Schönen Dienstag liebe Freizeitcafe-Leser. Auch wenn uns gestern an diesem Sonnentag doch letztendlich der Regen wieder vieles vereitelte (Grillabende im freien etc.) sind wir heute wieder frohen Mutes, dass die Temperaturen weiter steigen & die Sonne bleibt. Bei einer öffentlichen Person momentan bin ich nicht mehr so ganz frohen Mutes; ich empfinde das gesamte Verhalten sogar höchst assozial anderen Menschen gegenüber… die Rede ist von Justin Bieber, der derzeit zu Recht so einige Social-Media- Shitstorms dort draußen erntet.

Normalerweise tangiert mich dieser Mensch überhaupt nicht, ich bin ja auch nicht seine Zielgruppe – aber was er da zur Zeit mit anderen Menschen/seinen eigenen Fans abzieht sollte sicher auch einige von Euch interessieren und in Schockzustand versetzen…

Wo fange ich da mal an? Es gibt so vieles. Achja genau: Justin Biber hatte ein Äffchen…

Ein süßes Haus-Äffchen namens Mally. Dass sich bei privater Affenhaltung (auf Welt-Tournee war jener immer dabei) schon die Geister streiten ist hier nicht das Thema- das ist Sache des Tierschutzes. Und auch dass viele ihn deshalb schon und wohl eher wegen seinem außergewöhnlich- (-reichen)- Lebenstil mit dem King of Pop Michael Jackson verglichen – ist ein Kuriosum, über welches ich mal müde hinweg-lächel. Einen Bubi mit dem King of Pop nur wegen eines Affen zu vergleichen- mir fehlen die Worte….

Bibers Affe jedenfalls kam nicht durch die Zollkontrolle in München- er hatte keine tierseuchen- und artenschutzrechtliche Ausweis-Papiere dabei. Schwupps die Wupps machte der Affe den Abgang ins Tierheim. Dass der Affe ein Baby ist und im ersten Jahr unbedingt Kontakt zu gleichartigen Affen/ dem Muttertier haben muss ist Biber bislang genauso egal wie die Abholung aus dem Tierheim selbst. Wahrscheinlich sind „wir deutschen“ wohl auch noch Schuld an dem Schlamassel in seinen Augen- wozu braucht man schon Papiere wenn man so reich ist?

Der Stadt München entstehen unterdessen immense Kosten für Affenunterbringung/Ganztagspflege uvm. bezüglich des Affen. Biber erwartet wohl demnächst ein saftiger Bußgeldbescheid. Er hat es ja- aber muss soetwas sein? Affe weg- na und? Bislang hat sich keiner diesbezüglich in Richtung des Tierheimes bewegt & im Tierheim gibt man sich neben dem erhöhten Personalaufwand einfach nur ratlos. Soviel zur „Affenliebe.“

Diese kleine Affengeschichte ist natürlich nicht alles – weinende und sehr enttäuschte Fans sollten aber „alles“ für Biber sein

Sind sie aber nicht. Er spielte lieber Tischtennis statt seinen Auftritt für die wartenden Teenies in Dortmund abzuleisten.  Ordner sagten aus,  dass er jenes Tischtennisspiel verloren- und anschließend in seinem Tourbus geschmollt hatte. Er hatte sich lediglich deshalb seinem Auftritt verweigert. Er dachte hierbei nicht unbedingt weiter: Denn mehr als 2 Stunden später standen bereits die Eltern der U-16 Fans auf der Matte zur Abholung.  Den „kleinen“, die bis zu 370€ Taschengeld für ein Ticket aufbringen mussten war dies natürlich zuviel: Ein Tränenbad – und das wo sie sich seit gefühlten „jungen Ewigkeiten“ so sehr auf Ihr „Idol“ gefreut hatten. Sie mussten enttäuscht von einer „Ikone“ mit ihren Eltern nach Hause gehen & bekamen die Ticketkosten erstattet. Dann gegen 22 Uhr bequemte sich der Superstar dann doch mal auf die Bühne- für sehr viele kleine arme Seelen einfach nur zu spät.

Fan-Pflege sieht anders aus, oder? Weitsicht ebenso. Und alleine der Preis ist schon eine Frechheit, oder? Nur mal zum Vergleich: Für den echten (!) Michael Jackson im Gelsenkirchener Parkstadion habe ich 1997 knappe 75 DM ausgegeben- und ich hatte mit Sicherheit ein weitaus schöneres und pünktlicheres Erlebnis, welches ewig in meiner Erinnerung haften bleibt.

Wenn Ihr glaubt, dass dies jetzt alles war- weit gefehlt: Ein Gästebuch-Eintrag im Anne-Frank-Haus macht sehr viele Menschen wütend :

„Wirklich inspirierend, hierherzukommen. Anne war ein tolles Mädchen. Hoffentlich wäre sie ein Bieber-Fan gewesen“

Lasst diesen Satz bitte einmal auf Euch wirken. Dies haben auch sehr viele andere Menschen bereits getan & sich dazu geäußert. Es hagelte Kommentare wie:

„Glaubst du nicht, dass sie schon genug gelitten hat?“

oder

„Was für ein nerviger Rotzbengel“

Bislang sind mehr als 2.000 regelrechte- Hass- Kommentare zu diesem Posting eingegangen. Muss soetwas sein Herr Bieber? Das Museum unterdessen hat dem Megastar etwas Schützenhilfe gegeben:  So veröffentlichte man, um dem Star weitere Peinlichkeiten zu ersparen (ist ja schließlich auch PR für das Anne Frank Haus selbst) auf der Twitter-Seite nur den ersten Teil des Kommentars, der mit „Anne war ein tolles Mädchen“ endet wie Ihr hier sehen könnt:

Sogar die Pressestelle des Museums meldete sich in Anbetracht dieses riesigen Shitstorms zu Wort, indem es Mitleid mit Bieber zu haben schien:

„Er ist 19. Er führt ein merkwürdiges Leben. Es war nicht sehr vernünftig von ihm, aber er hat es nicht böse gemeint.“

Mein Fazit: Wollen wir das alles mal so stehen lassen. Ich hoffe, dass sich entwicklungstechnisch mal etwas tut bei diesem Menschen. Er sollte seiner Reichweite und Vorbildfunktion für viele in der Zukunft bewußt & besser gerecht werden- egal welcher Druck auf ihm lastet; solche Fehler sollten nicht passieren. Was meint Ihr?