„Jugendliche nutzen soziale Netzwerke nicht nur, um mit Freunden zu kommunizieren, sondern auch, um sich zu orientieren“ so Bernd Schorb, Professor am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Uni Leipzig.

In einer Studie wurde das Verhalten von Jugendlichen in sozialen Netzwerken untersucht. Dafür wurden 8000 Schüler im Alter zwischen 12 und 19 Jahren befragt. “Für Jugendliche gehöre es dazu, attraktive Fotos von sich selbst ins Netz zu stellen und zu zeigen, wie man gerne sein möchte. Entscheidend sei dabei, welche Resonanz man darauf bekomme. Das sei wichtig in einem Alter, in dem man seine Identität herausbilde.” (siehe auch Artikel von gestern „Krankheit Selbstdarstellung“).

Es zeigte sich allerdings auch, dass es den Nutzern oft egal sei, was sie verbreiten, denn das Internet sei schließlich da, alles öffentlich zu machen. Da kommt natürlich wieder das Thema Datenschutz auf. Allerdings sei es keine Option, sich dem Netzwerken völlig zu entziehen und das mache man heutzutage eben so. “Es ist ganz entscheidend, auch drin zu sein” erklärt Schorb.

Dass sich Jugendliche oft eine zweite Identität zulegen würden, sei durch die Studie offenbar nicht bestätigt worden, denn in der Regel würden die meisten Nutzer die Wahrheit von sich schreiben.

An dieser Studie sehen wir wieder einmal : Das soziale Netwerk im Internet ist wichtig für die Identitäts-Bildung; nur sollte man gut dosieren und bewußt machen, was man dort eigentlich tut – um seine noch nicht ausgeprägte Identität  in der virtuellen Welt nicht zu verlieren. Die Rückkehr zu mehr Realität im Alltag wäre also angebracht…

Quelle:

http://www.maerkischeallgemeine.de/