Wenn man sich zu sicher fühlt, macht man oft einen Schritt zu wenig. So ist es im Leben und so ist es auch auf dem Fußballplatz. Traumfußball war geboten worden von unserer deutschen Elf gestern- das aber leider nur für 60 Minuten. Danach war man wohl schon- es war schliesslich das letzte Deutschland-Spiel 2012 – in die Weihnachtsferien vertieft. Böse Zungen behaupten sogar dass sie wahrscheinlich nur für 30 Min trainiert waren, oder dass die teuren Smartphones bereits in der Unterhose klingelten…

Blickt man in die Social-Media und Twitter-Welt hinaus ist „fußballerische Götterdämmerung“ angesagt: Man kritisiert hier, man fachsimpelt da- mal ist die Einstellung Schuld, dann der Trainerstab um Löw…

Um es mal auf den Punkt zu bringen:

Das was da gestern beim 4:4 gegen Schweden passiert ist ( man führte 4:0), klingt zwar unglaublich – und dafür gibt es keine Endschuldigung  (Zitat aus Twitter: „Ich muss doch auch 8 Std arbeiten und nicht nur 5!)- letztendlich ist es aber mal wieder nur ein Spiel. Ein einziges. Nur dummerweise das letzte diesen Jahres, welches eigentlich ge-krönt daherkommen sollte- weil es eben haften bleibt in den Köpfen der Fußballverrückten Deutschen.

Ich kann mir jedenfalls durchaus vorstellen dass an diesem Abend/ in dieser Nacht so einige (zunächst positive) Pressetexte nochmal umgeschrieben werden mussten. Wo man aber schon in Berlin war, hat man diesen sicherlich 2-seitig berauschenden Fußballabend sicher noch gut ausklingen lassen. Auch wenn unsere Elf zum ersten Mal seit dem Märchensommer 2006 im Grunewald Schlosshotel residierte, ist man sicher noch kulinarisch irgendwo gut untergekommen- sei es denn am Spieleabend noch oder am Tag danach.

Ob es jetzt die Berliner Restaurants mit guter Küche sind oder andere: In einem dezent beleuchteten Ambiente, das fast alle gut aussehen lässt, wird man sich sicher der Heldentaten und vieler gewonnener Spiele dieses Jahres rühmen. Irgendwie haben wir ja auch eine gute Mannschaft. Und klar- das letzte Spiel war schon sehr verrückt. Aber so ist das eben manchmal. Fußball-Deutschland sollte aber nicht den Kopf hängen lassen. Man stöhnt hier auf sehr hohem Niveau. Im Leben kommt es auch oft dicke, wenn die Konzentration nachlässt-  und diesmal haben wir eben im Fußball mal ein wirklich sehr gutes Beispiel in vier-facher-Ausführung mit-erleben (müssen).

Nichts desto trotz: Mit Blick auf die WM-Tabelle ist Deutschland weiterhin mit seinen zehn Punkten aus vier Spielen Deutschland ein souveräner Tabellenführer. Die WM in Brasilien 2014 kann also kommen und demnach auch mehr Lebens- und Fußballfreude wiederauferstehen lassen.

Wir vom Freizeitcafe wünschen Euch einen tollen Start in den Mittwoch

Bildqulle: Oli Hilbring- mehr Bilder von ihm hier