Zum ersten Mal im Leben schlägt die „Nachwuchsbäckerin“ ein Ei auf. Stimmt ja garnicht- Sarah packt aus. „Ich hab schon viele Eier aufgeschlagen& überhaupt ist alles nur Lug und Trug was mit uns veranstaltet wurde.“ Und Bernd schämt sich in Wirklichkeit. „Wir haben das verliebtsein nur spielen müssen.“

Wir hatten damals noch mit unseren großen Blogbeiträgen zu „Schwer verliebt“ zunächst empört gemutmaßt, was dort in Wirklichkeit bei diesen armen Menschen & beim Filmteam abgeht – nur haben wir die traurige Gewißheit nach einem Video mit der gescholtenen Sarah.“Barbiepuppen beim Sex gemalt, Barbiepuppentaufe, Schoko-Massage& diese Texte“- alles totaler, vorgegebener und unter Druck erzeugter Blödsinn. Die reinste Märchenshow, für die Sarah die 700 Euro Gage schon 3 fach an Ausgaben für Stromkosten der Scheinwerfer verrechnen konnte.

Öffentliche Hetzkampagnen und Public Viewing Veranstaltungen bleiben. Wo ist der Geschmack und die Würde der Menschen hin frag ich mich da manchmal? Einsame Singles werden sich durch solche inszenierten Hypes mit Ihren Unzulänglichkeiten nun noch mieser fühlen – die Suche nach realen Partnern wird sich aufgrund von Unsicherheit nun noch schwieriger gestalten.

Es ist doch wirklich traurig, dass Menschen, die ohnehin nicht ganz geistig auf der Höhe sind, so diffamiert werden. Sat 1 schämt sich jedenfalls nicht, einen zu 50% geistig-behinderten Menschen vor die Fernsehkamera zu zerren und Texte vorzugeben, die Quote bringen.  Sat1 wundert sich über die Aussagen &  dementiert „man zeige nur reales“ & es war alles so gewollt. Von wegen…

Auch die Rhein-Zeitung wandte sich dem Fall mittlerweile kritisch zu. Da man das Sendeformat ablehnt, wurde eine Webseite mit dem Namen „Auf Sarahs Seite“ ins Leben gerufen. Man will solchen Menschen helfen und sie unterstützen, nicht weiter Spielball einer Medienwut zu werden.

Wie die Redakteurin V.Müller in einem Radio-Interview mit RPR1 erklärte, habe man im Kampf gegen das „Trash-TV“ bereits die ersten Erfolge verzeichnen können. So habe ein Anwalt den Knebelvertrag, den die Produktionsfirma den Kandidaten ausgehändigt haben soll, als „sittenwidrig“ beurteilt. Überdies seien nach der Aktion auch weitere Opfer bereit, die Verschwiegenheitspflicht zu brechen und an die Öffentlichkeit zu gehen – wird auch langsam Zeit & einer muss ja immer anfangen, um den Stein ins Rollen zu bringen.

Auch auf politischer Seite tut sich nun etwas : Die Landesmedienanstalt prüft aktuell, inwiefern die Sendung gegen deutsches Recht verstößt. Bislang waren keine „Verstöße“ erkennbar. Fakt ist aber : Würde „Schwer verliebt“ verboten werden, würde Sat1 dies teuer zu stehen kommen.

Denn:  Zuschauer-Quoten sind trotz des“ fraglichen Inhalts“ steigend. 13% und mehr werden Sonntag-Abends dafür eingefahren. Richtig pervers, oder? Man sollte die Menschen und Zuschauer wirklich einmal aufklären, wie man den teilnehmenden Menschen mit genau dieser „Quote“ eigentlich schadet. Hetzkampagnen auf Facebook und im Internet gehen jedenfalls weiter- gebrandmarkt fürs spätere Leben. Selbst schuld oder Opfer liebe Teilnehmer?

Brit Hagedorn (die Produzentin) hat Sarah übrigens nie kennengelernt – soviel also zur selbsternannten Lebenshilfe der „Hardcore-Talkerin.“

Wir vom Freizeitcafe wünschen ein einen Mobbing-freien und wunderschönen Start ins Wochenende!