Jener Satz kursiert zur Zeit bei 1 LIVE. Zum brüllen komisch- das ist klar! Aber hinter diesem Zitat steckt doch weitaus mehr. Wir vom Freizeitcafe jedenfalls wurden dadurch angeregt, einmal über ein Phänomen zu schreiben – nämlich folgendes :

Wenn „hübsche“ sich mit „häßlichen“ zusammentun…

Nehmen wir einmal verschiedene Beispiele. Obriges hat ja eher was mit Freundschaften zu tun. Zum Freundschaftsbeispiel haben wir folgendes außer-gewöhnliches festmachen können: Schaut Euch einmal die „Mädchen-Trauben“ in der Stadt an; ein Mischmasch aus „besten Freundinnen“…sie hängen miteinander rum- die hübschen gesellen sich meist zu den eher hübschen; die vermeintlich hässlicheren zu den eher hässlichen Mädchen. Manchmal mischt sich jedoch das ganze : Dann geht der blonde Modeltyp mit der häßlichen Freundin durch die Stadt. Wenn das hässliche Mädchen jetzt nicht unbedingt vor Selbstbewußtsein strotzt & die Blicke der Männer dann doch eher auf die hübschere der beiden fallen, bekommt das hässliche Mädchen allein dadurch schon ein negatives Feedback- was sie aufgrund Ihrer (vielleicht besseren) Charaktereigenschaften womöglich garnicht verdient hat.

Die hübschere hingegen- wertet sich selbst vielleicht genau dadurch selber auf, fühlt sich besser- dies stärkt ein (vielleicht) schwaches Ego. Ist dies falsch? Eigentlich schon, oder?

Aber daran sind nicht immer nur die Medien schuld, die uns wie selbstverständlich immer DAS Schönheitsbild vorgaukeln – der Mensch bzw. die Gesellschaft hat es so erlernt. Schon damals wurden Bilder gemalt, auf denen das schöne mit dem häßlichen zusammen dargestellt wurde- jenes regte immer Diskussionen an wie „Wie kann er nur“, “ das passt doch gar nicht“, „der alte mit dem jungen Ding“, “ das ist doch unästhetisch“…. und findet sich bis heute wie selbstverständlich in allen Foren, Chats, Social Media Postings, bei Twitter und allen anderen Kommunikationskanälen wieder.

Fakt ist : Attraktiven Menschen werden in weitaus höherem Maß positive Eigenschaften wie zum Beispiel Gesundheit, Intelligenz oder gute Charaktereigenschaften zugeschrieben als weniger attraktiven. Offenbar neigen Menschen dazu, ästhetische („schön“) mit ethischen Kategorien („gut“) zu vermischen. Dieses sog. Attraktivitätsstereotyp führt dazu, dass schöne Menschen in praktisch allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens positiver behandelt werden.

PS: Dieses Phänomen wird übrigens von gewieften Geschäftsleuten aufgegriffen : Eine neue britische Dating-Website schließt explizit schöne Leute von der Nutzung ihrer Dienste aus. Die Seite TheUglyBugBall.co.uk richtet sich stattdessen ganz speziell an Menschen, die „nicht mit einem schönen Äußeren gesehen wurden.

Howard James, Macher der Seite, nennt seine Zielgruppe „ästhetisch benachteiligt“. Er ist der Meinung, einen wichtigen Service für diese Menschen zu bieten.

Wir sagen dazu : Das ist doch Blödsinn – wie will er Schönheit und Hässlichkeit  selbst einschätzen können? Womöglich noch mit einem Computer und Attraktivitäts- Gesichts-Vermessung, oder?

Unsere Devise dazu lautet :Mensch ist Mensch. Jeder hat seine Stärken und Schwächen – und Stärke muss nicht immer Schönheit sein; sie sind dann in anderen Dingen „schön“, „gebildet“, „weiter als andere“ oder einfach schlichtweg „faszinierend“ für uns als Gegenüber. Auch beim Supertalent zum Beispiel können wir dies manchmal „er-leben“ und sind dann überrascht.

In dem Sinne : Wir wünschen Euch allen – ob schön oder hässlich ( ist eh immer relativ)- einen respektvollen, schönen Sonntag!

Euer Freizeitcafe-Team!