Soziale Kontakte über Social Networks halten, Chats, Dating ,Freunde finden- das Internet ist längst als zentraler Bestandteil gesellschaftlichen Lebens etabliert. Jedoch stellt es gleichsam auch mit seinen vielen Einsatz- möglichkeiten eine (virtuelle) Lebenswelterweiterung dar – in welche sich viele „fallenlassen“bis sie keinen Bezug mehr zur echten Realität haben. Einfachheit siegt- warum soll man sich also nach draußen ins Tageslicht wagen, wenn 400 Facebook-Freunde doch genau hier „bei mir“- in meinem Rechner sind..? Wir- das Freizeitcafe, haben uns zu diesem Phänomen einmal Gedanken gemacht und fleißig recherchiert. Wir  stellen Euch in diesem Beitrag vor, was man denn – wenn man so denkt – alles an Lebensqualität einbüßt & wann genau man eigentlich „krank“ ist :

Die „Phantome der Vergangenheit“ holen uns alle ein. Menschen aus frühreren Zeiten; irgendwie und irgendwo waren Sie einmal mit uns „verbunden“. Sie tun  hocherfreut- urplötzlich sind sie da ; tauchen aus dem Nichts auf,wollen wieder Begleiter sein….

Spannend ist dies allemal; doch stellt Ihr Euch nicht manchmal die Frage : Was wäre, wenn man nur dies hat? Nur diese eine – virtuelle Realität in der man lebt und sich umgibt ?

Die Brutstätten -die sozialen Netzwerke mit Facebook als Herdentreiber kennen wir. Die Zahlen, dass die Menschen immer mehr Zeit davor verbringen – momentan sind es ca. 8 Stunden im Monat- auch!

Und deshalb kennen auch Sie diese „Phantome der Vergangenheit.“  Will man das eigentlich? Ist es interessant, wo der eine gerade steckt, was der andere gerade „isst“, wie es dem und dem (eigentlich aus den Augen& aus dem Sinn) so erging? Für manche schon – „Nonsens-Posten“  ist zum Lebensinhalt geworden.

Betrachtet man soziale Netzwerke genauer, sind viele auch „stehengeblieben“ – vergöttern vergangene Tage wie die Ihrer Jugendzeit; man nennt Sie auch Past Stuck Addicts (PSAs)- die von der „Damals-Krankheit“ befallenen. Ein lustiger Ausdruck – und doch mit einem faden Beigeschmack : ein bitter ernstes Thema! Denn :

Schön ist es ja, wenn man selbst auch nach diesen „glorreichen Zeiten“ „weitergelebt“ hat- neue Erfahrungen sammeln konnte- so dass man dadurch den „Non-Sens“ in seinem Kopf filtern und den PC auch mal ausmachen kann, wenn es zuviel wird.Wenn man selbst erkennt, dass die tollen Zeiten aus der Hippie-Kommune nun doch vorbei sind.

Die Filterung also und die Urteilsfährigkeit zu entscheiden, was wirklich wichtig ist im „Realen Leben“.

Doch was ist…wenn nicht? Wenn all diese Informationen ungefiltert ins Hirn sausen und „Alltag“ werden`?

Um die Menschen, die in Ihren virtuellen Räumen leben, besser zu verstehen, haben wir  einmal aus verschiedenen Dossiers das wichtigste verständnisvoll für Euch herausgearbeitet – hier ein kurzer geschichtlicher Abriss :

Im Internet sind die Nutzer neuerdings auch die Akteure. Sie schaffen sich ihre Inhalte selbst – und entblättern dabei ihre Seele, ihren Alltag und manchmal ihren Körper. Experten prophezeien gravierende Folgen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die psychopathologische Seite dieser Dinge und vor allem der einzelnen Menschen, welche damit zu tun haben, ist sehr kompliziert und schwierig – eine Herrschaar von Geschäftemachern, selbsternannten „Spezialisten“, Esoterikern und weiteren Trittbrettfahrern hat zu diesem Phänomen schon einiges an Tipps im Internet verbreitet.

Fakt ist aber : Es gibt kaum ernsthafte Studien über diese Menschen. Wir fanden bei unserer Recherche also ein Eldorado an Nicht-Wissern vor.

