Manchmal reicht es einem jeden Blogger dort draußen. Wie unser Panda ist man dann derart in Aufruhr, dass man am liebsten die Computer der anderen zertrümmern möchte. Auch ich habe dieses und jenes schon erlebt. Mit Kritik umgehen, na klar – das gehört zum bloggen dazu. Aber nicht mit unberechtig- ter, neidvoller, gleichgültiger und einfach nur provuzierender…

So kam es in den letzten Tagen bei mir beispielsweise dazu, dass mich eine Bloggerin anschrieb via Facebook. Dass Sie gerne Part vom Bloggerherz sein möchte.

Schön und gut, ich gab Ihr gerne und sofort (da gut erzogen & höflich) alle most-important-facts und Links dazu an die Hand. Alles stiess auf Interesse. Die Person hatte sich wohl ein paar Minuten in meine Infos eingelesen, die Bloggerherz-Gruppe dazu auf Fb entdeckt mit weit mehr als 100 dazu stehenden, positiven Bloggern und Bloggerinnen. Das Angebot gefiel Ihr augenscheinlich sehr gut (ich meine- welchem Blogger/welcher Bloggerin würde ein kostenloser Artikelplatz mit kostenloser Promotion durch alle Social Media Kanäle des Bloggerherz & Freizeitcafe auch nicht gefallen?).

Doch dann die Kehrtwende, denn diese Bloggerin forderte plötzlich ein Interview mit Ihr selbst ein

Jene Interviews hatte sie wohl auch auf Bloggerherz hier und da erspäht & sie dachte sich wohl: Interview = weniger (Gedanken-)Arbeit als ein Artikel für Sie. Ich gab Ihr zunächst freundlich zu verstehen, dass so ein Interview Zeit meinerseits bedarf. Enorm viel Zeit, Einarbeitung in Ihren Blog, Recherchen zu Ihrer Person, darauf abgestimmte Fragen & dass Zeit meinerseits leider derzeit etwas marginal ausfiele. Ich lehnte schlichtweg und freundlich ein Interview mit der Bloggerin XY aufgrund von Zeitnot ab.

Allzeit freundlich führte ich jedoch den in mir liegenden Kooperationsgedanken weiter & ich gab Ihr 2  Lösungs-Möglichkeiten (wie jedem anderen Bewerber auch) einfach einen Artikel einzureichen oder ein auch Interview mit sich selbst wahlweise bei mir zu veröffentlichen. Letzteres könnte ich zeitig in den nächsten Tagen dann und ganz freundlich auch noch etwas ausbessern/umformulieren in den Fragestellungen in gegenseitiger Absprache, damit sie zufrieden sei.

So far…das Angebot stand. Und dann brach bildlich die Bloghölle los

Denn was dann kam, wendete das Blatt und mein Verständnis. Es wurde seitens der Bloggerin nämlich einfach mal tapfer drauflos gewettert: Was mir denn einfiele, dass Sie ein Interview mit sich selbst machen solle. Und das das Bloggerherz überhaupt nicht viele Autoren hätte (21 Autoren nach 3 Monaten- hallo?), nicht gut geranked sei (unter den Top 30.000 in Deutschland), die Seite Bullshit ist (warum bewirbt sie sich dann?), vom Design her ebenfalls Mist sei und so far….ich möchte das ganze im Grunde genommen garnicht weiter ausführen.

Die Person wurde schlichtweg beleidigend & sogar persönlich – nur weil Sie nicht Ihren Willen bekam

Meine (immernoch) nette Antwort darauf- „Dann mache Du es doch besser und stelle Du etwas tolleres für andere Blogger auf die Beine“ –  ignorierte die Person. Als sie dann weiterhin persönlich wurde, musste ich „schweren Herzens“ die eigentlich zuvor-nett-gemeinte (& sich dann aber als Höllenbraut-Bloggerin-entpuppende) Freundschafts-und Mailanfrage komplett blockieren und jene von allen meinen Seiten verbannen, was ich „unter Bloggern“ extrem selten tue & eigentlich nur in Spam-Notfällen auf den Fanseiten vollziehe.

Kleiner, vorpubertärer Mädchenstress oder steckt mehr dahinter?

