Glaubt man einer Studie von Bitkom, ist inzwischen ungefähr die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands bei einem Social Network angemeldet. 40 Millionen Menschen nutzen demnach bereits Facebook, Studi-VZ und co. Verglichen mit dem letzten Jahr sind demnach noch mal ganze zehn Millionen Benutzer hinzugekommen. Frauen sind dabei etwas stärker vertreten als Männer.

Diese beeindruckenden Zahlen sind aber schon fast lachhaft, wenn man sie mit den Useranteilen bei unter 30-jährigen vergleicht. ganze 96 Prozent, der jüngeren Zielgruppe haben bereits ihre Heimat im Web 2.0 gefunden. Doch auch die 30- bis 49-jährigen können sich dem Phänomen nicht entziehen. Achtzig Prozent von ihnen haben mindestens ein Profil.

Doppelt hält besser

Doch wer nur ein Profil hat gehört anscheinend zu einer aussterbenden Spezies. Der Trend geht eindeutig zur Mehrfachmitgliedschaft. Viele Menschen sind inzwischen bei zwei oder drei Netzwerken zugleich angemeldet. Im Schnitt hat jeder Anwender dadurch 2,4 Mitgliedschaften.

Vor allem aber „kennt“ man dort viele Leute. Im Durchschnitt hat jeder Nutzer 133 Kontakte in seiner Liste. Bei unter 30-jährigen sind es sogar über 200 Kontakten. Erst ab fünfzig scheint man sich wieder auf das wesentliche zu konzentrieren. Hier finden sich nur noch weniger als 30 Freunde auf den Kontaklisten.

Soviel Aktivität hat natürlich auch ihren Preis. Gezahlt wird dabei in Zeit: Immerhin 11 Prozent der User verbringen laut Befragung mehr als zwei Stunden täglich in den sozialen Netzwerken. Jeder vierte beschwert sich dabei über unangenehmen Kontaktanfragen.

Beim Datenschutz scheiden sich die Geister

Interessant sind aber auch die Ergebnissezum Thema des Datenschutzes. An dieser wichtigen Frage spaltet sich die Nutzergemeinde in zwei Lager. Die Hälfte der Befragten gab an sehr viele Informationen von sich Preis zu geben. Die andere Fraktion möchte möglichst die Kontrolle über Inhalte und Privatsphäre behalten.

Hier kann sich eigentlich jeder mal die Frage stellen: Zu welchem Lager gehöre ich?

BITKOM jedenfalls, empfiehlt, bei der Wahl eines sozialen Netzwerks genau auf dessen Datenschutzbestimmungen zu achten und die zur Verfügung stehenden Datenschutzeinstellungen gezielt einzurichten.

Quelle: Bitkom