Einen wunderschönen guten Montag liebe Freizeitcafe-Leser. Heutzutage kennen das alle: Statistisch gesehen lernt sich jeder dritte hier in Deutschland über das Internet kennen. Man datet, probiert aus, versucht der wahren Liebe Kuss für sich zu entdecken.

Die Zeit der Suche dafür im realen Leben ist vielen halt zu knapp dafür bemessen- Hilfsmittel müssen her.

Und hier findet im Netz mit seiner Leichtigkeit darin eine enorme Spielwiese. Und genau das ist es: Ein immerwährendes Spiel mit ganz ganz wenigen Chancen auf Beständigkeit. Auch ich musste das schon so erleben wie wohl viele andere von Euch auch da draussen. Das gefährlichste an der Suche nach der Liebe seines Lebens ist die Versuchung, sich in die Suche zu verlieben…

Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass einen diese Art der Plattformen verändert.

Innerhalb von Stunden und Tagen ist man mit einen Menschen so intim…..und genauso innerhalb von Minuten oder Stunden wieder aus seinem Leben hinaus- katapultiert. Was bleibt darin ist oft das Gefühl von Wertlosigkeit- was mir viele bestätigen.

Grundwerte wie Ehrlichkeit, Respekt und Treue verlieren hier ihre Glaubwürdigkeit.

Wie eine kleine Sucht macht man den PC an und nährt sich an virtuellen Bauchpinseleien, die vermeintlich den Selbstwert steigern…..und lebt in seiner Bussi, Bussi, hab dich lieb, vergiss mich nicht…..Gesellschaft! WhatsApp in Echtzeit und Co. lassen zudem grüßen- das ist immer der nächste Schritt. Nach dem Computer-Chat wird „mobil & immer erreichbar“ bei Gefallen aufs Smartphone gewechselt. Ein täglicher(aber eigentlich fremder, da noch nie gesehener) „Begleiter“ ist man nun.

Für einen Augenblick ist man nicht alleine, sondern umgeben von ach so netten Menschen – genau das hat die Hysterie damals um Facebook gross gemacht. 300 Freunde in der Liste, aber keiner kennt Dich wirklich- im realen Leben. Trotzdem und dennoch gesehen werden, andere begaffen können, mitreden können, Aufmerksamkeit bekommen. Schön- aber so virtuell. Und genau diese scheinheilige Aufmerksamkeit schwindet auch ganz schnell wieder im Netz der „unendlichen Möglichkeiten.“ Sie macht den Statusmeldungen anderer Platz. Single, vergeben, es ist kompliziert….Facebook und Co haben auch dafür bereits vorgesorgt. Das hält den Laden und die Gespräche am laufen.

Viele machen es sich deshalb nur noch einfach im „Umgang miteinander.“ Herzensbrecher weiblich wie männlich an der Tagesordnung- denn:  Wie schön ist sie doch- die (schöne neue) Umtauschgarantie!

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Ist der/die Eine nix, geb ich ihn/Sie einfach wieder zurück und bestell den/die Nächste/n. Wer hat es noch nicht erlebt. Wer war nicht schon einmal nur die „Katalog-Ware“?

Mein Fazit: Das Hintertürchen wird Bestandteil der heutigen Beziehungskultur. Kann man sich so auf einen Menschen einlassen?….Mit Sicherheit nicht würde man im realem Leben auch nicht machen….Denkt alle mal drüber nach und vielleicht ändert der/die Ein oder Andere sein Verhalten auf den diversesten Plattformen dort draußen und in allen anderen Social-Networks.

Ehrlichkeit, Beständigkeit, festhalten und arbeiten an Dingen währt länger als Massenhaltung, der Suche nach dem ständigen Ersatz – denn jeder will doch mal irgendwann in einem Herzen ankommen.

Ein einfaches „Hundeleben“ kann man auch als Mensch führen. Immer nur schnuppern, aber sich nicht einlassen. Sich immer nur von diesem zu jenem treiben lassen- aber wo ist dann das, was man irgendwann einmal „hinterlassen“ will? Ist das die neue Egoisten-Single-Gesellschaft, in der nur noch der kurzweilige Spaß im Vordergrund steht?

Öffnet Eure Herzen, werdet realer, lebt intensiver, ehrlicher und aufrichtiger. Lasst dabei aber nicht zu, dass Euch Euer Herz kaputt gemacht wird- und behandelt vor allem andere (bereits geschundene Herzen) mit ganz viel Respekt und Nachsicht. Es lohnt sich. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

Fotos © Christian Gera