Das Herumirren in Netz der einsamen Herzen muss nicht sein. Unsere Gefühlswelt ist eher analog gestrickt –  sich also der digitalen Schnelligkeit und Vielfalt anzupassen ist schier unmöglich bei diesen ganzen Angeboten im Internet.

Die Daten- Menge und Date-Anzahl entwickeln sich meist parallel, schießen dabei oft über das Ziel hinaus und verpassen die Dosis, die man zeitgleich verträgt, ohne vom eigentlichen Ziel – einen festen Partner für’s Leben zu finden oder neue Freundschaften zu schließen – abzukommen. In einem Forum habe ich damals von einem unbekannten User einen schönen Satz dazu gelesen :

„Die Partnersuche im Internet ist wie die Suche nach der richtigen Ausfahrt auf der Autobahn: Es stellt sich die Frage, nehme ich diese, die nächste, oder besser die übernächste? Dass die letzte  wahrscheinlich die richtige gewesen wäre, stellt man leider oft erst fest, wenn man vorbei gefahren ist. Viele versuchen diesen Fehler zu vermeiden, indem sie fast jede Ausfahrt nehmen, dann aber sofort wieder rauf fahren um ja die nächste nicht zu verpassen. Andere nehmen die erstbeste, weil sie die Qual der Wahl scheuen oder fahren gar nicht ab, aus Angst, die Autobahn nicht wieder zu finden.“

Dies trifft den Zahn der heutigen Dating-Welt schon sehr. Ob Du ein Mono- oder Polygam-Dater auf der Autobahn bist, musst Du selbst für Dich dosieren und entscheiden. Wichtig ist nur, aus dem Such-Verhalten kein Sucht-Verhalten zu machen. Und :  Gar keine „Abfahrt“ zu wählen ist natürlich auch nicht zielführend, schon alleine weil der Trend sich „online kennenzulernen“ aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken und mittlerweile anerkannt ist. Die Statistiken dazu haben wir Euch ja in unserem Blog präsentiert.

Wie aber sich verhalten, wie mit jemandem umgehen und reden, den man bisher nur über das Internet kennt? Dazu gebe ich Euch hier einige hilfreiche Tipps, die man sofort in der Realität anwenden kann :

Regel Nr 1: Richtig guter Smalltalk

Auch wenn das Herz gerade bis zum Hals schlägt : Smalltalk hilft! Nicht zutexten, sondern ein Gespräch langsam entwickeln lassen – Altbewährte Klassiker helfen hier weiter: “Hast Du es gut gefunden?” oder “Passendes Wetter für unser erstes Date, oder?”(Lächeln zaubern- funktioniert auch bei schlechtem Wetter)  oder “Bist Du häufiger hier?” (natürlich nur wenn es auswärts beim ihr/ihm stattfindet) oder “Ich mag die Atmosphäre hier sehr gerne”.

Oder nutze den Überraschungsmoment – dies wirkt die meisten Wunder: „Meine Güte bin ich aufgeregt“-dies zeugt von Ehrlichkeit wenn man es denn wirklich ist und plötzlich ist man es nicht mehr.

PS: Auch ehrliche und wohl dosierte kleine Komplimente sind der Knaller und schaffen einen guten Einstieg und Sympathie. Auf Äußerlichkeiten – welche gleichfalls wichtig sind – vor allem in den ersten 10 Sekunden (erster Eindruck) ,gehe ich hier explizit nicht ein.

Regel Nr 2 : Persönlichkeit und positiven Tiefgang zeigen

Spreche über Geschwister, Beruf, Ausbildung, Freizeitaktivitäten, Reisen oder Freunde. Wichtig dabei:

Persönlich eingehen auf den Menschen der Dir da persönlich gegenübersitzt. Das hilft dem anderen auch bei seiner Redseligkeit und er ist Dir dankbar, dass kein Schweigen aufkommt, falls er selbst eine schüchterne Ader aufweist.

Zeige Rafinesse : Perfekt ist es, wenn Du Dir aus dem Chat/einer Mail/ dem Profil ein persönliches Detail gemerkt hast, welches Du jetzt nutzen kannst: “Wie lange spielst Du denn schon Fußball?” oder “Du kochst gerne, habe ich gelesen, was ist denn Deine Lieblingsküche?” oder “Ich habe gelesen, dass Du ein großer Asien-Fan bist. Bist auch im Urlaub dort?” Merke : Persönliches geht und zieht immer.

Das war es schon an „Regeln“.

Zusammengefasst : Natürlichkeit, eine Portion Selbstbewusstsein und Offenheit sind meist die besten “Waffen”.

Natürlich hat man auch manchmal den Jackpot im negativen Sinne : Es passt überhaupt nicht.

Dann bitte ruhig bleiben, nicht verzweifeln, trotzdem lächeln und denken : Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.In diesem Fall bitte immer mit Respekt vor dem Gegenüber (es hilft sich dabei immer in die Rolle des anderen „hineinzuversetzen“) geschickt und stilvoll sich aus der Affäre ziehen. Entweder mit schonungsloser Ehrlichkeit:

„Du, ich habe mir das alles etwas anders vorgestellt – bitte sei nicht böse, ich wünsche Dir weiterhin viel Glück.“

oder mit der Variante des „nicht-so-vor-den-Kopf-stossens“: Entschuldige, mir geht es heute nicht so gut- wir brechen das für heute ab und Du liest von mir.“ In dieser Form kann man dann später schriftlich darlegen, warum es nicht gepasst hat.

Wir- das Freizeitcafe- Team wünschen Euch viel Erfolg dabei, Euren persönlichen Stil im Umgang mit anderen zu finden. Wenn Ihr Ratschläge und weitere Tipps habt : wir freuen uns auf Deinen Kommentar!