Menschen gibts, die gibts garnicht. Leider muss man (auch) diese Erfahrung so machen im Leben. Man steht einfach da und ist fassungslos. Enttäuscht wie leicht es sich manche machen. Was einst als so enges „Band“ erschien, zerbricht. Einfach so. Von jetzt auf gleich aus heiterem Himmel. Alle Worte, Bilder, gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen nicht mehr wertgeschätzt. Es ist härter als hart wenn einer mit jemandem abschließt – ohne ihn wirklich verstanden zu haben/verstehen zu wollen.

Einseitigkeit. Härte. Kälte. Teuflisch irgendwie- aber manche können das. Gefühle getreten wie von einer völlig fremden Person- mit der man nie zusammen war…

Hoffnung zerstört- dem Erdboden gleichgemacht in nur einer Nacht.

Aus Lust und Laune heraus jemanden abgrundtief zu verletzen zeigt dann doch ganz deutlich wie der Charakter gestrickt ist: Ziemlich mies. Es gibt leider wirklich so Menschen & es gibt solche zudem, die an nichts so wirklich glauben/einen missverstehen wollen, um es sich selbst einfacher zu machen mit Ihrem verkorksten Leben. Auch hat das ganze oft viel mit Angst und eigener Unsicherheit zu tun- wie schon der geniale Paulo Coelho in „Der Dämon und Fräulein Prym“ herausfand:

„Sie hatte herausgefunden, daß es zwei Dinge gibt, die einen Menschen daran hindern, seine Träume zu verwirklichen: der Glaube, sie seien ohnehin unerfüllbar, oder wenn diese durch eine unerwartete Drehung des Schicksalsrades plötzlich doch erfüllbar werden. In solchen Augenblicken bekommt man Angst vor einem Weg, von dem man nicht weiß, wohin er führt, vor einem Leben voller unbekannter Herausforderungen, davor, daß vertraute Dinge für immer verschwinden könnten.“

Am Ende ist man leider immer schlauer – nur Schönheit und BlaBla allein reicht nicht…

Es muss schon mehr dahinter stecken: Vertrauen, Glauben an die gemeinsamen Ziele & diese auch durchziehen zu wollen miteinander, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, miteinander reden können, Kompromisse eingehen können. Fehlt auch nur etwas davon und/oder sieht einer von beiden nur sich selbst & nicht den anderen – reisst das die Basis einfach weg. Wie ein reißender Fluß gibt es dann für jede noch so schöne Beziehung & alle Träumtänzer mit Ihrer rosaraten Brille kein halten mehr.

Schlussstrich ziehen- dann aber bitte richtig: Dein Gesicht will ich nie wieder sehen!

Ihr lieben, macht bitte nie am Telefon oder via WhatsApp Schluss. Das ist so billig. Aber auch leider heute an der Tagesordnung bei vielen Menschen.

Besser gesagt bei denen, die keinen Mumm in den Knochen haben- weil sie menschlich einfach noch nicht so reif sind. „Grün hinter den Ohren“ sage ich da des öfteren zu. Müssen sie halt noch weiter etwas auf der süssen kleinen „Lebenswiese spielen“ & Ihre Lebenserfahrungen bitteschön selber machen.

Ich hoffe sie machen die richtigen. Fakt ist, dass das was man anderen Menschen antut- immer irgendwie als Boomerang im Leben zu einem zurückkommt: Man wird selbst immer wieder verletzt. Kleiner Tipp: Immer mit dem eigenen Kopf durch die Wand klappt nie im Leben. Es besteht auch aus Anpassung, Zurücknahme, Einsicht. Mit der Brechstange kommt niemand weiter – und ein „echter Partner“ muss nicht zu allem Ja und Amen sagen.

Mein Fazit trotz aller wohl (auch lebensnotwenigen) schlechten Erfahrungen:

Ich glaube immernoch an die wahre, echte Liebe. Eine, die Verständnis hat und nicht nur sich selber sieht. Eine die etwas wagt, sich etwas zutraut- und nicht 3 Schritte vorgeht, um am nächsten Tag 4 Schritte zurück zu gehen. Keine die sich auf einem Zickzack- Kurs befindet oder in einer „Ich wünsch mir was Welt“ lebt. Eine auf die man bauen kann. Der man vertrauen kann. Der man wahrlich sein Herz in die Hände legen kann- ohne Angst dass es zerbricht.

Ich schließe den Artikel und dieses Kapitel erneut mit den Worten von Paulo Coelho, Elf Minuten:

„Träume sind sehr bequem, sofern wir nicht gezwungen sind, sie in die Tat umzusetzen. So gehen wir keine Risiken ein, vermeiden Frustrationen, schwierige Momenten, und wenn wir alt sind, können wird immer den anderen die Schuld in die Schuhe schieben – vorzugsweise unseren Eltern, unseren Ehemännern oder unseren Kindern – dafür, daß wir unsere Träume nicht wahr gemacht haben.“