Laut einem aktuellen Kundenzufriedenheits-Ranking in den USA, durchgeführt von ACSI (American Customer Satsifaction Index), ist Facebook bei seinen Nutzern äußerst unbeliebt. Es hagelte förmlich miese Ranking-Plätze.

Auf Gerade einmal 66 von 100 möglichen Punkten in der Kategorie „Social Media“, brachte es die Social Media Plattform Nummer eins. Wikipedia mit 78 Punkten und auch Youtube mit 74 Punkten, genießen da einen weitaus besseren Ruf. Gerade bei Wikipedia dürfte hier natürlich auch die fehlende kommerzielle Orientierung als Sympathiebonus zu Buche schlagen. Doch andere hat es noch schlimmer getroffen. Der Social Media Veteran Myspace beispielsweise, kommt in der Erhebung gar nicht mehr vor. Grund: Zu wenig Antworten auf die Fragen der Marktforscher.

Ein weiteres Ranking bezog sich generell auf Websites und Blogs. Auch hier landete der Web 2.0 Gigant auf dem letzten Platz. Selbst beim Gesamt Ranking, bei dem auch Unternehmen aus anderen Wirtschaftszweigen Berücksichtigung fanden, landete Facebook auf einem unrühmlichen 214. Platz von insgesamt 226 Unternehmen. Nur die üblichen Verdächtigen, wie  Fluglinien, Versicherungen Energieunternehmen und Kohleanbieter, sind noch unbeliebter.

Gründe hierfür gibt es sicher genug: Ob eine beängstigend offene Datenschutzpolitik, undurchsichtige Privatsphäre Einstellungen, verwirrende Dauerupdates, oder einfach eine übersichtliche Bedienung, die eine Kehrseite der Fülle an Funktion ist. Selbst den sonst in dieser Hinsicht weniger kritischen Amerikaner, kann da mal die sprichwörtliche Hutschnur platzen.

Fazit: Angesichts der Tatsache, dass sich Facebook trotzdem des mit Abstand größten Nutzerkreise unter den sozialen Netzwerken erfreuen kann, stellt sich hier die Frage, ob hier das typische Bildzeitungsparadoxum zum tragen kommt: „Keiner liest sie, aber jeder weiß was drin steht.“ Auf Facebook übertragen: „Keiner mag es, aber jeder ist angemeldet.“ Wir persönlich denken aber, dass der Ruf des scheinbaren Facebook-Monopols erst die Tatsache schafft, von denen es spricht. Man kommt ja eh nicht drum herum. Also geh ich da auch hin. Und zwar mit dem Fatalismus und der Begeisterung eines Zwangsverpflichteten. Das aber ist ein Trugschluss. Denn wir alle haben eine Wahl. Jeden Tag!

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