Ich glaub es geht schon wieder los. Der eine ist abgetreten- das Buch endgültig geschlossen. Endlich Ruhe. Scheint so! Trittbrettfahrer wollen nun im Netz ein „Internetmärchen“ vom „bösen Gauck“ aufbauschen – „Gauck Bashing“ heisst es schon so schön wie eine neue Sportart. Man darf ja kritisch sein liebe Netzbewohner. Wenn kritsch, dann aber mit Fakten! Alles andere nervt & zeigt, dass Ihr nicht wirklich nachdenkt, über das was Ihr da so in die Welt setzt und in ein paar Zeichen twittert! 😉

Wir vom Freizeitcafe haben einmal nachgeforscht, wollen der Hysterie und den Binsenweisheiten mit unserem Artikel hier ein Beinchen stellen. Was denn da wirklich dran ist am „bösen Gauck“, welchen Worten man Glauben schenken kann & ob der neue Bundespräsident wirklich UNSER Bundespräsident ist, erfahrt Ihr hier:

Hier nur eine kleine Anzahl der unsäglichen Twittermeldungen, die im Minutentakt auf uns herunterrieseln & wohl unser Gehirn und unsere Meinung weichspülen/ erhärten sollen. So gehts nicht!

Kommen wir zunächst einmal zur Person Joachim Gauck:

Fragt man ihn nach der Bedeutung von Freiheit und Demokratie, dann kann der 72-jährige mit seinen Worten Herzen erwärmen. Er ist nicht Aalglatt wie ein Jungspunt Wulff. Gauck versteht es zudem wie kein Zweiter, auch schwierige Inhalte in kluge Worte zu kleiden- er ist im Vergleich zum Vorgänger Wulff ein großer Redner mit Überzeugungskraft & Bürgernähe! Er wird den Menschen also sagen, worauf es in der Bundesrepublik ankommen sollte. Dafür wird er geschätzt. Nicht mehr nicht weniger – Dellen hat sein positives Bild im Grunde genommen nicht verdient.

Dazu ist er populär beim Volk: Wäre das Rennen um die Köhler-Nachfolge an den Bildschirmen entschieden worden – Gauck wäre schon damals oberster Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland geworden! Denn: Schon im Juni 2010 organisierten sich die Menschen zu Zehntausenden bei Twitter und in Facebook- Gruppen, um ihm zu huldigen- er ist wohl jetzt noch ein Politiker, der sich in unzähligen Favoritenlisten wiederfinden lässt!

Jedoch kennen wir es alle- das Internet vergisst nie etwas! Es zu nutzen ist gut- es zu mißbrauchen aber „unfein“ :

Herr Gauck hat in den letzten Monaten Interviews gegeben. Zu vielen Themen menschlich und politisch Stellung bezogen. Nun werden gerade aber aus diesen Interviews Wortfetzen und aus dem Zusammenhang gerissenen Aussagen in der Facebook-Twitterlandschaft gegen ihn verwendet. Bruchstücke verfälschen bekanntlich das gesagte & sind Wasser auf die Mühlen der Trittbrettfahrer, die nun mit dem Namen „Gauck“ Traffic oder andere – nur Ihnen nützliche Dinge- erzielen wollen! Menschlich ist soetwas schlichtweg widerlich!

Nehmen wir hierzu einige Beispiele auf & vergleichen sie mit dem, was er tatsächlich sagte:

1 Beispiel : Thema Occupy- die Bankenproteste! Ein Interview

Gauks umfangreiche Antwort  zu dieser Thematik beginnt mit den Worten „Unsäglich albern“… und nur diese beiden Worte werden aufgenommen & verwurschtelt im Netz!