Das fragte ich mich allen ernstes wirklich – auch noch ein paar Tage später. Letztendlich musste ich, nachdem ich keinerlei „Einsicht“ oder eine Entschuldigung der Person verzeichnen konnte, genau so reagieren. Ist es vielleicht Neid, Missgunst oder eigene Unzulänglichkeit, die einen zu solchen Aussagen antreibt?  Und berichtet diese Person vielleicht womöglich anschließend noch schlecht über mich, weil sie Ihren Willen nicht durchsetzen konnte?

Zum Glück gibt es „Google Alerts “ mit meinen voreingestellten Benachrichtigungen dafür und gute Rechtsanwälte bei Verleumdungen im Netz. Das Netz vergisst zwar nie- aber man kann wenigstens dagegen angehen, dass Unrichtiges weitergetragen wird. Who Knows. Ich kann nur sagen, was ich (auch) aus dieser kleinen Kommunikationsgeschichte gelernt habe; ja was mich sogar in meiner Kooperations- Ansicht verstärkt hat:

Kooperation ist ein Geben und nehmen mit ganz viel Respekt und Freundlichkeit beidseitig- gerade unter Bloggern sollte das die oberste Devise sein!

Wie unter echten Freunden sollte man unter Bloggern, die sich eigentlich & besser gegenseitig unterstützen denn bekriegen sollten, Respekt und Achtung be-wahren oder währen lassen. Nicht einfach gedankenlos in die Tastatur draufloskloppen wie ein störrisches Kind, sondern sich einfach mal ein paar Gedanken machen was man wie wem schreibt. Der Schutzmantel der Anonymität macht jene Wutausbrüche wohl leichter – Abschreiben, wenn einem die Argumente des anderen nicht passen. So geht man immer leichter durchs Leben.

Man muss ja das neue nicht sofort umarmen oder „lobpudeln bis zum Abwinken“, ABER….

… sich darin üben, seine Kri­tik von sach­lich nicht einfach auf per­sön­lich umzuschal­ten, wenn man merkt, dass man nicht im Recht ist. Mir ist aufgefallen, dass gerade in der Blogosphäre ein hoher Grad an Missgunst, Vertrauenslosigkeit, ätzender Ablehnung vieler neuer (& oft guter, gemeinschaftlicher) Dinge passiert. Hier ist der Linkgeiz zu nennen, dass man anderen Bloggern keinen Kommentar oder ein Feedback schenkt obwohl man einen Artikel sehr gut findet, oder die Schwierigkeit Menschen die sich offenkundig selbst als „open minded“ darstellen wirklich auch mal real er-fassen zu können und im Real Life mit Ihrer Blog- Meinung anzutreffen.

Bloggen und Social Web ist mitunter oft wie das echte Leben – und kein getrenntes Paar Schuhe!

Beides fließt zusammen. Im Normalfall sollte immer beides zusammenfließen. Das wirkt auch authentischer. Der einzige Unterschied zwischen beiden Ebenen ist: Hinter den eigenen Blogs und Webseiten/Netzwerken versteckt gehen viele viel mehr aus sich heraus, als sie es im echten Leben bisher vermochten. Sich mit Kritik sachlich & konstruktiv auseinanderzusetzten bzw. diese zu erlernen, ist im Web einfacher wegzuwischen und davor zu flüchten.

Hoffnung und Chancen – Gemeinschaft statt Einsamkeit und Anonymität rules

Ich bin immer noch der Hoffnung, dass man Inhalte miteinander teilen kann. Dass man gut miteinader umgeht. Dass man die Arbeit und den Blog/ das bloggen der anderen akzeptiert. Die Beweggründe warum man bloggt sind ohnehin so vielfältig und individuell- als dass ich sie jemals kritisieren oder gar „bewerten“ könnte. Das will ich auch garnicht. Jeder soll glücklich werden mit seinem Content – nur andere nicht unglücklich machen oder angreifen, wenns der eigenen Nase nicht passt.

Wie schätzt Ihr die Unfreundlichkeiten von Bloggern- und Bloggerinnen ein? Selbst erlebt? Kuriose Geschichten? Teilt Ihr meine Einsichten? Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungswerte. Euch allen einen wundervollen Mittwoch. Ein kleines Bloggerherz von vielen (guten) dort draussen…