Ein Vier-Zeiler war das erste, was ich bei meinem allerersten einloggen bei Facebook von einer „alten Bekannten“ erhielt. Samt „Kontakt-Anfrage.“ Sie entschuldigte sich für etwas, was im September letzten Jahres fabriziert worden war & der Auslöser für den Kontaktabbruch war. Sie kam ganz reudig daher. Das war ja mal ein Start…

Die Anmeldung an sich war damals zwar nicht gewollt; aber im Schwung des „Da sind doch ALLE“ & in der Tatsache, dass es leider nur noch eine der wenigen Möglichkeiten ist, mit manchen Menschen überhaupt noch in Kontakt zu treten, hatte mich meinen Schweinehund überwinden lassen. Klar war auch Neugier dabei. Klar auch die Unwissenheit um den Datenklau – die Aufklärung folgte ja erst mehr als ein Jahr später.

Ich war schon verblüfft – in den ersten Tagen allein schien es mir, dass ich von allen erdenklichen Menschen geadded wurde, die ich jemals (!) in der Realität kennengelernt hatte. Oder besser „begegnet“ bin – vielleicht 5 von den 100 habe ich so wirklich richtig kennengelernt. Im Durchschnitt hat dort jeder 130(!) Leute, die er/sie bisweilen damit betitelt diese zu „kennen.“

Aber kommen wir zu der Person zurück, die sich bei mir über „fb“ entschuldigte. Ich nehme an, sie hätte mir die Entschuldigung niemals in der Realität von Angesicht zu Angesicht mitgeteilt. Dazu fehlte wohl das Rückgrat. Im Internet und hinter einer „virtuellen Freundesvisage“ ist sowas einfacher, oder?

Anonymität ist etwas, was uns unsere eigenen Grenzen überwinden läßt, oder?

Ich frage mich gerade, wie viele Menschen im realen Leben ohne diesen „anonymen Kontakt“ überhaupt noch Kontakt hätten. Genau das ist das Problem : Zu viele Menschen vereinsamen- sind nur noch virtuell in Ihrer Freundespflege. Pflegen die aufquellenden „Listen“ mehr als die realen Gespräche; lassen das Telefon & die eigene Stimme lieber ruhen & schicken lieber E-Mails; oder gleich alles über die Chat-Funktion über die Facebook alles erdenkliche zu Ihrer Lebenssituation lesen kann & zum Leidwesen aller auch noch abspeichert. Schön in der Timeline- dem eigentlich „echten“ Leben von mir. Dem Abbild Deines virtuellen Ichs- weil ich es nach der Arbeit einfach gemütlicher finde, mich vor dem niemals nervenden PC zu setzten um mir meine virtuelle „Freunde-Scheinwelt“ aufzubauen.

Sorry Leute- aber wo sind die meisten gelandet?

All die einsamen Seelen da draussen, die sich gerade irgendwo in diesem Text wiedergefunden haben : Lebt wieder! Atmet die echte Lebensluft! Denkt zurück an die schönen Erlebnisse in der Realität-weit weit weg vom Bildschirm. Ihr Zocker, Stubenhocker, Blogger, Resignations-Dater, hoffnungslosen …geht mal wieder raus! Sonne reinlassen, Luft, Gespräche, reale Nettigkeiten austauschen… ist besser als jeder „Glücks-Kick“ bei einem „Ego-Shooter“…allein der Name..“Ego“…für sich allein& glücklich dabei? Wie lange halten diese Glücksgefühle an?

Wenn wir alle nur noch für uns sind & andere Menschen nicht unser Leben bereichern lassen (& ob Ihr es glaubt oder nicht- Ihr bereichert mit Eurer Anwesenheit auch das Gegenüber), werden wir irgendwann keine Lust mehr haben auf dauerhafte freundschaftliche Kontakte und das damit verbundene echte Leben.Wir alle sind doch auf der Suche nach Beständigkeit, Harmonie, Glück & einem Lifestyle, der uns gesund & beweglich hält. Jenes ist nur in Kombination mit anderen Menschen in der Realität möglich!

Die Menschen haben statistisch gesehen immer weniger Freunde ! Selbst dran Schuld..? Sind Social Networks & Dating- Sites eine Lösung?

Leider ja – zum ersten Punkt. Der Mensch neigt dazu, es sich einfach zu machen. Bequem. Nur deshalb leblos vor einer Maschine dahin-vegetieren? Nein danke! Ich will mich darüber freuen können, wenn jemand zu mir im echten Leben sagt „Hey komm doch mal zu mir!“ oder „lass und dort und da treffen- ist eine wunderschöne Location“ 😉

Wenn dies irgendwann ausbleibt & man nur noch auf virtuellem Wege „Einladungen“ bekommt- die man auch nicht nutzt, weil man zu bequem geworden ist, muss irgendwas im Leben falsch laufen. Traurig und einsam wird man irgendwann enden.

Ob die „sozialen Netzwerke“ bisweilen eine Lösung sind? Leider nein-sie verschlimmern das ganze Verhalten nur. Sie sind so angelegt, dass man mehr & mehr Online-Zeit einbringt in sie & dort „verweilen tut“ (& die Lebenszeit dementsprechend dahinrieselt). Ende des Jahres 2011 betrug die durchschnittliche Zeit allein auf Facebook 15 Stunden und 33 Minuten. Andere „Soziale Netzwerke“, welche die gleiche Intention haben nicht dazugerechnet; fb ist ja der Branchen-Primus. Es gibt sicher auch Jappy, Netlog, Badoo, Knuddels…- Süchtige. Wir reden bei diesen 15 Stunden und 33 Minuten aber von einem „Normal-User.“

Ich jedenfalls ziehe jetzt meine Jacke an& gehe raus. Ins Leben! Will Menschen begegnen, mit Ihnen kommunizieren, Glück und Lebensenergie spüren- kommt Ihr mit?

Das Freizeitcafe soll hierbei eine wichtige Rolle spielen…

wir stehen noch am Anfang mit der Community…aber schon jetzt bekommen wir nur positive Resonanzen & die geerntete Kritik stecken wir in Weiterentwicklung, Innovation & Umprogrammierung bis die „Freizeit-Schuhe“ Euch allen richtig sitzen. Seid gespannt- wir machen mit Euch das beste draus! Anmelden und schonmal die Beta-Version nutzen :

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Das Freizeitcafe-Team wünscht Euch einen schönen Mittwoch.