Liebe Leser, ich bin zurück vom Konzert. Xavier, gestern ab 21 Uhr im Stadion Essen beheimatet, hat ordentlich geröhrt. Nach „langer“ Heimreise via Auto nach Bochum zurück, folgt nun mein Erfahrungsbericht für Euch.

Als Vorgruppe erschien Daniel Wirtz, betont chick im schwarzen Kragenhemd und krassen Songtexten. Ein Typ:

Wirtz Stadion Essen 29.8

Gute Live-Stimme und ganz eigene – aber gute Performance.

Am besten gefiel mir das Cover von „Vielleicht sehn sie nicht gut“ – eine Hommage an seinen Pusher Xavier Naidoo. Viele Gäste kannten Wirtz wohl nicht (obwohl dieser durch Xaviers „Sing meinen Song“ doch mittlerweile recht populär ist). Schade fand ich, dass er zum „anheizen“ nicht das gecoverte „Du hast mein Herz gebrochen“ (in Rock-Version von Yvonne Catterfeld) zum besten bot.

Wirtz jedenfalls bedankte sich dafür, auch mal in einem Stadion spielen zu dürfen. Xavier steckte unterdessen noch auf der Autobahn. Wirtz in jedem Fall ein Top-Act und für eine „Vorgruppe“ gut gelungen! (später kam er beim Xavier-Auftritt noch einmal für den Song „Frei Sein“ auf die Bühne- das war sehr gut!). Der Junge wird seinen Weg ganz sicher weiter machen…

Um 21 Uhr dann Xavier (nach Wirtz-Auftritt) und einem erneuten Break von ca. 20 Minuten. Gewaltiger, andersartiger Auftritt….

„Das Bühnenbild wirkte nun fetter. Mehr Lichter. Mehr Wumms. Es war bereits Dämmerung eingetreten (da machen so Konzerte bekanntlich noch mehr Spaß vom Feeling her).“

Nach einem lauten Intro und 2 Songs, die ich bis dahin noch nicht (trotz Fan-Sein) auf dem Schirm hatte – dann endlich gewohntes.  Das „Ich kenne nichts, dass so schön ist wie Du“ ist in Essen immer wieder ein Klassiker. Ich sah ihn schon einmal dort – im Grugapark, aber das ist Jahre her…. die Wirkung ist noch immer da.

Xavier Stadion Essen 29.8 Xavier Stadion Essen 29.8 drei Xavier Stadion Essen 29.8 vier Xavier Stadion Essen 29.8 zweiAlle Fotos made by CG

Xavier- ein gewaltiges Stimmtalent. Soviel steht fest. Die Band, die Kameraführung für die 2 Leinwände links & rechts neben der Bühne- alles top und solide/profimäßig.

Und überhaupt – das Essener Stadion (wir waren schon sehr früh da, um uns ein Bild zu machen & um die Location zu bewerten) wirkte sehr freundlich, einladend, offen (es ist ein offenes Stadion mit 4 grossen Fluchtwegen) und herzlich. Die Servicemenschen & Ordner waren auf Zack, die Toiletten (noch) sauber. Auffällig war, dass ein wenig an der Bewirtung gespart wurde – es waren nicht alle möglichen Versorgungsstände unterhalb der Tribünen geöffnet, sondern nur wenige – wie auch im Innenraum für die Stehplätzler.

Innerhalb von 15Minuten hatten wir aber immer unser Bratwürstchen im Brötchen/Frikkobrötchen/Brezeln oder Cola/Fanta/Wasser. Sogar ein paar Cocktails ala Caipirinha wurden gesichtet- aber weiss Gott wo die herkamen 🙂

Zwischen 23.000- 25.000 liegen die geschätzten Besucherzahlen – das Konzert war restlos ausverkauft

Schmusefeeling (auch nachdenkliches) bei Xaviers „Sie sieht mich einfach nicht“ , „Hört hört“ oder auch (er ist für seine politischen Statements ja bekannt) viele Songs übers „Frei“-sein, oder der Song „Europa“/ der Aufruf für mehr Zusammenhalt.

Bei der ergreifenden, angeblich letzten Zugabe „Amoi seg‘ ma uns wieder“ (einem sehr traurigen Abschieds-Song von Andreas Gabalier) – aus der dann letztendlich noch 5 Zugabe-Songs (Respekt dafür) wurden, erlaubte er sich einen kleinen Schnitzer, indem er diesen als Song von Andreas Bourani vorstellte. Auch verwechselte Xavier den Wochentag (er sprach von einem tollen Freitag-Abend 🙂 ) & überdies spielte er dann noch im Ruhrgebiet einen „was liebe ich Mannheim“-Song (im Grugapark damals hatte er noch extra einen Song über die Stadt Essen/das Ruhrgebiet gerappt mit anderen).

Das „Mannheim“ war also bissl fehl am Platz – aber ich will nicht meckern auf hohem Niveau oder das Konzerterlebnis damit abschmälern. Wie sagt man noch so schön?:

„Du kannst immer nur meckern, meckern, meckern… (Zitat Richard Gecko)“

Meckern und oftmals unsinnige Tiraden schmettern gegen das ganze Konzert auf Facebook in der Gruppe, die Parkplatzsituation (rechnet Euch mal aus wie schwierig die Organisation von 23.000 Menschen & lediglich „nur“ 4.000 Parkplätzen in naher Umgebung ist), die Preise oder sonstwas ist in der heutigen, verkappten Facebook-Zeit (es gab auch wieder unzählige, die während!! des Konzertes nur auf Facebook daddelten!)- mittlerweile (traurige), normale, „virtuelle Realität“.

Xavier Naidoo Facebook Frei Sein Konzerte

Klar- man kann darüber streiten, ob 9 Euro Parkplatzgebühr sinnvoll sind (und wer sich damit die Taschen vollmacht), warum die Backstreet-Boys damals im Stadion nicht eincheckten, und das das noch nicht alles so routiniert & ausnahmslos perfekt abläuft wie in anderen, großen Spielstätten des Ruhrgebiets. Aber man sollte auch mal ruhig durch die Hose atmen- was bringt einem das einzelne, für alle öffentliche (sicher nur persönlich-belangte) meckern über einzelne Ordner, wer wie wann zu einem umfreundlich war etc.? Nüx!! Das „Wutbürgertum“ lernt dies hoffentlich bald nochmal…Kritik ja, dann aber greifbar/respektvoll/nachdenkend für alle wenn öffentlich & nicht nur Hau Druff.

Wundert mich, dass beim meckern das Wetter diesmal nicht dabei ist 🙂 (das war nämlich perfekt).

Jenen „Meckerköppen“ und „Dauernörglern“ geht es aber auf Facebook eher ums eigene Wohlbefinden, oder dass sie diese Kanäle als Dampfablasser nutzen müssen. Frei sein & denken/handeln – vor allem/oder nur über/auf Facebook lautet die Devise (und damit ist nicht die freie Meinungsäußerung gemeint) – sie werden es wohl nie verstehen, „vielleicht sehn sie nicht gut“  🙂

Danke jedenfalls an Xavier, das ganze Team, die fleissigen Ordner, Helfer und alle Teilnehmer- es war ein Erlebnis! Ich wollte noch einmal hiermit danke sagen! Ich freue mich im übrigen sehr über Eure Kommentare & Meinungen sowie weitere Erfahrungswerte im Essener Stadion/mit Xavier- hier im Blog.

Amoi seg‘ ma uns wieder Xavier- ganz sicher!