Einerseits herrscht Informationsüberfluss, andererseits wird in sozialen Netzwerken über Konsumgüter gesprochen, werden Kaufempfehlungen gegeben und Urteile gefällt. Wieso werden Menschen populär? Wieso erhält die Meinung bestimmter Menschen Überzeugungskraft? Und was bedeutet das für die Werbung? Beim 23. Medienforum.NRW diskutierten Experten, wann Menschen die Merkmale einer Marke ausbilden und welche Folgen sich daraus ergeben können.

Wenn Top-Manager ihre Außenwirkung verbessern oder ändern wollen, wenden sie sich an ein Beratungsunternehmen wie die Deutsche Markenarbeit GmbH. Dort hilft Geschäftsführer Frank Dopheide, Manager sowohl für die Angestellten des Unternehmens als auch für die Öffentlichkeit als Persönlichkeit erkennbarer zu machen und sie als eine Marke zu entwickeln. Können plus Charakter mal Kontinuität: Auf diese Formel brachte Dopheide die Antwort auf die Frage, weshalb ein Mensch zur Marke werden könne. Die Basis jeder Markenbildung sei die besondere Fähigkeit eines Menschen. Der eine könne gut Fußball spielen, der andere gut singen und andere wiederum gut mit Zahlen umgehen. Außer dieser einzigartigen Fähigkeit sei aber wichtig, was solche Könner als Menschen wertvoll mache. Dieser Frage müssten sich die Menschen stellen und sich mit den herausgefundenen, besonderen Eigenschaften authentisch in die Öffentlichkeit begeben. Markenbildung ergebe sich dann durch die Steigerung des Bekanntheitsgrades, der Akzeptanz dieses Bildes von einem Menschen in der Öffentlichkeit und dem auf Dauer entstehenden Vertrauen. Im Idealfall folge diesem Prozess die Identifikation mit dem jeweiligen Menschen.Der Geschäftsführer der 99pro Media GmbH, Bernd Schumacher, hat die noch vor wenigen Jahren unbekannte junge Frau Daniela Katzenberger für den TV-Programmanbieter VOX mit Hilfe von verschiedenen Doku-Entertainment-Formaten als Marke aufgebaut. Dabei legt er Wert auf die Feststellung, Daniela Katzenberger sei keine Kunstfigur. Was in der Öffentlichkeit von ihr bekannt werde, sei ihr authentisches Leben. Am Anfang habe es den Plan gegeben, Daniela Katzenberger über den Zeitraum von zwei Jahren in Deutschland populär zu machen. Fünf Jahre gebe man sich Zeit, um in Europa Erfolg zu haben. Nach zehn Jahren schließlich solle Daniela Katzenbergers Wunsch von einem eigenen TV-Format in den USA verwirklicht werden können. Bernd Schumacher berichtete von der Vision, das 24-jährige TV-Talent Katzenberger als „internationale Unterhaltungsmarke“ zu positionieren.Auch Facebook spielt beim Austausch mit den Fans eine Rolle

Der Austausch mit den Fans über soziale Netzwerke wie Facebook ist bei Schumachers Karrieremodell ein notwendiger Bestandteil. Er glaube an die Zukunft von Daniela Katzenberger. Sie sei jung, entwickle sich und somit entwickle sich Daniela auch als Marke. Neue Lebensumstände eröffneten Möglichkeiten zu neuen TV-Formaten. So könnten die Zuschauer an der Partnersuche von Daniela Katzenberger in der Sendung mit dem Titel „Katze sucht Kater“ teilhaben.

Als Anbieter von Werbezeiten interessiert den Geschäftsführer des Lokalsenders center.tv, André Zalbertus, die Frage, wie in Zukunft Werbung geschaltet wird. Im Moment konzentriert er sich auf Entwicklungen im Social Media-Bereich. Dort zeige sich, so erklärte Zalbertus, wie Menschen mit Leidenschaft für ein Thema ein Publikum ansprechen. Für die Werbewirtschaft sei das interessant, weil durch die Begrenzung auf ein Thema zielgruppengenau Konsumenten erreicht werden könnten. In seinem Unternehmen sollen solche Menschen durch ihre Präsenz per Videoblog im Internet zu Marken aufgebaut werden. Als ein erstes Vorhaben, so kündigte Zalbertus an, werde demnächst ein täglicher Videoblog eines gecasteten Zigarrenrauchers um das Thema Cohiba-Zigarren ins Internet gestellt. Die Bindung von Usern an dieses Online-Angebot funktioniere über den authentischen Zigarren-Blogger, dessen Leidenschaft für die Sache der User spüre.

Facebook ist nach Ansicht von André Zalbertus „für eine Marke die größte Vertriebsmaschine der Welt“. Deshalb suche er nach weiteren Themen für ähnliche Angebote auf den Gebieten Gesundheit, Lebensmittel und Lifestyle.

Wir sagen: Der Mensch als Marke an sich ist der richtige Weg. Authentizität statt Mitschwimmertum! Wir – das Freizeitcafe- werden Euch genau das bald bieten…seid gespannt.

Quelle:

http://weser-ems.business-on.de