Veränderungen. Wir mögen sie nicht. Wir haben Angst davor. Aber wir können sie nicht aufhalten. Vor allem mit und in der Natur ist es so. Entweder passen wir uns den Veränderungen an, oder wir bleiben zurück. Es tut weh zu wachsen. Wer sagt, er wäre nicht so, der lügt. Aber die Wahrheit ist, je mehr sich Dinge verändern, umso mehr gleichen sie sich. Auch wächst man an seinen Aufgaben. Und manchmal – manchmal ist Veränderung auch etwas Gutes. Und manchmal ist Veränderung alles.

Heute Nacht hat sich vor vielen Haustüren vor allem eines verändert: Die Welt da draussen- es hat geschneit. Aber so richtig! Ich sehe tiefgefrorene Autos wie das meinige; Menschen die sich Sorgen machen von A nach B zu kommen (die Bahn lässt grüßen), veränderte Lichtverhältnisse am Himmel. Je dicker die Schneedecke wird, desto friedlicher und ruhiger scheint es überall zu werden. Der Lärm der Städte wird gedämpft von Millionen Schneeflocken. Ruhe.

Ein Schneemann steht vor meiner Haustür und schaut mich mit seinen dunklen Knopfaugen an während ich mein Auto kratze. Währenddessen stelle ich mir die Frage, ob Schneemänner eigentlich geboren werden. Klar tun sie das- sonst gäbe es ja keine „Schneewehen“, oder? Das Auto ist jetzt vom gröbsten befreit- der Türschloss- und Scheiben-Defroster tut sein übriges, um bald wieder auf dem Weg sein zu können…

Ich liebe diese Zeit der Veränderung. Wenn Schnee und Eis die Straße glätten, dann ist Winter – woll’n wir wetten?