Nicht nur sehen, auch gesehen werden ist im Straßenverkehr von besonderer Bedeutung. Dies gilt besonders für Radfahrer, welche sich auf verkehrsreichen Straßen fortbewegen – denn schnell werden die Biker auf zwei Rädern von Autos im dichten Straßenverkehr übersehen. Radfahrer, die sicher unterwegs sein möchten, sollten dabei stets auf eine aktuelle Ausstattung ihres Gefährts und auf eine sichere Ausrüstung zum Schutz des eigenen Körpers achten.

Gute Fahrradbeleuchtung erhöht die Sicherheit

Damit das Fahrrad selbst stets verkehrssicher ist, sind nach der Straßenverkehrszulassungsordnung, der StVZO, einige Ausrüstungsteile vorgeschrieben. Dazu gehören insbesondere eine helltönende Klingel, zwei voneinander unabhängige Bremsen sowie zwei rutschfeste und fest verschraubte Pedale. Diese sollten zusätzlich mit je zwei nach vorn und nach hinten wirkenden, gelben Rückstrahlern ausgestattet sein.

Für die Verkehrssicherheit erweist sich neben den Bremsen auch die Beleuchtung des Fahrrads als enorm wichtig. Durch die StVZO vorgeschrieben ist dabei ein weiter Frontscheinwerfer, ein rotes Rücklicht und ein Dynamo als Stromquelle. Denn Licht, welches automatisch und durch Batterie betrieben wird, dient nicht als sichere Beleuchtung. Zu hoch ist die Gefahr, dass der Akku ausfällt oder eine sonstige Störung der Elektronik auftritt.

Den Dynamo sollte man dabei bereits im Dämmerlicht anschalten, so dass man als Radfahrer schneller und einfacher von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden kann. Für eine erhöhte Sichtbarkeit von der Seite sind  entweder Reflektorstreifen oder gelbe Speichenreflektoren – jeweils zwei pro Rad – vorgeschrieben. Obligatorisch sind zudem ein weißer Reflektor vorne sowie ein roter Großrückstrahler hinten. Einzig bei Rennrädern bis zu elf Kilogramm muss die Beleuchtung nicht fest am Fahrrad angebracht sein – sie bilden die Ausnahme für Batterie betriebene Leuchten.

Nicht vorgeschrieben, aber natürlich dennoch sinnvoll, sind hochwertige Schlösser, Standlichtanlagen, ein Kettenschutz, ein stabiler Gepäckträger sowie Schutzbleche für die Laufräder. Möchte man dabei nicht selbst Hand anlegen, um sein Fahrrad auf den neuesten Stand zu bringen, so sollte dieses mindestens einmal pro Jahr in einer Fachwerkstatt auf Herz und Nieren überprüft werden. Zur eigenen Sicherheit sollte zudem auf einen hochwertigen Helm nicht verzichtet werden.

Auch lohnt es sich, Reflektorstreifen an Fußgelenken, Armen und Rücken der eigenen Jacke anzubringen, welche darauf fallendes Licht neongelb zurückwerfen. So ist man bei jeder Fahrradtour selbst im Nebel sichtbar und wird selbst im dichten Verkehr nicht übersehen.