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Mythos Liebesschlösser. Liebesschlösser sind die verlängerte Aneinanderkettung der sich Liebenden. Und da der Valentinstag bald naht Ihr Lieben, lag es mir nicht fern, einmal für Euch zu erkunden, woher dieser Brauch eigentlich stammt.

Zumal ist es doch wirklich interessant, wieso man sich so „aneinanderkettet“ um die Schlüssel danach in Rhein und Co. zu werfen. Warum machen Menschen das überhaupt? Worin liegt der tiefliegende Sinn? Die Antwort findet Ihr in diesem Artikel…

Zunächst einmal zur Frage: Woher kommt dieser Brauch überhaupt? 

Der Brauch mit dem Liebesschloss selbst ist noch gar nicht so alt, wie man denken mag. In Europa ist dieser Brauch wohl durch die Absolventen der Sanitätsakademie San Giorgio in Florenz (Italien) als erstes aufgetaucht. Jene befestigten die Vorhängeschlösser Ihrer Spinde an der ältesten Brücke von Florenz, der Ponte Vecchio (unter dieser Brücke fließt der Fluß „Arno“).

Das Ganze sahen wohl einige „Verliebte“ in der Stadt Rom, welche dann wiederrum anfingen, hier und da ein Brückchen zu schmücken. Auch in einigen Liebesromanen und Filmen kommen jene Schlösser vor. Gerne werden diese graviert, oder mit Vornamen/den Initialen des/der Liebsten beschriftet. Ist ja auch viel viel persönlicher als so ein 0815 Schloß, welches den Keller sichert. So kann das Ganze dann für Verliebte aussehen – in schön:

Wo steht bei uns in Deutschland die bekannteste Liebesbrücke? 

Wenn ich generell an Brücken und Liebesschlösser denke, kommt mir eigentlich immer direkt die Kölner Hohenzollernbrücke in den Sinn. Das kuriose daran: Erst im Spätsommer 2008 wurden die ersten Liebesschlösser dort angebracht. Kinder, wie die Zeit dort mal (nicht) vergeht… ich hätte darauf wetten können, dass dieser Brauch dort schon länger Gang und Gäbe ist mit der Liebes-Schmückerei. So kann man sich irren…

Mittlerweile ist „das schmücken“ von Liebesschlössern an diesem Ort – wie wir alle wissen- zu einem regelrechten Kult mutiert. Ein Schloß wiegt im Durchschnitt  120g. Man schätzt, dass ca.170.000 Schlösser ihren Weg dorthin gefunden haben.

Es ist natürlich nicht verwunderlich,dass sich vor allem die Bahn oftmals etwas mehr „Brücken-Entlastung“ wünscht (es werden lediglich nur Schlösser an 4 Notausgängen abgehangen dort) – jedoch profitiert auch diese eher vom dem vermehrten, innerdeutschen Tourismus. Warum, liegt klar auf der Hand: Hier nehmen Pärchen extra ein Wochenende Zeit, um Köln zu besuchen und ein Schloss aufzuhängen.

Nun denn. Ihr wollt auch einmal einen schönen romantischen Städtetrip mit Eurem Partner/Partnerin machen und Euch ein Plätzchen für ein Schloß suchen? Ihr bekommt auf der verlinkten Seite auch eine tolle Übersicht mit genauen GEO-Koordinaten für alle sich liebenden Liebesschloss- Fans.

In Berlin ist das Anbringen von Liebesschlössern auf Brücken übrigens streng verboten. Also bitte auch immer darauf achten, dass Ihr das Schloß an gewissen Stellen auch rechtmäßig verewigen könnt.

Andere, schöne, bekannte Orte für Liebesschlösser weltweit (!) sind u.a.:

  • In Helsinki die Liebesbrücke
  • In Moskau über dem Wodootvodnij Kanal
  • In Salzburg am Makartsteg
  • In Paris die Passerelle de Solferino

In jedem Fall ist das Ganze aber eine sehr schöne Symbolik wie ich finde. Überhaupt noch „Symbolik in Liebesdingen“ zu haben (mal abseits von Eheversprechen und Co.) ist doch einfach nur schon. Man muss an etwas glauben können!

Wieso „ver-binden“ eigentlich Liebesschlösser? Worin liegt der tiefere Sinn & warum leisten Menschen solche bildhaften Schwüre der Liebe? 

Das Ganze hat natürlich – wie soll es auch anders sein – einen ganz psychologischen Ursprung:

Einmal ins Herz „geschlossen/verschlossen“ (symbolisch für das Schloß) und dann auf einer „Brücke“ (symbolisch für Nähe/Verbundenheit) in ein „fließendes Gewässer“(symbolisch für den „ewig-gut-laufenden- Liebesfluss“) geworfen, soll es bestenfalls „ewiges Glück“ in der Partnerschaft bringen.

Aber gehen wir einmal tiefer in die Psychologie: Andere empfinden genau diese Symbolik eines Vorhängeschlosses als Ausdruck liebevoller Verbundenheit als eher grotesk, gespenstisch oder ein-engend. Ein „weg-geschlossen“ im „Verlies der ewigen Liebe“ & dann sind auch noch die Schlüssel weg! Hups…muss das sein?

Auch dafür Ihr lieben, kritischen Wesen, gibt es zum Glück eine recht solide Lösung:

Behaltet einfach den Schlüssel bzw. tauscht diesen doch ganz romantisch auf der Brücke mit Eurem Partner/Eurer Partnerin aus & nehmt diesen dann mit Euch heim (Schlüssel und Partner/in natürlich- keine/n vergessen 🙂 )

Auf diese Art und Weise könnt Ihr demnach selbst auf die Symbolik Einfluss nehmen und macht überdies dann im Anschluss daran (einem schönen romantischen Candlelight-Dinner etc.) noch etwas ganz „persönliches“ aus Eurem Liebesschwur.

Also auf auf Ihr Lieben! Holt Euch ein schönes Schloß mit Gravur für Eure einzigartige Liebe. Auf das diese ewig hält. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit und schönen Sonntag!