Keine wissenschaftliche Studie belegt also, warum Menschen Ihr gesamtes Leben aufgeben, um „virtuell“ Ihr Leben weiterzuführen. Wo wir also nichts „wissenschaftliches“ finden konnten, machten wir uns auf, das Krankheitsbild „Internetsucht“ näher zu beleuchten, um dort vielleicht den Schlüssel zur Selbstaufgabe in einer virtuellen Freundes-Freundewelt zu finden. Jedoch auch dies erwies sich als eher enttäuschend :

Die wie wir finden sehr „weichgespülte“ internationale diagnostische offizielle Einstufung (ICD 10 und DSM IV) spricht von einer Sucht, wenn mindestens vier der 10 Kriterien zutreffen:
1.Das Internet beschäftigt mich sehr häufig. Ich denke oft daran, auch wenn ich offline bin.
2.Ich brauche immer mehr Zeit im Internet, um zufrieden zu sein.
3.Ich bin unfähig, meinen Internetgebrauch zu kontrollieren.
4.Ich werde unruhig und reizbar, wenn ich versuche, meinen Internetkonsum einzuschränken oder darauf zu verzichten.
5.Das Internet ist für mich ein Weg, um vor Problemen zu fliehen oder schlechtes Befinden zu bessern.
6.Ich lüge meiner Familie und Freunden gegenüber, um das Ausmaß meiner Beschäftigung mit dem Internet zu verbergen.
7.Ich habe schon Arbeit, Ausbildungs- oder Karrieremöglichkeiten oder zwischenmenschliche Beziehungen wegen des Internets in Gefahr gebracht.
8.Ich ging ins Netz zurück, auch wenn ich exzessive Beträge für Gebühren zahlen musste.
9.Ich bekomme im Offline-Zustand Entzugserscheinungen.
10.Ich bleibe immer wieder länger online, als ich mir vorgenommen habe.

Drei Stadien:
Gefährdungsstadium: Vorliegen von bis zu drei Kriterien von bis zu sechs Monaten
Kritisches Stadium: Vorliegen von mindestens vier Kriterien bis zu sechs Monaten
Chronisches Stadium: Vorliegen von vier Kriterien über sechs Monate

Viel Spass also bei jener Studie, um sich selbst einzuschätzen. Irgendwie kann das doch nicht alles sein-oder?

In einem interessanten Dossier des Spiegels fanden wir noch folgende Informationen :

„Einerseits wächst da eine neue Macht des Kollektivs heran,dessen vermeintliche Allwissenheit sich dauernd verändert und ständig zur Disposition gestellt wird. Andererseits wird der Einzelne zum Machtfaktor. So entblößen sich Abermillionen
im Netz – mal als Besserwisser bei Wikipedia & Co., mal im eigenen Online-Tagebuch, mal ganz profan mit verhuschten
Nacktfotos vor der heimischen Schrankwandkombination. So verändert ein Medium auch das Denken seiner Nutzer.“

Wir fassen zusammen : Ich surfe, also bin ich. Doch was ist mit den virtuellen Freunden? Wie ersetzt das Internet diesen realen-doch so wichtigen Bezug zum „leben“?Welcher „Stoff“ wird da freigesetzt, der  so zufrieden macht, dass man die schönen Erlebnisse im wahren Leben nicht mehr braucht?

Wir haben nichts gefunden… keine Studien dazu, keine wirkliche Antwort. Und gerade deshalb habe ich jetzt glaube ich eine Antwort gefunden : Raus ins Leben, Sonne spüren, Mitmenschen er-leben … wer sich dies einmal wagt& ein schönes positives Gefühl in seiner Bauchgegend erfährt, wird die Antwort für sich selber finden & diese lautet :

Das reale Leben ist am schönsten! Und ja – dieses ist genau da, wo der Pizzamann herkommt … genau hier und jetzt!

In dem Sinne wünschen wir Euch einen schönen Montag. Euer Team vom Freizeitcafe 😉

Quellen und Dossier :

http://www.weisses-kreuz.de/

http://xenia.guhl.net/unterricht/dm/contents0607/wo33/pdf_www/Dossier_Du_bist_das_Netz.pdf