Ende der Woche. Neuer Anfang. Neues Glück? Manchmal (oder leider des öfteren) immer weniger…

Bullshit Datenschutz. Es ist schon schockierend und faszinierend zugleich, dass sich Google sogar einer Facebook Allianz in Punkto Open Compute Projekt unterordnet, Erward Snowden diese verdammte Märchen-Geschichte „Das FBI braucht beim knacken vom Iphone5 Hilfe“ als (zu Recht!) Bullshit betitelt, ein White-Hat-Hacker aus Indien mal eben so Zugriff auf alle 1,6 Milliarden Facebook Konten hatte…

…es dann aber ganz brav – er ist ein White Head (d.h. einer von den guten Hackern) – Facebook gemeldet wusste und dafür marginale 13.800 Euro erhielt.

In der Welt ist bezüglich des Datenschutz-Themas eindeutig der Teufel los! Manipulation und Daten(an)sammlung wohin das Auge blickt! Schade eigentlich…

Dagegen wirbt derzeit eine Firma, die ein Novum wagt – mit den Worten

“ Wir müssen garnichts über Dich wissen!“

Interessant, oder? Hier erfahrt Ihr mehr….

Das Startup Cliqz , hinter dem sich in diesem Fall mittlerweile die Burda Media verbirgt, hat tatsächlich einen eigenen Browser für Windows & Mac. in Deutschland rausgebracht.

Eine Suchmaschine, welche die Navigation im Internet revolutionieren soll. Eigener Web-Index, un-abhängig von US-Anbietern – demnach soll er also ganz ohne(!) Mama Google funktionieren. Eine neue Anti-Tracking Technologie für intelligentes & anonymes Surfen rundet das ganze ab. Ist das die „Rettung vor Mama Google“?

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© Alexmillos | Dreamstime.com

Wie steht es um die Monetarisierung? Wie wird das Marketing um dieses besondere Novum gewahrt? Mehrere Punkte sind mir dabei aufgefallen:

  • Eindeutig die Wahrung unserer Privatssphäre steht im Fixpunkt der Vermarktung: Sprich- weder persönliche Daten noch IP-Adressen werden anscheinend auf den Cliqz- Servern gespeichert. Das mundet einem schonmal gut an. Ohne Gewähr natürlich…
  • Eure Daten aus den speziellen Such- Anfragen werden von denen aus Website-Besuchen getrennt/sozusagen als ein „Einzelereignis erfasst“, so also – dass Rückschlüsse auf einzelne Nutzer ausgeschlossen sind.Funktioniert das?
  • Wohl schon, denn: Als große Grundlage für den Cliqz-Web-Index dient die so betitelte „Human-Web-Technologie“ (ist das der Gegenpart/das Pendant zu Facebooks „Künstlicher Intelligenz“ die bald kommt?), bei der die Gemeinschaft der Nutzer – man verspricht „garantiert anonym natürlich“ – zum Aufbau von Webstatistiken beiträgt, beim Entdecken von Websites hilft und deren Relevanz bewertet.
  • Weiterer Monetarisierungs-Effekt: Cliqz kombiniert Ergebnisse der Suchmaschine mit Einträgen der Browser-Chronik und der Lesezeichen, um dem Nutzer individuelle Vorschläge machen zu können.
  • Und weil die Verarbeitung der Browser-Daten dann auch noch lokal auf dem Gerät des Users erfolgt, lässt sich dadurch wohl auch der Widerspruch von Personalisierung und Datenschutz auflösen.

Ende gut, alles gut? Am Ende heisst es jedenfalls da so schön:

„Wir bringen zusammen, was zusammengehört: Browser und Suche, Privatsphäre und Bedienkomfort, Datenschutz und Big Data.“

Wollen Wir hoffen und wünschen, dass dem so bleibt- und nicht Geldgier und Machterweitung auch diesen Tropfen nach der Sehnsucht auf mehr Privatssphäre wieder versiegen lassen.

Was haltet Ihr vom neuen, privaten Deutschland-Browser und welche Chancen räumt Ihr diesem ein?