Klingt spektakulär- ist es aber nicht. Unser alltägliches Leben ist voll von „Sozialen Netzwerken“& den dortigen „Online-Beziehungen.“ Allerdings macht dieses „Online-Getue“ & die „Online-Freunde-Sammelwut“ nicht vor dem privaten Leben halt; es ist nicht mehr trennbar. Demnach spielt und spiegelt sich vieles dort ab, was eigentlich zu Hause entschieden werden sollte: Trennungen!

Nach der Analyse eines „Scheidungsportals“ mit dem hübschen Namen „Divorce-Online“ hat die weltgrößte Plattform erheblich negativen(!) Anteil & Einwirkung auf Beziehungen in unserer realen Welt! Facebook ist lt. dieser Studie Schuld bei einem Drittel aller Trennungen- oder zumindest „einer der Gründe“ für das „Auseinandergehen von 2 Personen.“

Hm…schöne Studie denkt man sich da. Aber wie ist das messbar? Wir haben nachgeforscht für Euch :

Ganze 5.000 Personen wurden befragt. Was sie alle gemeinsam hatten: Kürzliche Trennung vom Partner. Ursache der Trennung bei 33 % von Ihnen : Facebook! Harter Tobak, oder? Ist es wirklich schon soweit gekommen, dass wir durch die „Infos“ auf einer Online-Plattform über unser Leben entscheiden? Was steckt dahinter?

Wir denken einmal weiter :  Warum nochmal „streitet“ man sich wegen Facebook?

Zuviel verbrachte Onlinezeit dort -statt mit dem Partner? Denkbar. Oder das „entdecken“ von „Flirtereien“ weil jeder ja mit jedem Menschen auf dieser Welt über 7 Ecken verwandt ist (hatten dies einmal in unserem Blog thematisiert)& deshalb die Quote höher ist, von seinem Partner dabei „erwischt“ zu werden? Sicherlich möglich.

Die Durchführer der Studie geben uns zusätzliche Erklärungen dazu an die Hand:

„der tiefe Einblick in das Verhalten des Partners und in dessen Äußerungen sei oftmals der Auslöser.“

Jetzt aber mal ehrlich: Kennt Ihr nicht viele Menschen, die online vollkommen „anders“ sind als offline? Viele stellen sich dort doch einfach nur dar, wie sie sein wollen- aber nicht wirklich können. „Posing“ , ein ganzes Fotoalbum vor dem Spiegel – die ganze Palette des Narzismus ist doch vorzufinden bei Facebook. Würde ich meine Partnerin dabei erwischen, würde ich mich mit Ihr befassen; ernsthaft im privaten über Ihre „Probleme“ reden& was sie sich davon verspricht oder was Ihr fehlt….

Fishing for Compliments hat man nämlich nicht wirklich nötig, wenn man vom Partner& von den Freunden Aufmerksamkeit bekommt. Die Anerkennung im Netz durch Fakes & Notgeile kann doch nicht wirklich „Ersatz“ für reales „Selbstbewußtsein“ sein, oder?

Was an Ergebnissen durch die Studie noch anhand gegeben wurde :

„Es sei häufig vorgekommen, dass Dritte im Netzwerk Andeutungen zu Fehltritten einer der Beiden machten, was letztendlich zur Trennung führte.“

Super, oder? da ist irgend ein Blödmann Schuld daran, dass ich wegen einer möglichen Falschaussage dort vielleicht plötzlich getrennt bin? Auch da ziehe ich ein Gespräch und reale Vorbeugung vor.

Verfolgt man die Presse, macht jenes Szenario auch vor Rechtsanwälten nicht halt, denn :

Pinnwandeinträge bei Fremden werden auch vor Scheidungsgerichten immer öfter als ganz normale „Beweise“ zugelassen. Der Einfluss auf „Unterhaltszahlungen“, „Sorgerechte“ und sonstige „juristische Zusammenhänge“ ist also nicht ausge- schlossen. Schlimm, oder?

Mit diesem Infos schafft sich bei mir gerade eine sehr bedrohliche Barriere, welche schnell mit dem Real Life in Konflikt kommen könnte: Social Networks wie Facebook werden immer die Basis sein, jemand schnell über einen Chat in „intime Gespräche“ verwickelt zu können … . Stellt sich mir die Frage : Kann man nicht mehr alles frei schreiben? Muss man hinter jedem Chat & jedem Pinnwandeintrag lauernde Gefahr – in Form von Menschen, die einem schädigen wollen-erwarten?

So sieht es wohl aus…und da alles gespeichert & irgendwie auch nie gelöscht wird, ist man also schnell am A…. – auch wenn man vielleicht mal etwas flaxig meinte & Tatsachen online doch so schön verdreht und verkürzt zu Mißverständnissen führen können! Wohl dem, der einem nur gutes will. In unserer Welt leider nicht wirklich der Fall.

Das Portal Divorce-Online also gibt uns jedenfalls eine Antwort auf unser Verhalten. Sehr spannend und aussagekräftig wie wir finden. An solchen Studien sieht man nämlich sehr schön, wie sich unsere Gesellschaft und das Leben wandelt…nicht immer zum positiven wie man sieht. Reale Trennungsgründe sind mir persönlich lieber- damit kann man arbeiten& umgehen; online ist da doch nichts mehr „persönliches“ bei, oder? Bin ich der einzige, der noch Trennungs- und Liebesbriefe schreibt? Lasst es mich wissen!

Kuriosum für mich : Der nicht viel minder erfolgreiche Konzern „Twitter“ wurde in den Gesprächen der Studie kaum benannt. 1% ist wirklich marginal- obwohl man dort doch auch eine Menge Blödsinn & „Online-Unwahrheiten“ auszwitschern könnte-oder?

Ein Leben ohne grauenhafte Online-Trennungen & ein vorzügliches Offline- (!!!)Leben ohne diesen ganzen Mist auf www.freizeitcafe.com wünscht Euch Euer Freizeitcafe-Team

Bild & Quellen :

http://learningmylines.blogspot.com/2010/06/divorce-facebook-made-me-do-it.html

http://www.t3.com/news/facebook-cited-in-a-third-of-divorces-in-the-uk