Liebe Freizeitcafe-Leser, es ist keine Neuigkeit, dass die Belastung der Bevölkerung durch Stress vor allem im beruflichen Bereich seit Jahren stetig zunimmt. Lange Zeit war die Lage auf dem Arbeitsmarkt sehr angespannt. Der Mensch ist nur Arbeitskraft.

Der Mensch ist austauschbar! Jeder ist austauschbar!

Kein Wunder, dass viele immer wieder körperliche Warnsignale ignorieren und ihre eigenen Grenzen der Belastbarkeit überschreiten. Geschieht das nur gelegentlich, ist das noch kein Grund zur Sorge. Nicht selten wird die Ausnahme jedoch zum Dauerzustand und damit zu einer ernsthaften gesundheitlichen Gefahr!

Das Leben wird immer stressiger!

Und ganz ehrlich – wie viele von euch stellen nach Wochen voller Überstunden und nicht einzuhaltender Deadlines eines Tages wirklich die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund und erklären, dass es so nicht weitergehen kann? Ohne eure Antworten zu kennen, bin ich mir ziemlich sicher, dass die meisten erst die Initiative ergreifen, wenn ernsthafte körperliche oder psychische Probleme wie Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, mangelnde Konzentration oder schlimmstenfalls ein Burn-out auftauchen. Also wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist…

Stress ist gut – mit dem richtigen Ausgleich

Dabei soll hier gar nicht Stress per se verteufelt werden. Ganz im Gegenteil, in seiner positiven Form ist er sogar sehr hilfreich und ermöglicht es, im Arbeitsalltag immer wieder kreative Lösungsansätze zu entdecken und sich auch nach längerer Zeit im selben Arbeitsbereich aufs Neue kompetent und wertgeschätzt zu fühlen.

Doch auch die negativere Form von Stress ist nicht automatisch bedrohlich, denn für jegliche Form von Stress kommt es in erster Linie darauf an, dass die Betroffenen einen passenden Ausgleich finden.

Jeder braucht ein Ventil, um mal so richtig Luft zu machen!

In den meisten Fällen funktioniert das über körperliche Betätigung besonders gut, denn anstrengende Sporteinheiten unterstützen den Abbau des Stresshormons Cortisol im Körper und fördern die Ausschüttung von Endorphinen. Bildlich gesprochen werden die dunklen Cortisol-Wolken durch einen ordentlichen Sturm vertrieben, sodass wärmende Endorphin-Sonnenstrahlen ihren Platz einnehmen können und sich ein regelrechtes Glücksgefühl einstellt. Weitere Informationen zum Zusammenspiel von Stress, Gesundheit und Sport gibt es in diesem informativen Artikel auf fitness.de, in dem ausführlicher auf mögliche Ursachen und Gegenmaßnahmen eingegangen wird.

Trendsportarten, Handarbeit, Kreativität- Doch was, wenn man zu denen gehört, für die der beliebteste Stress-Ausgleich – nämlich die regelmäßige Jogging-Runde oder die sportlich-herausfordernde Fahrradtour – weniger eine Belohnung als vielmehr eine Strafe darstellen? Ausdauersport ist nun mal nicht jedermanns Sache.

In diesem Fall lohnt es sich, nach Sportarten Ausschau zu halten, in denen der Spaß an der Sache im Vordergrund steht. Dafür kommen zum Beispiel sämtliche Ball- und Teamsportarten oder auch die in jeder Saison neu aufkommenden Trendsportarten infrage, die oftmals Geschicklichkeit, Spaß und anstrengendes Training locker miteinander verbinden.

Für alle, die um jede Form von Sport einen großen Bogen machen wollen, gibt es dennoch gute Nachrichten. Auch Gartenarbeit oder Handarbeiten können einen guten Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag darstellen und eine beruhigende, fast meditative Wirkung haben. Ganz ähnlich die künstlerische Betätigung mit Stiften, Pinseln und Farben, beim Töpfern, Fotografieren oder Musizieren.

Entscheidend ist lediglich, dass die ausgleichende Beschäftigung möglichst wenig mit dem Arbeitsalltag gemein hat und der oder die Ausübende nicht einen so großen Ehrgeiz an den Tag legt, dass auch diese Beschäftigung als Stress empfunden wird. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Freude beim Entspannen!