Einen wunderschönen guten Morgen Ihr lieben. Heute will ich mich mal wieder dem Thema Datensicherheit widmen. Das habe ich lange schon nicht mehr getan 🙂 Man beschnüffelt uns- soviel ist klar. Nicht erst seit der Hollywood-reifen Geschichte um Edward Snowden- sondern schon seit Jahren…

Facebook hat in uns eine richtig schöne „Freiwilligkeit“ erweckt, diese Beschnüffelung auf die Spitze zu treiben. Nicht umsonst horten riesige Serverfarmen unsere Daten am Polarkreis und Co. Die Freiwilligkeit, dass wir Informationen über uns an Dritte auf einem goldenen Datentablett selbst aus- liefern ist hausgemacht und marketingtechnisch äußerst genial (Mouth to Mouth- Du musst dabei sein!) an uns herangetragen worden, dass wir garnicht mehr ohne im echten Leben existieren können. Das Facebook Logo prangert auch im Alltag überall und schwebt regelrecht über unseren Köpfen wenn wir mit dem Smartphone untwegs sind & die App unsere Wege aufzeichnet…

Darüber nachdenken? Weit gefehlt… Warum auch? Wenn man selbst nicht betroffen ist, oder noch nicht abgehört wurde; bislang keine Nachteile dadurch hatte oder auch von keinem in der Familie/unter Freunden mitbekam, dass es eine äußerst prikäre private Falle ist, wird nichts getan. Kein Erwachen aus selbstverschuldeter Unmündigkeit – es muss immer erst bei einem selbst geschehen, damit man tätig wird und aufwacht. Genau deshalb ist genau das für die meisten kein Thema dort ALLES preiszugeben…Babybilder und Co. lassen grüßen und die Mobbing-Opfer von morgen wachsen heran in einer digitalen, gläsernen Welt. Eines ist für mich äußerst dubios und zwiespältig dabei:

Man genießt die Freiheit in einer offenen Gesellschaft zu leben, nutzt grenzenlose Kommunikation vertrauensvoll über nur einen Anbieter – nimmt sich aber selbst damit das kostbarste: Seine ganz eigene private Freiheit  & enorm wichtige Privatheit

Überhaupt kann man die Grenzen von Privatheit doch heute kaum noch richtig einordnen, oder? Ok, ich bin in den 80ern geboren & habe ein Gefühl dafür weil ich ohne das alles noch aufgewachsen bin. Aber was ist mit den nachfolgenden Generationen jetzt? Diejenigen, die mit Facebook auf die Welt kamen & sofort ohne gefragt zu werden 100 Babyfotos unfreiwillig teilten?

Klar- es ist schön grenzenlos zu kommunizieren, ohne Tabus und ohne Umschweife zwischenmenschliche Beziehungen virtuell zu knüpfen und zu halten. Zuzusehen wie gesellschaftliche Umbrüche durch jene Kommunikation in der ganzen Welt erzielt werden ist eine tolle Sache & der Deckmantel von Facebook dass ja ALLES nur fürs Volk ist. ABER das private bewahren wird dabei auch immer wichtiger! Gestern kam dazu ein sehr guter Beitrag im WDR, in welchem dargestellt wurde, dass bald E-Mailverschlüsselungs-Techniken boomen werden. Kein Wunder- niemand will es wirklich, dass privates in Hände von Unternehmen und Datensammlern fällt- nur ist das Be-wußtsein dafür noch nicht geschaffen.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks genauso wie „die Jagd auf Snowden“ seit seiner Bekanntmachung über die Datensammelwut amerikanischer und britischer Geheimdienste reichert unser Bedürfnis und vor allem unsere Ängste um Sicherheit zwar krimireif an – aber noch klingt das alles doch eher nach einem guten Hollywood-Streifen, oder? Und sind wir nicht alle ein bisschen „Edward Snowden“…nur dass wir noch nicht weglaufen, weil uns (noch) keiner jagt?

Ich bin gespannt wohin das alles noch führen wird, werde meine Privatheit auch weiterhin so gut es geht abschirmen & versuchen, es den Big Playern verdammt schwer zu machen wirklich echte und wichtige Informationen über mein Leben zu erhalten. Wie steht es mit Euch? Einen schönen Start in den Samstag wünscht Euch das Freizeitcafe.