Ade Facebook. Politiker können wohl doch etwas & scheinen voran zu kommen für unseren Datenschutz. Am gestrigen 24. Oktober fand ein Expertengespräch des Unterausschusses  Neue Medien zum Thema „Datenschutz und Datensicherheit in sozialen Netzwerken“ statt. Der Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert sagte dort, die Zustände in sozialen Netzwerken in den USA seien „rechtswidrig und daher nicht zu halten“.

Heisst für uns : Fotos, die wir Nutzer in Deutschland hochladen, müssen nach deutschem Datenschutzrecht behandelt werden. Dies sei nun im Gutachten bestätigt! Facebook behält sich bisher das Recht vor, alle Bilder kommerziell zu nutzen und die Nutzungsrechte an Dritte weiterzugeben. Schon mehrmals hatten wir in unserem Blog hier erwähnt, dass dies eigentlich nicht geht! Wer will auch schon, dass unsere Fotos von irgend einer Firma zu Werbezwecken genutzt werden? Ich selbst will nicht zufällig mein Gesicht auf einer Zwieback-Packung im amerikanischen Supermarktregal sehen, ohne dies erlaubt zu haben! Ihr?

Laut dem Gutachten kann sich Facebook bei Bildrechten nun auch nicht auf irisches Datenschutzrecht berufen. Das gab der Internetexperte der FDP-Bundestagsfraktion Jimmy Schulz bekannt. Er stellte eine Anfrage an den Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages. Schulz wollte wissen, welche Rechte ein deutscher Nutzer am eigenen Bild hat. Daraufhin teilte die entsprechende Abteilung mit, dass „Facebook als nicht innerhalb der EU/EWG gelegenes Unternehmen in Deutschland personenbezogene Daten erhebt, nutzt und speichert“ und somit den deutschen Bundesdatenschutzvorschriften unterliegt.

Und es geht noch weiter : Geht es Unternehmen mit Facebook-Fanpages und eingebundenem Like-Button bald an den Kragen?

Es scheint so! Im kommenden Monat wolle der Landesdatenschützer vor dem Verwaltungsgericht klären, ob auch gegen Regierungsstellen und große Unternehmen des Landes, die Fanpages betreiben oder den Button eingebunden haben,Bußgelder von bis zu 50.000 Euro verhängt werden können.

„Bei Nutzung der Facebook-Dienste erfolge eine Datenweitergabe von Verkehrs- und Inhaltsdaten in die USA und eine qualifizierte Rückmeldung an den Betreiber hinsichtlich der Nutzung des Angebots“ das ist die sogenannte Reichweitenanalyse, argumentierte Weichert.

Richard Allan, Director European Public Policy bei Facebook, erklärte, der Konzern erstelle aus den Nutzerdaten keine persönlichen Profile. Der Facebook-Dienst für Nutzer in Deutschland werde von Facebook Irland bereitgestellt, wobei die europäischen Datenschutzbestimmungen voll beachtet würden. Achja…“voll beachtet“  aber nicht so ganz, wa? 😉 Schön, dass die sich endlich in die Nesseln setzen & Daumen runter für diese Aussage!

Quelle : Golem – IT News für Profis