Au weia, was wurde Japan in diesem Jahr 2011 vom Schicksal verkloppt, verprügelt und angespuckt! Sei es denn die Kathastrophe, sei es jener Umstand, dass die Mannschaft in Ihrem Heimatland aufgrunddessen vor der WM in ein Trainingslager in die USA ausweichen mußte- und dann noch den USA im Finale gegenüberstand. Ein Finale und ein Gegner, auf den vor der ersten Frauen-Fußball-WM in Deutschland niemand gesetzt hätte- und falls doch : Jetzt reich ist! So wie Ich- mit 7,80 Euro 😉

Reich ist auch Japan jetzt- zwar pro Frau nur mit 13000 Euro abgespeist ( die deutschen Frauen bekamen schon 2000 Euro mehr für das Erreichen des Viertelfinals)- in Japan ist dies dennoch eine große Menge Geld… aber sie bringen ja etwas viel besseres mit nach Hause :

denn Sie stehen noch immer und sagen der Welt frech und stolz in’s Gesicht mit dem Social Media Zitat :

„WIR SIND NOCH DA! UND WIR SIND JETZT WELTMEISTER!“

Herzlichen Glückwunsch Japan zum errungenen Weltmeistertitel der FIFA Frauen WM 2011 in Deutschland!

Social Media- unlängst nach der verherenden Erfahrung der Atomkathastrophe zum wichtigsten Kommunikator geworden, hat die Nachricht längst verbreitet! Ein schöner Artikel dazu im Handelsblatt :

Tokio.Wie ein Strahl eiskalten Wassers ergießt sich dieser Sieg auf die Brandwunden des Landes. Der Sieg der Fußballfrauen-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Deutschland am Sonntag kühlt vorübergehend die Schmerzen des von Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe gebeutelten Inselstaats. Und so mischen sich seit heute morgen in Japan Freudentränen in die Trauer über die anhaltende Krise, so wie jene Tränen von Fumio Miyama, Vater der Torschützin und Matchwinnerin Aya Miyama, der – von seinen Freuden umjubelt und in die Luft geworfen – gleich an die Kraft des Kollektiv dachte. „Alle haben alles gegeben. Ich möchte allen Arigato (Danke) sagen.“

Es ist das perfekte Erbauungserlebnis, das lediglich einen Schönheitsfehler hat: die Zeitverschiebung. Während die heimischen Zeitungen am Morgen noch ihre Titelseiten mit dem sich immer mehr ausweitenden Skandal um radioaktives Fleisch aus Fukushima aufmachten, dass trotz Kontrollen in ganz Japan verkauft und gegessen wurde, waren auf dem Handy schon die ersten Glückwunsch-Kurzmitteilungen aus Deutschland eingegangen. „5 zu 3“, stand dort, nur mit einem Ausrufezeichen versehen, oder aber, „wir freuen uns für die Mädels aus Japan.“ Die ganze Welt wird diesen Sieg den Japanerinnen gegönnt haben.

Die elektronischen Medien und das Fernsehen haben bereits umgeschaltet. Nachdem die WM bis zum Halbfinale medial noch weitgehend ignoriert wurde, hat selbst die Homepage der Wirtschaftszeitung „Nikkei“ die Damenmannschaft nun zur Top-Meldung gemacht und spricht von einem „Märchen.“ Und der öffentlich-rechtliche Sender NHK bringt die Bilder der jubelnden Frauen mittlerweile als erste Nachricht.

Wir sagen: Dieses Märchen schweißt zusammen – Deutschland ist als sehr guter Gastgeber weltweit präsent; die Japanerinnen die Sieger der Herzen; ein Ruck und ein Schub für den Frauenfußball im Allgemeinen. Dank einer gut-aufgestellten Social Media Aufbereitung (wir hatten darüber in unserem Blog bereits vor der WM berichtet) sind die Gewinner auf vielen Seiten.

Quelle : handeslblatt.de

Bildquelle : n24