Wir wollen uns heute einmal dem heiklen Thema Euro widmen! IZB und IBF kehren zurück um Fortschritte zu erzielen. Sondersitzung zu weiteren Kürzungen sind durch Papandreou heute in der Mache – mit dem fetten Rotstift! Denn …

8 Milliarden sind gewünscht, gefordert, von Nöten – weil :

Das Haushaltsdefizit in Griechenland für 2011 fiel höher aus als geplant. Die Folge: weitere harte Einschnitte in der Unter-und Mittelschicht durch Rentenkürzungen, Verteuerung des Heizdienstes, Entlassungen  im öffentlichen Dienst über Reservelisten (60% Einkommen monatlich für ein Jahr zur neuen Arbeitsplatzsuche). Letzteres Modell kommt uns doch sehr bekannt vor, oder? Beim ALG 1 ist es doch genauso….

Und wie sieht es in Deutschland aus? Man „wankt“ noch – soll man das Geld hinüberschicken oder nicht? Zu welchen Bedingungen? Der tolle Auftritt der FDP – um das eigene Wahlergebnis zu pushen durch Verunsicherung der Märkte mit oberflächlichen Aussagen Röslers wie „Griechenland-Insolvenz“ usw. ging ja mächtig in die Hose.

Nach der Niederlage steht er nun wieder lächelnd hinter Merkel und billigt nun wieder alle Pro-Euroentscheidungen; um ja nicht noch mehr Macht zu verlieren. Falsche Welt, oder? Heute entscheiden Sie jedenfalls wieder „gemeinsam“ wie es mit dem Euro und vor allem „unserer Zahlung an Griechenland“ weitergeht!

Bringen wir es einmal auf den Punkt :

Die Finanzkrise ist kein Ergebnis einer Naturkatastrophe, wie es uns häufig vorgegaukelt wird. Außerdem unterstellt der Begriff „Krise“, dass es sich um ein vorübergehendes Ereignis handelt, das durch Krisenmanagement beherrschbar ist. Dies ist es aber nicht, wie wir seit Monaten sehen!

Somit wird auch gerade deshalb davon abgelenkt, dass Organisationen, Institutionen, Einzelpersonen und Gruppen – als übliche Bankengeschäfte getarnt – hemmungslos ihre eigenen Interessen verfolgt haben. Mit krimineller Energie haben sie große Mengen Geld bewegt und in Netzwerken, die mit „organisierter Kriminalität“ vergleichbar sind, dubiose Geschäfte getätigt. Steuern wurden jahrelang durch ein korruptes System – vor allem durch die Oberschicht (dort liegen 80% des Reichtums der Griechen!)- nie gezahlt. Und wendet man sich jetzt mit Forderungen an diese? Nein- das tut man nicht!

Also hat die strafrechtliche Aufarbeitung des Geschehens bisher nicht stattgefunden – sollte es aber mal! Wann findet also das traditionell gegen die „Unterschicht“ eingesetzte Strafrecht auch endlich gegen die „Oberschicht“ Anwendung? Warum zieht dies keiner Mal in Betracht? Nein – „wehren“ gegen Kürzungen müssen sich nur die armen und die Mittelschicht!

Denn genau dort liegt das so dringend benötigte Geld nicht! & nicht in der Abschröpfung des kleinen Mannes liegt die Lösung werte Regierung! Was wollt Ihr denn von denjenigen, die tagtäglich auf der Straße kämpfen,weil Sie jetzt schon ihren Job verloren haben ? Oder von dem Kleinunternehmer- der die neuen Einsparungs-Planprojekte nicht zurückzahlen kann, weil die Mittel-und Unterschicht ohnehin momentan kein Geld hat, um bei ihm einzukaufen. Tagtäglich sah ich Gastronomen in Fernseh-Interviews, die genau diese Situation auf den Punkt brachten….

Fakt : Im Umkehrschluss ein System, welches dringend umgestellt werden muss! Sonst werden wir nie unser Geld wiedersehen – oder noch schlimmer : Griechenland nie auf einen grünen Euro-Pfad kommen! Die Fehler liegen im Detail& diese müssen angegegangen werden!

Jedoch sollten auch wir deutschen uns an unsere eigene Nase fassen. Diejenigen die meinen, dass wir niemals in einer solchen Situation  (Schuldenrückzahlung) waren, haben keine Ahnung. Machen wir zusammen einen kleinen Geschichts-Rückblick:

Die Deutschen sollten sich an das Reparationsfiasko der 1920er Jahre erinnern. Im Vertrag von Versailles bestanden die siegreichen Alliierten darauf, Deutschland solle “die Kosten des Krieges” bezahlen. Sie rechneten nach und präsentierten im Jahr 1921 die Rechnung: Deutschland “schuldete” den Siegern 6,6 Milliarden Pfund (85% seines BIP), zahlbar über 30 Jahre. Dies entsprach der jährlichen Zahlung von 8-10% des deutschen Nationaleinkommens oder 65-76% der Exporte des Landes.
Innerhalb eines Jahres hatte Deutschland um ein Moratorium gebeten und es auch bekommen. Auf große Abschreibungen (den Dawes-Plan) im Jahr 1924 folgte die Ausgabe neuer Anleihen, wodurch Deutschland neues Geld leihen und seine Zahlungen fortsetzen konnte. Darauf folgte ein verrücktes System: Deutschland lieh sich Geld von den USA, um seine Schulden bei Großbritannien, Frankreich und Belgien zu bezahlen. Frankreich und Belgien zahlten einen Teil an Großbritannien, während die Briten wiederum einen größeren Teil an die USA zurückzahlten.
Diese ganze Schuldenchaos wurde letztlich 1932 inmitten der globalen Rezession de facto abgeschrieben. Deutschland allerdings zahlte bis 1980 die Kredite zurück, die es zur Zahlung der Reparationen aufgenommen hatte.

Kommen wir zum Schluss :

Griechenland hängt am Tropf Deutschlands und der anderen reichen EU-Länder. Aber auch die Bundesrepublik brauchte schon einmal internationale Finanzhilfe.  Das Griechenland- Steuer und Zahlsystem war marode, korrupt und endete so wie wir es kennen- man steckt in Ausbesserungen, die hoffentlich in der Zukunft greifen & nicht nur auf die „kleinen“ gehen. Hoffnung soll man haben – und helfen; aber nur wenn man mit den Zuschüssen richtig umgeht und das System komplett auf den Kopf stellt. Verzwickte Situation zur Zeit – wir werden sehen was passiert….

Ein Wetterhoch bringt bald etwas Sonne – hoffen wir, dass diese auch bald für alle Länder der EU, für Deutschland & auf den Euro scheint….

Quellen :

http://www.nachdenkseiten.de/

ntv.de

wikipedia.de