Eine kuriose Entgleisung bei Facebook hat unsere Aufmerksamkeit geweckt : Der SPD-Politiker Sebastian E. (42) flippte auf seiner eigenen Seite im Streit mit einem Leser aus. „Sie können mich mal“, schrieb er und legte wenig wenig nach: „Kreuzweise.“

Hintergrund: Der Kommentator hatte E. vorgehalten, in mehreren Fällen Fotos unter anderem von Kanzlerin Merkel und dem damaligen Gesundheitsminister Rösler auf seiner Seite zu zeigen und ironisch zu kommentieren – ohne die Rechte für die Bilder zu haben.

E. gilt als als Jungstar der Sozialdemokraten, er gehört zum Vorstand der Bundestagsfraktion und ist Mitglied des Rechtausschusses.

Das Hin und Her bei Facebook eskalierte, bis der Leser E. mitteilte, er habe die Fotodatenbank des Politikers und den Dialog gesichert und anderen Facebook-Nutzern zur Verfügung gestellt. E. konterte: „Dann können Sie gerne Folgendes hinzufügen – „Sie können mich mal.”” Der Kommentator schrieb: „Ist das Ihr Ernst?” E. bekräftigte: „Kreuzweise!”

Der Zeitung „Die Welt” sagte E.: „Für eine Entschuldigung sehe ich keinen Grund.” Die Vorwürfe seien politisch motiviert.

Kilian K., Anwalt für Medienrecht, sagte der Zeitung: „Wer ohne vorherige Absprache ein Foto einer Presseagentur für sein Facebook-Profil benutzt, verletzt das Urheberrecht.“

Die Agenturen könnten Schadenersatz verlangen!

Wir sagen : Jubel, Trubel, Heiterkeit – mal was anderes aus den politischen Reihen. Irgendwie belebend-findet Ihr nicht? Gehen tut dies natürlich nicht : E. hat mittlerweile die Bilder von der Seite entfernt.