören…“

 

Dieses Zitat von Waldo Ermson brachte mich die letzten Tage zum nachdenken: Viele Unternehmen werben fast ausschließlich für ihre Facebook Fanpage und geben ihre eigene Website gar nicht mehr an – warum eigentlich?

Als Begründung dafür hört man oft „eine Website in Facebook sei wie ein Shop in einer gut besuchten Einkaufsstraße.“Folglich denken die Unternehmen,dass die Chance umso größer ist beim Kunden anzukommen, als wenn die einzelne Seite irgendwo im Netz zu finden ist. Aber hat dies nicht einen Beigeschmack von „Mitschwimmertum“?  Facebook ist eine große Party – eine große breite und immergleiche Masse, in der es heißt präsent zu sein und immer up to date. Seit das Web 2.0 in aller Computer ist und einen das Facebook Logo sogar aus allen gedruckten Medien anspringt fragen sich verunsicherte User: „Muss ich twittern?“  „Brauch ich eine Fanseite auf Facebook?“ Ob man dies auf sich nimmt, muss jedes Unternehmen für sich beantworten – und ist „zögern“ und nicht dabei sein eigentlich komplett falsch? Oder behalte ich mir dadurch meine Einzigartigkeit?

Ist Facebook die einzige Einkaufsstraße, auf der man bauen sollte?

Das ganze erzeugt nämlich enormen Druck, denn erfolgreich mit dem Hype Facebook mitschwimmen kann nur, wer auch die geeignete Strategie dazu hat. Eine Marke ist im Social Media Bereich genauso erfolgreich wie im echten Leben. Wunder darf man sich keine erhoffen. Einzigartigkeit sich so gut wie nicht erlauben. Pinnwandeinträge müssen sofort – wenn negativ – kontrolliert, kommentiert oder gelöscht werden. Eigentlich ein riesiger Aufwand mit einer Menge Tools und Know How.

Wir sagen: Seid lieber einzigartig und steckt Eure Zeit in das Unternehmen, welches Euch am Herzen liegt : Euer eigenes. Facebook und Co sind schöne Tools – sollten aber nie die erste Geige spielen! Beachtet die Worte von Waldo Emerson und werdet unsterblich !

In dem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Freitag, Christian Gera vom Freizeitcafe 😉

Quelle des Bildes :

http://flierswelt.wordpress.com/2007/09/26/social-graph-unsterblichkeit/