Was Gauck in seiner langen Antwort eigentlich aussagt, ist : „…dass die deutsche Protestkultur von Hysterie geprägt sei. Das wiederum läge an den Politikern, die den Menschen nicht ausreichend erklären, warum welche Entscheidung getroffen wird. Proteste als Mittel zum Meinungsaustausch findet Gauck wichtig(!)“

Jenes liegt in seiner eigenen Gesichte begründet- in seiner persönlichen! Er ist DER PROTESTLER!! Aber klar- von anderen, unwissenden dargestellt als : DER HERAUSHALTER. Wägt nun selbst einmal ab, was denn nun richtig ist. Die Antwort sollte jedem schnell zu Kopfe schiessen!

2 Beispiel : Gauck der Sarrazin- Freund

Sarrazin- Image und polarisierendes Bild hierzu : Ausländer- Hasser! Gleichsames wird oder soll nun auf Herrn Gauck übertragen werden. Seinerzeit nannte Herr Gauck den umstrittenen Autor nämlich „Mutig.“

Was hierbei unterschlagen wird, ist die Tatsache, dass Herr Gauck lediglich das „Anstoßen einer Integrationsdebatte“ mutig fand. Zu den wirren Aussagen Thilo  Sarrazins „zum Erbgut ausländischer Mitbürger“ gab er nie einen Ton ab. Aber warum 2 Worte nicht verwenden und einfach nur draufkloppen? Es kann so einfach sein! Menschen sind unvergleichbar- vor allem diese 2! Das „Freunde sein“ also ebenfalls hiermit entkräftet!

Zusammenfassend – hier mit 2 Beispielen recherchiert, kann man also sagen :

Gaucks Antworten fallen deutlich differenzierter aus, als sie derzeit fröhlich und zu einfach durch das Internet „getragen“ und „getratscht“ werden.

Stigmata statt Chance- in welcher Welt leben wir eigentlich?

Schön finde ich dazu folgenden Satz: „Nur wenn alle Seiten über den gleichen Wissenstand zu einer Sache verfügen, kann ein Gespräch auf Augenhöhe stattfinden.“ Eine Tugend, die von den Gauck-Protestlern derzeit wohlwollend ignoriert wird.

Wir sagen: Ja er ist wirklich UNSER Bundespräsident! & Gauck wird diese „Hetzkampagnen“ anders aufnehmen und nicht „wulffen“

Denn: Mit Desinformationskampagnen kennt er sich besonders gut aus! Zwischen 1990 und 2010 hat er sich nämlich hauptberuflich mit solchen Kampagnen beschäftigt – denn die Staatssicherheit setzte Gerüchte sozusagen als „Waffe“ gegen Ihre Feinde ein! So hiess es damals so schön: „…die bewusste Verbreitung von den Tatsachen grundsätzlich oder teilweise widersprechenden Informationen in Wort, Schrift, Bild und Handlungen ist ein probates Mittel im Klassenkampf, um Aktivitäten und Kräfte des Feindes in genehme Richtungen zu lenken-  beziehungsweise diese Kräfte zu verunsichern.“

Kurioserweise also auch genau auf die heutige Situation übertragbar! Mensch Leute- solche Worthülsen werden ihn und sein Amt nicht angreifen können! Wenn Ihr Kritik übt, dann mit knallharten Fakten und Recherchen! Darüber hinaus denkt einmal nur bitte nach : Ist er nicht auch nur ein Mensch?

Liebe Trittbrettfahrer, Dauer-Twitterer und Facebook-Gauck-Panikmacher/Märchenerzähler:

Seht es doch bitte so locker wie der Taxifahrer von Stern-TV! Jener hatte Gauck in seinem Taxi kutschiert; ihn für einen grauhaarigen normalen Mann gehalten. Jener bekam dann plötzlich einen Anruf von Frau Merkel & sagte nach kurzem Moment zu. Die ersten Worte waren : “ Lieber Mann, sie fahren jetzt den Bundespräsidenten! Fahren Sie mich zum Kanzleramt.“

Lasst Ihn also erstmal an- kommen & seinen Job gut machen…vielen Dank!