Neue Woche, neues Glück. Nicht so in einem kleinen Städtchen in den Niederlanden: Ein Mädchen hatte zu Ihrer Party via Facebook eingeladen- es sollte ein schöner privater 16ter Geburtstag unter Freunden sein. Nun ja- die Einladung war, wie auch schon im Fall Thessa &  vermutlich versehentlich mal wieder öffentlich sichtbar für alle Gestalten auf Facebook & vor allem wohl für diejenigen, die keinen anderen Freundeskreis haben! Es verbreitete sich sodann wie ein Lauffeuer unter dem Namen Project X Party in Haren (das liegt bei Groningen) in der geifernden Masse.

Selbsternannte Party-Planer wie dieser hier via  YouTube-Film machten Werbung dafür (ziemlich krank, oder?) & natürlich wurde das ganze auch durch T-Shirtverkauf und unzählige T-Shirts in die Mengen geflutet um anzuheizen.

Nach 20.000 Anmeldern, von denen mehr als 3000 auch wirklich erschienen brach dann- obwohl sich die Kleinstadt sogar für den Ansturm gerüstet hatte mit Straßensperrungen & Alkoholverbot am Bahnhof(was natürlich zuwenig war)- die Hölle los: Straßenschlachten, Autobrände, wütende Zerstörung, brennende Schuppen sowie geplünderte Geschäfte.

Das Resümee der ganzen Superparty: 30 Verletzte, 30 Festnahmen, ein starkes (oder schwaches? bei dieser Menge) Polizeiaufgebot von 600 Mann, ein Schaden in Millionenhöhe (wir hatten hier einmal resümiert wer eigentlich für soetwas aufkommt) & das jetzt 16-Mädchen wird aufgrund Ihres einzigartigen Geburtstages mit Ihrer Familie nun sicher auch nicht die begehrteste in der kleinen Ortschaft mehr sein. Ob also Existenzen zerstört sind, wird die Zeit zeigen.

Es gibt inmitten dieses ganzen Chaos aber auch mittlerweile Menschen, die eine Gegenbewegung starten & helfen wollen – eigentlich sollte man nur DAS erwähnen & die Aufmerksamkeit NICHT den Idioten schenken! Das Projekt der Gegenseite trägt mit mittlerweile über 32000 Likes das  ProjectCleanXHaren.

Unser Fazit: Manchmal ist es doch wirklich verwunderlich, was Menschen sich da antun: Erst alles zerstören um es danach wieder aufzubauen? Wobei ich ja wieder denke: Diejenigen, die an der Zerstörungswut & beim Blumentopf-werfen ganz vorne waren, schlafen wohl jetzt noch Ihren Rausch aus. Der prozentuale Anteil derer, die bei der Zerstörung dabei waren & jetzt helfen, dürfte also minimal sein. Die „Aufräumer“ sind die anderen, die Ihre netten Nachbarn und Freunde nicht alleine lassen wollen in dieser Situation. An die anderen, die an dieser Eskalation womöglich noch Freude hatten: Schämt Euch!

In diesem Sinne…einen hoffentlich nicht so heftigen Start in die neue Woche. Euer Freizeitcafe-Team.