Wir alle kennen das. Man ist oder war verliebt. Sah den Himmel voller Geigen, sprang durch die Lüfte 10 Meter hoch- der Himmel war getaucht in sanftes rosé. Die Menschlichkeit passte, das Herz passte, die Gespräche, das Lachen, die Wünsche und Anforderungen kamen einem Ideal gleich – und doch war es wohl nur eine Momentaufnahme (einer jenen Momente aber, von denen wir noch lange zehren).

Momentaufnahme deshalb, weil der Mensch plötzlich weg ist oder einfach so von dannen zog

Raus aus dem Leben- aber noch lange nicht aus dem Herzen oder dem Gedächtnis. Das braucht Zeit….Hermann Hesse hat genau dazu einmal ein wunderbares Zitat hinterlassen:

„Die Liebe ist nicht da, um uns glücklich zu machen. Ich glaube, sie ist da, um uns zu zeigen, wie stark wir im Leiden und Tragen sein können.“

Wahre Worte wenn man dies selbst so erlebt hat. Liebe ist sehr häufig mit Leid verbunden. Dabei muss man doch immer genau dieses Risiko eingehen mit dem „leiden“: Mal ist es die Entfernung und die damit verbundenen Tränen am Bahnhof gepaart mit ordentlich Herzschmerz; mal der Zustand dass das Interesse auf der einen Seite womöglich größer war als das des potentiellen Partners – oder sonstwede, schicksalhafte Ereignisse – auf die man selbst leider keinen Einfluss hat.

Dann muss man ruhig bleiben, in sich gehen, sich selbst und sein Verhalten reflektieren – aber was am wichtigsten ist: Weitermachen & bitte nicht in Einsamkeit enden! Aus jeder Pfütze des Lebens entspring irgendwann wieder ein reißender Fluß, eine Liebesballade oder eine Geschichte an der es sich lohnt festzuhalten. Wo das zurückkommt, was man sich versprach- wovon man träumte. Niemand muss endlos träumen; irgendwann kommt das schöne wieder zu einem zurück. Zumindest ist das mein Wunschdenken. Sicherlich habt auch Ihr schon solche Erfahrungen machen (müssen)…

Die Zeit wird es zeigen….ich hoffe sie ist gut zu Euch & auf dass Ihr diese ganz vielen kleinen tollen Momente in einer Person findet, die Euch ganz lange begleiten will. Und wenn es keine Person ist, legt Euch einen Hund zu. Diese Wesen geben so verdammt viel Liebe zurück wenn man einsam ist. Um das ganze noch besser begreiflich zu machen, verwende ich dazu gerne einmal ein Zitat aus meiner Diplomarbeit zum Schluss an Euch:

„Ich sprech mit ihm, wenn ich einsam bin, und ich weiss genau, er versteht mich. Wenn er mich aufmerksam anschaut und sanft meine Hände leckt: An meinem besten Anzug reibt er seine Schnauze- aber ich sage keinen Ton: Weiß Gott! Ich kann mir neue Kleidung kaufen, aber keinen Freund wie ihn!“ (Zitat W.Daayton Wedegefarth)