Liebe Freizeitcafe-Leser, kennt Ihr das? Nach einem langen Arbeitstag und trotz (oder wegen?) des guten Wetters fühlt man sich schlapp und lustlos – aber was kann man dagegen tun? Der Rat, an die frische Luft zu gehen und sich zu bewegen, mag für viele wie ein Klischee klingen, aber zahlreiche Studien haben belegt, dass Sport nicht nur positive Effekte auf den Körper hat, sondern auch dem Geist und Gehirn gut tut…

Betreiben wir Ausdauersport, produziert unser Gehirn als Reaktion vermehrt ein körpereigenes Antidepressivum namens VGF. Damit hat Sport einen ähnlichen Effekt auf die Gehirnchemie wie eine Elektrokrampftherapie .

Elektrokrampftherapien leiten kurze elektrische Impulse durch das Gehirn und hellen die Stimmung auf, sie werden zur Behandlung von starken Depressionen eingesetzt.

Zusätzlich erhöht Sport unsere Lernfähigkeit, mindert die Auswirkungen von Demenz und schützt unsere Hirnzellen vor Schäden. Das Gute: Um diesen Effekt zu erzielen sind keineswegs sportliche Höchstleistungen erforderlich.

Zügiges Spazierengehen bei Tageslicht und frischer Luft kann für unsere Stimmung und unsere Aufnahmefähigkeit schon Wunder wirken. Für Ausdauersport sprechen aber auch die vielen weitere postiven Auswirkungen: Regelmäßiger Ausdauersport verbessert das Herz-Kreislauf-System, die Belastbarkeit des Herzens steigt und das Risiko für eine Herz-Kreislauferkrankung wird langfristig gesenkt. Die Blutgefäße werden elastischer, wodurch der Blutdruck sinkt. Auch der Cholesterinspiegel wird gesenkt, somit verringert sich das Risiko einer Arteriosklerose. Auch dem Volksleiden Nummer 1, nämlich Rückenschmerzen, wird effektiv vorgebeugt. Und last but not least: Ein fitter Körper sorgt für mehr Selbstbewusstsein .

Wer zusätzlich noch Krafttraining betreibt, stärkt seine Knochen und wirkt somit Knochenbrüchen und altersbedingtem Kochenabbau entgegen. Ein wichtiger Aspekt, der beim Sport nicht vernachlässigt werden darf, ist die Regeneration nach dem Sport . Die richtige Regeneration verstärkt noch einmal die positiven Effekte und sorgt für guten Schlaf, mehr Ruhe und Ausgeglichenheit.

Was man sich immer klar machen sollte: Für jeden Menschen gibt es die richtige Sportart, egal ob man es ruhig angehen oder sich komplett auspowern möchte, ob man Sport einzeln oder in der Gruppe betreiben will.

Für Einsteiger eignen sich Wandern, Walking, Radfahren, Schwimmen und Inline-Skating. Besonders effektiv ist das Training am Cardiogerät, auf dem Stepper, Laufband oder Freerunning. Wer die Möglichkeit hat, sollte es mit Rudern und Skilanglauf probieren. Übergewichtige sollten ihre Gelenke schonen, für sie eignen sich Schwimmen, Aquajogging und Radfahren am besten.

Sport sollte ein regelmäßiger Bestandteil unseres Alltags sein und nicht aufgrund von Stress und Zeitmangel beiseite geschoben werden. Mit ein wenig anfänglicher Disziplin merkt bald jeder Sportmuffel, wie viel glücklicher und zufriedener er durch ein paar Stunden Sport in der Woche wird.

Wie schaut’s mit euch aus, liebe Leser? Treibt Ihr regelmäßig Sport? Wenn ja, was sind eure Lieblingssportarten? Hinterlasst gern eine Antwort im Kommentarfeld. Eine schöne Woche euch allen!