Youtube und seine illegalen Uploads- seit jeher ein Thema für sich. Nun ist ein neues Gerichtsurteil für die ewigen Streitereien aufgetaucht : Youtube muss die Nutzerdaten bei illegalen Uploads nicht weitergeben! Das Bild hier ist natürlich nur ein Youtube-Fake im 50er Jahre Style – „Films will last forever on youtube“doch wie wäre es, wenn dieses Fake alsbald Wahrheit beeinhaltet & letztendlich in Kürze wirklich ganze Kinofilme vorzufinden sind? Heisst dieses Urteil nun Narrenfreiheit für illegale Kinofilm-Uploader? Oder was steckt genau dahinter? Wir vom Freizeitcafe haben natürlich auch in diesem kuriosen Fall einmal für Euch recherchiert …

 

Fakt ist jetzt nach dem neuesten Gerichtsurteil in München :

Youtube muss keine (!) Daten von Nutzern herausgeben, die illegales Material auf die Plattform laden – dabei aber keine (!) kommerziellen Ziele verfolgen. Filmverleih Constantin scheiterte hierzu in 2ter Instanz und die Klage wurde abgewiesen. Jener Filmverleih hatte nämlich geklagt, weil YouTube keine Auskünfte über einen User weitergegeben hat, der große Teile des Kinofilms „Werner- Eiskalt“ ins Internet gestellt hatte.

Auch wenn der Nutzer eindeutig gegen das allseits bekannte Urheberrecht verstoßen hatte, blieb er straffrei.

Auskünfte über denjenigen, der das Video veröffentlicht hat, könnten dem Gesetz nach jetzt nur noch vom Rechteinhaber eingefordert werden & wenn der Nutzer das „in gewerblichem Ausmaß“ getan hat. Aha. Heisst also : Dies war im vorliegenden Fall nicht erkennbar- daher Straffreiheit!

Der Nutzer hatte die Videos vermutlich im Kinosaal aufgenommen und sechs Sequenzen aus dem Film ins Youtube-Portal hochgeladen. Genau“über die Hälfte des Films“ laut Constantin- Anwalt. Ok-aber was soll ich ganz ehrlich mit einem halben Film?

YouTube hatte die Videos im Sommer auf Verlangen des Filmverleihs unverzüglich aus dem Netz entfernt.Gegen die Entscheidung des Oberlandesgericht im Eilverfahren gibt es kein weiteres Rechtsmittel. Beide Parteien erwägen nun aber, die Frage im sogenannten Hauptsacheverfahren umfassend prüfen zu lassen. Es geht also wieder mal „weiter“….

Wir sagen zu diesem Fall :

Denkt einmal drüber nach, wie viele Leute wohl nicht ins Kino gehen, weil die Hälfte dieses Films verteilt über 6 Clips und in 10 Minuten-Blöcken (jetzt geht natürlich auch länger) bei Youtube eingestellt wurde. Minimalst wenige bis gar-keine !Ich sagte ja schon- wat soll ich mit dem halben Film? Meiner Freundin sagen : den Rest schauen wir irgendwann weiter, wenn es wieder fleißige Youtube-Uploader gibt, die uns dies ermöglichen? Toll …

Statt Einigung wird immer weiter-gerungen : Immer schön klagen, die Menschen vor Gericht zerren, Angst verbreiten, Videos sperren- lautete bisher die Devise bei den Film-Produktionsfirmen.

Die Frage und ein Lösungsansatz zu diesem Problem wäre aber doch : Warum tun Menschen dies? Wie kann man dieses strafbare Getue vermeiden und das Problem an der Wurzel packen? Klar ist, dass nicht jeder Film „für immer“ auf Youtube bleiben kann – schon garnicht wenn er dem Urheberrecht unterliegt oder zu aktuell ist. Schön wäre aber doch mal ein gemeinsamer Fahrplan für ALLE : Welche Strafe blüht? Einheitliche Kosten bei Verstoß. Klare Ansagen. Klaren Aus-sagen was geht& was nicht. Alles andere ist auf Dauer zu schwammig liebe Filmverleihe! Mit der Plattform Youtube eine Einigung zu erzielen wäre also mal hilfreich. Das dies nicht immer geht, sehen wir am Dauerstreit & Krieg mit der Gema, wenn Videos gesperrt wurden für uns.

Ich jedenfalls bin mir mittlerweile echt unsicher, was ich überhaupt noch schauen kann dort.

Als ehrlicher Kunde/ Film/Videoschauer fühlt man sich doch mehr und mehr gegängelt, wenn wieder mal ein Video nicht funktioniert. Danke-so auf den Kurzclip gefreut – gesperrt! Oder in MEINEM LAND nicht verfübar. Achja – also auch noch ein globales Problem?

Man kennt es ja: Fehlerberichte sind lang und werden immer länger. Warum es nicht geht und abspielt weiss ich jetzt- wie aber geht es? Muss ich erst in ein anderes Land fahren, um den Videoclip zu schauen? Oder hat sich nach Gerichtsurteilen -wenn ich im anderen Land bin- das ganze dort auch schon wieder geändert? Ein Teufelskreis!

Wenn es wegen Gema-Streitigkeiten & sonstigen Pingeligkeiten von Urheberrechten kaum noch etwas zu „schauen“ gibt, frag ich mich, was ich da noch soll.

Youtube als Mittler muss jetzt keine Infos ausgeben. Okay- und weiter? Youtube ist lange schon nicht mehr so lukrativ und attraktiv wie früher; Vermarktungsideen blieben aus – ok hier und da wurde mal an 3D Versionen gewerkelt… aber irgendwie ist doch alles auf dem absteigenden Ast. Streitigkeiten machen müde – was mir fehlt ist eine Marschroute & Verlässlichkeit; wie seht Ihr das ganze?

Bildquelle : http://hellaheaven-ana.blogspot.com/2011/03/advertising-like-in-50s.html