Guten Morgen liebe Leser. Es ist mal wieder Zeit für neue Technik. Für Virtualität. Und zwar eine, die mich in höchstem Maße die letzten Tage überrascht hat- aufgrund Ihrer Tiefe und der vermeintlichen „Echtheit“ darin.

Die Rede ist vom Michael Jackson „Hologram-Auftritt“ bei den Billboard Music Awards 2014. Ziemlich lebensecht kam dieser dort nämlich daher – mit seinem „neuen Song“ namens „Slave to the rhythm.“

Die meisten Youtube-Versionen davon sind bereits gesperrt, aber ich konnte hier noch eine Performance für Euch auftreiben….

Nach diesem Spektakel und monatelanger Produktionsarbeit eines ganzen Teams (die Schöpfer von AVATAR u.a.) redet man drüben im Amiland von nichts anderem mehr- DAS hatte eindeutig alle anderen Künstler& Auftritte dort in den Schatten gestellt.

Dabei war im Vorfeld genau dieser Auftritt von Medienseite als „geschmacklos“ kritisiert worden. Produzenten & Manager störte das wenig- ein Gericht genehmigte letztendlich die Verwendung des Materials. Es geht letztendlich auch hierbei immer um das Geld – und hey so eine Produktion kostet in diesem Ausmaß von mehr als 4 min Show mit dieser Technik locker 1 Million Dollar.

Ähnliche „Hologram-Auftritte“ gab es auch schon von Celine Dion mit dem verstorbenen Elvis Presley im Duett oder auch vom „Geist“ des 2Pac – einem der bedeutendsten Rapper unserer Zeit.

Ich für meinen Teil muss gestehen, dass ich schon sehr begeistert bin von dieser neuen Technik. Jetzt aber kommt das große ABER: Ist das wirklich etwas schönes? Und macht es Euch nicht auch Angst? Ich kann wenigstens sagen, dass ich den „echten Michael“ 1997 leibhaftig live er-lebt habe. Ist es via Hologram dasselbe?

Wird es in der Zukunft bald „normal“ sein sich die Beatles, MJ und alle anderen großen Künstler auf einem „Hologram-Konzert“ in Erinnerung zu rufen? Wollen wir Menschen nicht das „echte“ Live-Erlebnis und lieber Künstler zum anfassen? Ich bin auf Eure Meinungen zu diesem heiklen Thema da draußen gespannt & wünsche Euch einen wunderbaren Mittwoch.