Facebook ist nur ein Ersatz für etwas, was man im Leben nicht hat. Soviel steht fest. Facebook bedient sich der psychologischen Kriegsführung und beschäftigt damit gehörig unser Gehirn- mit vermeintlichen „Glücksgefühlen“ angereichert gibt und soll es uns unsere eigenen Unzulänglichkeiten vergessen machen. Denn man hat doch Freunde & nimmt am Leben teil (auch wenn es das Leben der anderen ist)- ein Trugschluß! Auch dies ist ein Fakt, weshalb man sich dem Umgang damit wirklich einmal bewußt werden sollte.

Gut dosieren sollte man sich seine Online-Zeit dort (ohne Facebook als Kommunikationsmittel ganz zu verteufeln, dafür ist es ein zu wichtiges Vehicle der Zukunft). Aber auch Warnungen und die neuesten Studien zur Onlinesucht sollte man diesbezüglich niemals auf die leichte Schulter nehmen… jeder der darüber lacht ahnt nicht, wieviele Kinder und Menschen in diesem Moment dem ganzen zum Opfer fallen.

Schön finde ich es immer, wenn diese Thesen und Theorien dann auch wissenschaftlich bestätigt werden

Menschen, die denken Facebook-Freunde wären reale Freunde, lassen sich heute zu Hauf finden. Wenn Sie dann aber mal wissenschaftlich getestet werden und bemerken, dass Sie nur 3 von 1000 mit Ihren wirklichen Hobbies & menschlich/realen Eigenarten tatsächlich kennen &be-nennen können- bricht das Kartenhaus dann schonmal zusammen. Getestet wurde das in einem leeren Kinosaal mit hunderten Fotos von vermeintlichen Facebook-Freunden an Teenagern.

Erst durch solche Tests bemerken Sie, wie allein und einsam sie eigentlich sind. Wie lange sie sich schon Ihrem realen Umfeld entzogen und sich selbst eingemottet haben. Von Leben selbst- und von den echten realen Freundschaften dort draussen. Jener Schritt tut weh- ist aber der erste Schritt zur Selbsterkenntnis. Das Smartphone einfach mal wegzulegen & auszuschalten ohne Zwang von Eltern und Umfeld, sollte neue Prämisse für die User werden, die man er-lernen sollte!

In einer interessanten Doku dazu (Sendung Galileo Spezial- Gefangen im Netz ganze Folge hier für Euch) wurde auch das Vertrauen & die Verlässlichkeit unter Facebook-Nutzern(Freunden) ausgetestet

Damit meine ich jetzt nicht den Weg eines Moderators, welcher nur mit Facebook-Fanhilfe (nebst Pro-7 Unterstützung & dementsprechender Reichweite) einige Kilometer durch „Nächstenliebe“ abriss um bis nach München zu kommen & dies auch schaffte, sondern das Beispiel eines Künstlers, der seit einiger Zeit schon mit hunderten Likes auf Facebook für seine selbstgemalten Bilder „gesegnet“ ist….

Jener wollte einfach mal eine schöne Kunstausstellung seiner Exemplare auf die Beine stellen in einer schönen-aber teuren Location. Da diese Räumlichkeit nicht in sein schmal-bemessenes Budget passte, lud er die mehreren tausend Freunde und Dauerliker ein, doch bitte für das Unterfangen Ausstellung zu spenden. Was kam? So gut wie nichts- nur lustige Sprüche wie „Schnorrer“ und weiteres. Am Ende musste der „Künstler“ sich auf die Straße stellen und war dankbar über ein paar reale Meinungen – weit abseits der erträumten Location. Vertrauen in Facebook-Freunde also Fehlanzeige!

Massen- Hype ohne Verlässlichkeit?

Leider ja! Klar- es gab diese 3 Massenparties ala Thessa & in hollandischen Dörfern, wo dann alles drunter- und drüberging. Aber das sind Einzelfälle! Suggerriert wird uns immer diese ach so tolle Kommunikation & Massenerreichbarkeit- aber wenn es mal drauf ankommt? Wer ist dann wirklich da & darüber erreichbar? Fast niemand! Es sei denn man wurde über TV, große PR etc. so gepushed dass halt extrem viele Reaktionen und Fans ein großes etwas bilden, welches die Herde anregt & einige Meinungsführer dazu bewegt, etwas auf die Beine zu stellen.

In allen Reportagen zumindest, die ich mir in den letzten Tagen dazu einverleibt habe, wurde eher die Gefahr und der virtuelle Irrglaube bestätigt: Klinisch & psychisch gesehen ist die Gefahr darin hängen zu bleiben sehr groß. Der virtuelle Irrglaube tatsächlich dort Freunde zu haben raubt vor allem eines: Unsere weitaus qualitativere reale Lebenszeit! Kinder wissen nicht wirklich was sie sich und Ihren Eltern damit antun, wenn Sie ständig vor dem Schirm und Ihrem Smartphone sitzen. Eltern und Ältere sind hilflos, weil Sie sich einem Phänomen ausgesetzt sehen was es so noch nicht gab & bei dem sie oft nicht mitreden können.

Keinen Ausweg haben, kein Selbstbewußtsein- ab und hinein ins Internet um alles zu vergessen und sich selbst mit unzähligen Fotos als „anderer Mensch“ zu verkaufen, das ist leider die Masche vieler geworden!

Sich abzu-lenken, abzu-kapseln, sich nicht mehr mit Freunden treffen- ein Leben zu leben, welches nur noch in den eigenen 4 Wänden stattfindet wird und ist immer mehr charakteristisch für viele. Niemand wird süchtig, wenn man ihn/sie 12 Stunden vor den Rechner setzt. Es ist vielmehr eine explosive Mischung aus eigener Veranlagung, dem sozialen Umfeld & dem Suchtpotential des Internets selbst. Helfen müssen wir, wenn jemand in diese virtuellen Welten abdriftet & ihm/ihr verdammt nochmal zeigen, dass das echte Leben viel schöner, eindrucksvoller & nachhaltiger ist als der virtuelle Wunschtraum…

Anbei noch eine kleine andere Reportage, die das ganze versinnbildlicht:

Quellen: Picblow