Der britsche Sender Channel4, der seit 20 Jahren zu Weihnachten rum immer die Beiträge von ungewöhnlichen (aber wichtigen Persönlichkeiten) aus-strahlt, überraschte auch mich in den letzten Tagen mit einer ganz besonderen & vor allem nicht- erwarteten Person für jene Ansprache: Edward Snowden, den Staatsfeind Nummer 1.

Eigentlich soll dieser Beitrag geschichtlich eine Alternative zur Weihnachtsbotschaft von Queen Elizabeth darstellen – dieses Mal machte also Edward die Runde.

Und noch etwas erregt(e) in diesen Tagen meine Aufmerksamkeit: Der Hackerkongress 30C3 in Hamburg- mehr dazu nach dem Snowden Video (welches auf vielen Seiten schon gesperrt wurde)- obwohl der Mann meines Erachtens sehr viel Wahrheit in seiner Rede hat….

Snowden warnt dort einfach und schlicht vor der Überwachung, die derzeit stattfindet – und zwar so, wie es derzeit schon von George Orwell in „1984“ düster gezeichnet wurde. Ein grandioses Buch, falls Ihr dieses noch nicht gelesen habt- ich (musste) dies in der Schule lesen & bin meinem Lehrer auf eine Art und Weise jetzt dankbar dafür, dass man die Parrallelen zur heutigen Zeit einordnen und verstehen kann.

Es steckt sehr viel wahres in dieser Parallele, die wirklich düster für uns enden (kann)- aber nicht muss, wenn wir etwas dagegen tun.

Doch die Orwell’schen Visionen von damals sind nichts im Vergleich zu dem, was heute stattfindet. Neu geborene Kinder würden nicht mehr direkt wissen, was ein Privatleben sei, was Privatsphäre bedeutet.

Das ist ein Problem, denn das Privatleben ist wichtig, das Privatleben hilft uns zu bestimmen, wer wir sind und wer wir sein wollen.“ (Zitat Snowden)

Ich bin der gleichen Meinung: Schon als Baby sollten wir nicht in irgendwelchen Facebook-Kanälen via Foto umherschwirren. Man sollte wenigstens warten, bis das „Baby“ selbst irgendwann in späteren Jahren eigenmächtig bei Facebook seine Fotos posten kann und will. Mitspracherecht, Freiheit & der unbedingte Schutz der Privatssphäre sind auch für mich das allerhöchste Gut- welches wir uns nicht nehmen lassen sollten! Ich empfand Snowdens Worte jedenfalls als sehr gelungen & wir sollten ihm für seine Enthüllungen dankbar sein & es wenigstens versuchen diese Spionagemaschinerie irgendwie stoppen zu (wollen) und/oder einen Anfang dafür zu machen.

Meine Meinung zum 30C3 Gipfel & zur wohl vorraussichtlichen Video-Zuschaltung von Julian Assange in diesen Tagen:

Hinter den getönten Schreiben des Congress Centers am Dammtor in Hamburg sind sie derzeit am Werk & in Diskussion: Stolze 8000 Nerds, Hacker, Informatiker und die, die es werden wollen.Eine Uniformität und fast schon erscheinende Parrallelwelt in zumeist dunklen Kapuzenjacken (ohne Klischee-Behaftung bitte, ich bin selbst ein Nerd)- die es richten wollen, eine bessere Welt zu erschaffen. Das 30C3 steht übrigens für den 30. Chaos Communication Congress.

Mobilisierung und Weltenverbesserung mit dem digitalen Schwert

Waffen braucht man nicht für die Weltenverbesserung. Denn dies tun die Weltenretter nicht wie in der Ukraine und anderswo mit Pflastersteinen, Barrikaden & Eisenstangen- sondern mit leistungsstarken Laptops. Die Welt nachhaltig verändern lautet die Prämisse. Zudem noch die Aufmerksamkeit & die Aufregung um Julian Assange, der seine Ergüsse ebenfalls in den folgenden 4 Tagen dort zugeschaltet präsentieren will, machen Lust auf mehr. Ich werde das ganze natürlich aufmerksam für Euch beobachten & hier im Freizeitcafe darüber berichten.

In dem Sinne: Auf unsere Privatheit, auf den Schutz unserer Privatsspähre & auf die Freiheit – die wir uns selbst nicht nehmen sollten! Viva la Revolution – ich bin dabei!