Die Gerüchteküche ist wieder angeheizt- fast tagtäglich sind Sie im Gespräch mit neuen Aktionen und Verhaftungen auf der Gegenseite. Nun soll dem FBI eine Gruppe von 16 Anonymous-Hackern ins Netz gegangen sein- sie hielten wohl Schützenhilfe bei Veröffentlichung prikärer Dokumente über WikiLeaks. Doch war das wirklich ein Schlag gegen Anonymous? Oder wird das eigene soziale Netzwerk Anonplus schon bald aus dem Boden gestampft?

In den USA wurden 16 mutmaßliche Hacktivisten des Online-Kollektivs Anonymous festgenommen. Ihnen wird die Beteiligung an verschiedenen Hacks und DDoS-Angriffen des Kollektivs vorgeworfen. Den Festnahmen gingen Hausdurchsuchungen bei den Verdächtigen und die Beschlagnahmung von Hardware voraus.

Schon mehrfach wurden in verschiedenen Ländern Personen festgenommen, die im Verdacht standen, sich an Aktionen des Netzwerks „Anonymous“ beteiligt zu haben. Am Dienstag kam es offenbar zu einem massiven Vorgehen der US-Ermittlungsbehörden gegen Aktivisten des Online-Kollektivs. In mehreren US-Bundesstaaten fanden Hausdurchsuchungen statt. Dabei wurden zunächst drei und im Laufe des Tages elf weitere mutmaßliche „Anons“ festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, sich an „Hacker-Angriffen“ beteiligt zu haben – was genau die Behörden darunter verstehen, ist allerdings unklar; Anonymous führt in der Mehrzahl der Fälle DDoS-Angriffe, also keine Hacks im engeren Sinne, durch.

Ein Regierungsangehöriger bestätigte die Festnahmen unter dem Siegel der Anonymität gegenüber dem US-TV-Sender CBS. Details ließen die Behörden allerdings bislang nicht an die Öffentlichkeit dringen. Das FBI sowie das US-Justizministerium verweigerten jeden Kommentar zu den Vorgängen. Somit sind viele Einzelheiten derzeit noch völlig unklar. Es ist beispielsweise nicht bekannt, wie die näheren Umstände der Festnahmen aussahen und was genau den Festgenommenen vorgeworfen wird. Anonymous griff in den letzten Monaten die Server zahlreicher Behörden und namhafter Wirtschaftsunternehmen an.

Anonymous arbeitet an einem eigenen sozialen Netzwerk : Anonplus!

Nachdem einige Mitglieder bei Google Plus rausgeflogen sind, entstand bei den Internet-Aktivisten von Anonymous der Wunsch, ein eigenes und somit anonymes soziales Netzwerk zu erschaffen. Die Anzahl der kürzlich von Google geschlossenen Accounts ist nicht bekannt. Ein erster Blick auf die neue Seite hingegen bringt zum Vorschein, dass die Arbeiten an diesem Projekt noch ganz am Anfang stehen.

Google + erlaubt keine Pseudonyme und zwingt somit ihre Nutzer, bei der Anmeldung den Realnamen anzugeben. Doch auch bei anderen Netzwerken wie Facebook, Twitter und YouTube gab es vereinzelte Aktionen, die teils illegalen Aktivitäten der Aktivisten zu blockieren. Als Antwort auf die Zensurversuche soll demnächst Anonplus aus der Taufe gehoben werden.

Bislang blieb es allerdings bei der reinen Ankündigung. Auch die Versionsnummer 0.1 Alpha zeigt deutlich an, dass sich die Entwicklung noch in einem sehr frühen Stadium befindet. Der einzige Link führt zu einem eigenen Forum, welches schon wieder verlassen wurde. Man wird geleitet zum WSN Forum, das mit einer anderen Software betrieben wird. Doch auch hier zeigt sich schnell, die Mitglieder von Anonymous sind vor allem Nutzer des IRC und nicht von Foren. Die eigentliche Diskussion über das eigene soziale Netzwerk wurde bislang von niemandem für einen Meinungsaustausch genutzt.

Ein Sprecher von Anonymous gab bekannt, dies sei das einzige Netzwerk, bei dem es nicht toleriert wird, sollte es herunter gefahren, zensiert oder die Betreiber unter Druck gesetzt werden. Es gäbe schon mehr als genug Regierungen und Firmen die uns erzählen wollen, was das Beste für uns ist. Die Zeiten als wehrloses Schaaf auf die Schlachtbank geführt zu werden, sei vorbei, so der Sprecher. Das Internet könne nicht mehr als deren Gefängnis angesehen werden.

Und dennoch. Sicherlich wäre es besser gewesen mit den vollmundigen Ankündigungen zu warten, bis die Programmierung von Anonplus abgeschlossen ist. Es kann jetzt noch einige Monate dauern, bis ein funktionsfähiges System aufgebaut wurde. Dann allerdings, so wahrscheinlich die Befürchtung der Macher, ist auch der Hype um Google Plus gelaufen. Inwiefern man zum jetzigen Zeitpunkt mit einer fast leeren Webseite von der Popularität von Google + partizipieren kann, bleibt hingegen fraglich.

Wir sagen : Vernimm derweil, Geschöpf der Nacht die Mär von Zeiten unter Lichte. Denn wer allein im Dunkeln wacht, dem scheint wohl fremd, was ich berichte…wir sind gespannt, wie es im Katz& Maus Spiel weitergeht.

Quellen : gulli.com, n-tv.de