Wäsche waschen, putzen, kochen, Fenster putzen, bügeln – alles oft lästige Dinge, denen man gern oder ungern in seinem Leben und (leider) auch in seiner „Freien Zeit“- der Freizeit begegnen muss.

Einst starre Rollenbilder- und Verteilungen sind natürlich heute aufgebrochen: Längst gibt es sie, die Hausmänner. Sie übernehmen Full oder Halbtime die Haushaltsführung, passen auf die Kinder auf, erleichtern auch oft damit der Frau das stressige Berufsleben. Alles ist möglich.

„Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann.“ (Song-Zitat Johanna von Koczian)

Schön und gut. Und irgendwie auch nicht. Jeder weiss, wieviel Arbeit in einem guten Haushalt steckt. Mich hat es wirklich einmal interessiert, wie das ganze Gefälle zwischen Männlein & Weiblein denn heutzutage wirklich auch statistisch so aussieht – und ich habe überraschendes dazu für Euch herausgefunden….

Fenster putzenBild: © Christian Gera

Deutschland befindet sich- wenn es um die Dauer der haushaltlichen Tätigkeiten geht, weltweit im Mittelfeld – wenn Ihr Euch einmal folgende Statistik anschaut.

Natürlich liegt dass daran, dass wir in „purem gesellschaftlichen Luxus“ leben & ( beispielsweise einen Waschmaschinen Test oder dergleichen) durchführen können- um Zeit zu sparen! Bei einer Indischen oder mexikanischen Frau sähe das schon anders aus: Da wird man eher noch am Fluss waschen und wohl eher vom „Knöpfchen drücken einer Waschmaschine“ träumen… jene Auflistung spricht also auch Bände über den technischen Entwicklungsstand eines Landes:

Haushalt Männer FrauenBild: Statista

Schöne Ergebnisse aber geschlechterspezifisch gibt es, wenn man sich die Gleichberechtigung bei den Haushaltszeiten von Frau/Mann anschaut:

In Schweden ist man nahezu bei Männlein/Weiblein angeglichen. Nur rund eine Vierstunde länger arbeiten Frauen dort am Tag als Männer im Haushalt.  Patriarchalisch geprägt erscheinen dahingegen die Länder Indien, Japan und Südkorea. Hier arbeitet „Mann“ im Durchschnitt weniger(!) als eine halbe Stunde am Tag.  Dort funktionieren wohl noch andere Systeme als die Gleichberechtigung (viele Machos würden jetzt vielleicht sagen “ Da ist die Welt noch in Ordnung“ 🙂 ). Jenes teile ich natürlich nicht als „guter Hausmann“ – und ich will auch lieber in Deutschland bleiben…

Denn es gibt bei allen Arbeits-Zeit-Erleichterungen und Co. noch ein weiteres Fazit:

Teilen sich Pärchen die Arbeit im Haushalt geschickt untereinander auf, sind diese wesentlich glücklicher. Tun sie es nicht, ereilt jene oftmals Ärger in der Partnerschaft aufgrund von anderer Erwartungshaltung & fehlender, fairer Rollenverteilung. Jenes brachte einmal die Fakultät für Psychologie der Ruhr Uni Bochum in einer Studie zutage. Sicherlich gibt es da auch andere Sichtweisen zu – jeder Mensch ist aufgrund seiner Geschichte und dem „erlebten“ ja mit anderen Rollenbildern & Aufgaben „zufrieden“- oder auch nicht.

Mein Fazit:

Gemeinsam geht es besser- auch mit dem Haushalt. Schön ist es auch mal, wenn einer kocht & der andere spült (um nur mal ein Beispiel zu nennen). Ratschläge von älteren einholen zum Thema Wäsche und Co. funktioniert ebenso super.  Sie wissen einfach mehr & sind nicht mit Waschmaschine und Co. groß geworden. Generationen-übergreifendes Verstehen, die Psychologie der Veränderung der Rollenteilung in der Gesellschaft begreifen im Laufe der Jahre & das etwas andere/ gewöhnungsbedürftige Rollenbild in anderen Ländern ebenso.

Dann – und nur dann kann der Haushalt wieder & sogar richtig Spaß machen. Bügeln und Fenster putzen mache ich aber weiterhin eher ungern- ich versuche mich da aber partnerschaftlich durchzusetzen 🙂

So far, danke für Eure Aufmerksamkeit- mich würde interessieren wie Ihr das als Single/Nicht Single mit Rollenklischees in Haushalten seht. Schönen Donnerstag!