„Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann“
(Ralph Waldo Emerson).

Freundschaft definiert und interpretiert ein jeder anders. Die Ansprüche an eine „Freundschaft“ sind so individuell – wie der Mensch an sich. Eine gute Bekannte von mir – um ein kleines Beispiel zu nennen- zog um, und fragte im Freundeskreis nach Hilfe. Viele kamen und packten tüchtig mit an. Dann mußte gebohrt und geschraubt und gepinselt werden – es uferte aus, denn aus dieser Freundschaft wurde ein unbezahlter Arbeitsplatz. Schon da trennte sie die Spreu vom Weizen – die einen taten es nur aus einer momentanen- reflexartigen – und sich danach nie wieder dafür bereitgestellten „Gefälligkeit“ heraus; die anderen aus ehrlicher Absicht heraus, dass die Bekannte so schnell wie möglich in Ihr neues Heim ziehen konnte.

Letztere fragten nach, drängten sich immer wieder mit Ihre Hilfe förmlich auf. Sie riefen an, erkannten den Aufwand und leisteten immer wenn Not war, neue Schützenhilfe. Jenen wurde es dann auch gedankt mit Gegenhilfe und damit verbunden wiederkehrende Einladungen auf Privatpartys der Bekannten. Eine Hand wäscht die andere – oder auch nicht. Eigentlich kann dieses beispiel als schöne Metapher verstanden werden – übertragbar auch für alle anderen Dinge und Projekte des Lebens, auf die man so trifft : Die einen kommen und bleiben – die anderen gehen und waren nie wieder gesehen.

Wie oft ist es anders? Wie oft sind Freundschaften einseitig? Wie oft kann man sich nicht auf andere verlassen ? Wie wird man für andere nie „langweilig“, so dass Sie sich von einem abkehren? Kann man dies beeinflussen? Was passiert, wenn man solche Dinge direkt anspricht – „verstösst“ man dann seinen vermeintlichen „Freund“? Wie viele Freunde braucht man im Leben? Wie viele ehrliche Freunde hat man im Leben – sind es maximal 5 wie man so sagt? Hat der Autor Mitch Albom deshalb das Buch „Die fünft Menschen, die Dir im Himmel begegnen“ geschrieben und später verfilmt? (beides toll übrigens!).

Fragen – auf welche die Welt keine Antwort hat. Oder etwa doch?

Ein Freund, vor dem man laut denken kann, der nicht zum Judas wird? Der frei von jeglichem Hinterhalt und Selbstsucht den Sinn der Freundschaft zu leben versteht? Solche Freunde sind selten. Seltene Kostbarkeiten, deren Wert an keinem materiellen Maßstab zu messen ist, es gibt sie. Zweifelsfrei. Es gibt Sie nicht an jeder Ecke; sie fragen nach, sind für einen da – und man kann auf sie bauen.

Und wenn es mal garnicht läuft? Trotz 500 Freunde in den Freundeslisten bei Facebook, Studi und Co.? Dann hat man immer noch einen Freund – ohne ihn suchen zu müssen, ohne Überzeugungsarbeit leisten zu müssen – einen, der einen durch und durch kennt, mit allen Stärken und allen Schwächen : Sich selbst.

In diesem Sinne wünschen WIR – das Freizeitcafe – Euch auf der einen Seite über unsere Plattform in Kürze natürlich viele Dates; aber eines vor allem : einen Freund…einen richtig guten Freund!