Einen wunderschönen Dienstag-Abend liebe Freizeitcafe-Leser. Über die WhatsApp Sucht in Beziehungen hatten wir uns ja hier schon ausgelassen. Es ist ungemein bekannt, was das grosse F und das ewig klingelnde WhatsApp-chen für Zeitfresser sind. Manchmal wünschte ich mich in die guten alten Zeiten ohne das alles zurück. Heute stehen wir eher hier:

via 9gag

Der Blick, der nach draußen geht- über eine Gefängnismauer in eine grüne reale Welt, die für viele leider nicht mehr real ist: Sie sind eingeschlossen. Eingeschlossen in Ihrer Sucht, ver-wachsen mit dem Smartphone und/oder der eigenen virtuellen Einsamkeit…

Immer und allzeit bereit, das „Leben der anderen“ via Facebook oder WhatsApp Status zu begutachten -selbst aber kein Teil dieser Person oder dieses „scheinbar“ besseren, anderen, bunten Lebens zu sein. Das Leben spielt nur noch da draußen. Das ist traurig wenn man sich umschaut. Dagegen muss etwas getan werden. Ich selbst kenne zu viele, die Ihr Surf-oder WhatsApp Verhalten nicht mehr kontrollieren können.

Gelöschte WhatsApp Verläufe kinderleicht wiederherstellen? Kein Problem!

Die Vergangenheit ruht nicht. Sie wird uns immer einholen. Vor allem Digital! Das kann ebenfalls zum Problem fürs eigene, reale Leben führen – in dem man damals noch Geheimnisse und Chats für sich behalten konnte.

Giga.de Android hat diesbezüglich jetzt herausgefunden, wie man selbst alte oder selbst gelöschte Chat-Verläufe via WhatsApp wieder- herstellt. Da denke ich mir für meinen Teil: Wenn man jenes schon selbst mit konkreter guter Anleitung bewerkstelligen kann- was kann das erst die NSA? Milliarden werden hineingebuttert in diese Systeme, Abhörmethoden in denen man ganze Gesprächsverläufe bereits verschriftlicht darstellen kann, die unzähligen Serverbauten in der Arktis.

All das ist für mich kein Gefühl von Freiheit mehr – sondern dafür, dass die Gefängnismauern dicker werden. Man sammelt ALLES – über Dich, über mich. Jene Firmen die dies tun haben wir selbst stark gemacht: Mit unserer unendlichen WhatsApp-Nutzung, Dauerbeschallung und vor allen durch die Nutzung des grossen F´s.

Wann kommt der Moment, in dem man wieder Türen öffnet & die Privatheit – und die damit-verbunde Freiheit reinlässt?

Fakt ist: Es kommt derzeit Bewegung in unseren Datenschutz. Man spricht endlich über Mittel und Wege aus der Datenfalle. Klärt uns auf, dass Google und Yahoo in Kombination unsicher sind, da ausgespäht. Zeitgleich werden wir dazu angehalten verschlüsselte E-Mail-Techniken anzwenden, mehr auf unsere eigene Sicherheit zu achten, in uns selbst die Dosierung unserer WhatsApp Nutzung und Co. zu finden.

Doch reicht das aus? Grenzen für die abfischenden Unternehmen müssen her- keine Anreihung von gut-gemeinten Möglichkeiten für uns!

Denn was nützen alle tollen neuen Angebote, neu-entstandene Verschlüsselungs- Geschäftsfelder und Co. für Industrie; Politiker und vor allem den größen Teil: uns Privatmenschen- wenn man sie doch seitens NSA kinderleicht knacken kann? Dort ist man immer Jahre weiter, weil einfach da Budget da ist. Bei uns in Deutschland kümmern sich ganze und stolze 10 Mitarbeiter um „unsere Sicherheit“.

Die Lösung: Ein eigenes System für Deutschland & Europa auf die Beine stellen. Gründer-Deutschland ist doch sonst immer so taff in allen Zeitschriften und Magazinen beschrieben. Warum hat eigentlich keiner den Mumm dazu? Vielleicht fehlt es an Förder-Unterstützung, an Mut, an Visionen, an Ehrgeiz, an Ambitionen. Noch habe ich Hoffnung- und Ihr?