Wie ihr bestimmt auch wisst, setzen Blogger Trends, sie berichten jedoch über selbige. Was zuerst da war, kommt mir oft wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei vor: Einerseits können Foodblogger mit ihren Artikeln zu wichtigen Influencern werden und bewirken, dass die Restaurants, über die sie berichten, plötzlich aus allen Nähten platzen. Auf der anderen Seite sind auch sie darauf angewiesen, sich gut zu vernetzen, um immer über die neusten Trends berichten zu können. Im Grunde kann jeder zum Blogger werden, der gerne isst und fotografiert.

Diese Tipps erleichtern den Einstieg in die Foodblogger-Szene:

  • Technik

Wer aus reiner Freude am Kochen oder Backen einen eigenen Blog erstellen will, dem reichen fürs Erste meist kostenlose Angebote für Einsteiger. Dazu zählen etwa WordPress oder Blogger.com, die kein technisches Know-how erfordern und bereits Designvorlagen liefern. Individualisieren lassen sich diese jedoch nur begrenzt; zudem sind keine eigenen .de-Domains verfügbar: Die kostenlose Version bietet lediglich Subdomains á la meinblog.wordpress.com. Wer mit seinem Blog viele Leser erreichen will, sollte sich daher überlegen, auf eine flexiblere Designvorlage zu setzen und eine eigene Domain bei einem der Online-Anbieter zu registrieren. Dabei empfehlen sich vor allem kurze, einprägsame Domain-Namen. Als Alternative zur stark gefragten .de Domain ergeben sich mit den neuen Top-Level-Domains der ICANN wieder neue Möglichkeiten – dazu gehört u.a. die .blog-Domain, die man sich bei Anbietern wie 1&1 sichern kann.

  • Trends aufspüren

Auf Foodblogs liegen derzeit ja vor allem Lebensmittel im Trend, die die Gesundheit fördern und uns leistungsfähiger machen sollen – das sagt auch der Trendforscher Peter Wippermann. Thematisch könnte der Fokus eines Blogs also bspw. auf veganen Cupcakes liegen. Besonders gerne lese ich persönlich Artikel, die gleichzeitig mit dem Rezept eine Geschichte erzählen. Das kann ein geheimes Familienrezept der Großmutter sein oder eines, das jemand aus dem Urlaub mitgebracht hat. Um auch bei den neuesten Trends auf dem Laufenden zu bleiben, sollte man sich am besten in Szenevierteln bewegen und online mit anderen Foodbloggern vernetzen. Je genauer man dabei seine kulinarische Blog-Nische definiert, desto besser lässt sich die Zielgruppe ansprechen und desto höher sind die Chancen, die Aufmerksamkeit der Follower langfristig zu halten. Ziel ist schließlich, immer als erster zu wissen, an welchen Läden sich die längsten Schlangen bilden, wer neu eröffnet hat und welche Shops vielleicht sogar an einer Kooperation interessiert sind.

  • Bilder

Neben Erfolgskriterien wie gutem Inhalt, stilistischem Wiedererkennungswert und regelmäßigen Posts sind Bilder das „täglich Brot“ von Foodbloggern – mehr noch als bei anderen Themen. Denn das Auge isst bekanntlich mit. Von Bildern, die scharf gestochen sind und uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, leben die Webseiten. Wer bisher nur verschwommene Fotografien von seinem Mittagessen auf Facebook gepostet hat, sollte sich ein Beispiel an den Bildern der 15 einflussreichsten Foodblogger Deutschlands nehmen. Neben der hohen Bildqualität ist mir vor allem die Farbenpracht der Gerichte aufgefallen. Tipps und Tricks, wie ihr euer Essen richtig in Szene setzen könnt, findet ihr z.B. auf dieser Seite.

Guten Appetit und auf einen guten Schnappschuss!
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