Pfandhäuser hatten für mich bisher immer ein verruchtes Image, findet man sie doch meist in abgelegenen Straßen oder direkt am Bahnhof. Erst kürzlich habe ich festgestellt, dass meine Sichtweise eigentlich total veraltet ist. Es gibt nicht mehr nur Läden, bei denen zwielichtige Leute alte DVD-Player oder Eheringe abgeben.

Stattdessen gibt es Pfandleihhäuser, die mit gutem Service und Online-Vertrieb von sich reden machen.

Auch wer eigentlich gut situiert ist, kann mal einen finanziellen Engpass haben…

Vielleicht möchte man ein neues Projekt anstoßen und muss dafür ein bisschen Bargeld in die Hand nehmen. Statt festgelegtes Geld aufzulösen und so vielleicht eine gute spätere Rendite zu riskieren, kann man dann lieber einen Teil seiner Uhrensammlung oder auch Schmuck gegen Geld eintauschen. Ganz wie die Vorbilder aus London oder New York trauen sich inzwischen auch Frankfurter Banker oder Unternehmer aus sonstigen Teilen Deutschlands, ihre gesammelten Schätze kurzfristig zu Geld zu machen. ipfand.de bietet eine seriöse Alternative zum latent gruseligen Laden am Frankfurter Hauptbahnhof, wo man seine Luxusuhr sicher nur ungern aus der Hand geben würde.

Stattdessen wird der jeweilige Gegenstand online beschrieben und später versichert über UPS oder als spezielle Valorensendung verschickt an ipfand geschickt. Das in Essen stationierte Unternehmen ist auf Luxusgegenstände spezialisiert und lagert abgegebene Gegenstände sicher in alarmgesicherten Tresorräumen.

Schmuck, Uhren und Co sind bis zu ihrem doppelten Beleihwert gegen Diebstahl, Feuer und Leitungswasserschäden versichert und somit nicht selten in dem Pfandhaus besser aufgehoben als im Zuhause des eigentlichen Besitzers.

Alles wird sorgsam verpackt und gegen Kratzer und Umwelteinflüsse gesichert gelagert.

Spätestens seit der Lehmann-Pleite im Jahre 2008 wird auch in guten Kreisen niemand mehr verurteilt, wenn er zur Pfandleihe geht oder seine Wertsachen ganz verkauft. Viele haben ihre Werte an der Börse oder in aufstrebende Unternehmen angelegt und nutzen im Zweifel gerne Luxuspfandleiher.Vorreiter der Branche ist das 2007 gegründete britische Unternehmen Borro, das 2012 in die Vereinigten Staaten expandierte.

Technologie-Unternehmer Paul Aitken war am Puls der Zeit und wurde so zum Wegbereiter einer neuen Branche.

Er holte die Pfandleihe aus den Hinterzimmern und gruseligen Vierteln der Großstädte. Neben Uhren und Schmuck können in London und New York sogar Gemälde und teure Oldtimer oder Sportwagen verpfändet werden.

So, lieber Leser von Freizeit-Cafe, ich bin dann mal weg und schaue in meinem Keller, ob da noch etwas herumliegt, was ich zu Geld machen kann… 😉 Habt Ihr irgendwelche Erfahrungen mit Pfandleihhäusern, gute oder schlechte? Lasst es mich wissen.