Wir alle kennen Sie. Wir lieben – oder hassen sie. Den oder die sogenannten „Fenster-Rentner.“

Fenster-Rentner sind diejenigen, die alles und jeden auf Ihrer Strasse kennen. Auch in meinem noch eher kurzem Leben durfte ich solche Choriphäen der Straße be-wundern lernen.

Einfach das Fenster auf; bequem ein Kissen unter die Ellenbogen geschoben & los geht´s mit der Adlerperspektive auf die Strasse.

Jede noch so kleinste Bewegung wird wahrgenommen, innerlich zusammen-gepuzzelt, darüber nachgegrübelt und der Sinn dahinter erschlossen, die Geschichte verfeinert und anschliessend womöglich noch mit den Nachbarn irgendwann als „neuester Tratsch“ ausdiskutiert und vor allem ge-teilt; neudeutsch „ge-shared“…

Sharen will ich auch hier mit Euch 1x den Fensterrenter par exellance als Buch samt Autogramm des Autors und zusätzlich einer Tasse vom Freizeitcafe (unten mehr dazu)…

Weiter im Text. Man kann es nehmen wie man es will- manche Menschen haben Zeit für genau soetwas: Das be-gaffen. Das Leben der Mitmenschen ist ja auch spannend. Spätestens Facebook hat uns junge Leute schon mit der „Neugier an den anderen“ infiziert. So ein Fenster-Rentner ist also die 2.0- sagen wir besser 3.0 Perfektion unser selbst. Letzendlich sind wir also alle irgendwo Fenster-Renter. Schon jetzt- noch lange vor der eigentlichen (wirklich eintreffenden?) Rente…

Dat Leben is kein Trallafitti Buch – kann nen echtes Liedchen davon singen

Erschienen im Fischer Verlag & von Otto Redenkämper verfasst, wird von einem echten Fenster-Rentner die Welt erklärt. Jener hat übrigens einen eigenen Blog im Netz, postet fleissig Bildchen auf Instagram und twittert gerne auch einfach mal drauflos – bis hin zum Freizeitcafe, wo er mich erreichte. Dankend kann ich also nun ein Buch an Euch- liebe Leser- hier verschenken.

Der Inhalt des Buches: … ist erfrischend, flott vonne Hand geschrieben, nahezu spritzig beseelt

Ich als echter Bochumer Ruhrpottjunge musste bei so einigen Passagen herzhaft auflachen. In einzeln- aufgemachten Geschichten (auch für „mal Kurz-Nen-Kapitel-Lesen-Leser“ geeignet), in denen bewegende Weltthematiken thematisiert werden, kann man da schon eine Menge für sich selbst herausfinden. Gleichfalls natürlich- falls noch nicht darin geschult oder damit vertraut gemacht- eine gehörige Portion „Ruhrgebiets-Slang“ mitnehmen. So wird beispielsweise mal über die „vermaledeite Technik“ geschimpft mit Worten wie “ mein Handy hat schon wieder keinen Saft mehr.“

Zu dem Fiasko pflichte ich mal eben bei: Also dat kenn auch ich lieber Otto. WhatsApp lutscht son Akku ganz schön leer…Kinners! Ich finde mich soeben wieder. Wie so oft im Bücherl. Oft wird das Handy übrigens auch „Schmierphone“ genannt. Klopper, oder?

Die aufklärende“Kinners“-Ansprache zu Beginn eines jeden Kapitels, sowie das „Glück Auf“ (der Klassiker und gängiger Bergmann-Spruch) zum Schluss eines jeden Kapitels begleitet uns. Letztendlich haben mich so Sätze wie…

„Zieht Eure Joggingbuxen stramm, wir bringen den Ruhrpott eigenhändig dahin, wo der hingehört. Nach ganz oben.“

….so weit inspiriert, dass ich daraus ein positives Irgendwas für mein Leben herraus entwickeln konnte- sagen wir eine gehörige Portion Aufbruchstimmung mit Ruhrgebietscharakter. Das Buch hat eindeutig Mehrwert. Däumeken hoch. Danke an Otto Redenkämper jedenfalls für dieses vollbrachte Meisterwerk.

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Wenn IHR es gewinnen wollt – oder sagen wir besser „alles was auf dem Bild zu sehen ist“- nur zu: Schreibt mir Euren liebsten Ruhrpott-Spruch via Kommentar. In genau einer Woche wird hier die Gewinnerin/der Gewinner im Blog veröffentlicht. Glück Auf Ihr alle!