Wir vom Freizeitcafe haben Euch eine neue interessant Studie aufgedeckt. Unternehmer? Ihr könnt es doch besser- oder? Bei der Tourom-Studie „Social Media in der Reisbranche“ ging nämlich klar hervor, dass viele Touristiker absolut online-affin sind und Social Media auch für die Arbeit nutzen – die Unternehmen hingegen hinken aber hinterher.

Touristiker sind internet-affin, haben zu 50,2 Prozent mobile Endgeräte und nutzen – neben E-Mail und Suchmaschinen – insbesondere die Social Networks Facebook und XING intensiv (89,2 Prozent sind zumindest in einem Netzwerk Mitglied).  XING setzen 96 Prozent und Facebook 72 Prozent der User dabei zumindest gelegentlich auch beruflich ein –  oft am Arbeitsplatz. Die Erlaubnis dafür haben immerhin 73 Prozent der Befragten. Eine Mehrzahl (74,1 Prozent) wünscht sich arbeits-relevante Informationen über Social Media – 38,8 Prozent davon sogar sehr gerne. Jedoch ist für 69,2 Prozent dort Werbung ein rotes Tuch. Dies sind Ergebnisse der TOUROM-(Tourismus-Online-Marketing-)Studie „Social Media in der Reisebranche“, an der sich rund 4.000 Mitarbeiter von Airlines, Hotels, Destinationsunternehmen sowie Reiseveranstaltern und –mittlern (Business und Leisure) beteiligt haben. Hinter dem Projekt steht Michael Faber, Faber Touristik Consulting, in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Worms.

Konzentration auf Facebook

Die touristischen Unternehmen konzentrieren ihre Social Media-Aktivitäten auf Facebook und 48 Prozent geben an, dass ihr Unternehmen bereits über eine eigene Seite verfügt. Weitere Kanäle sind ein Twitter-Account (33 Prozent) und ein Eintrag bei Google Places (23 Prozent). Michael Faber kommentiert: „Nachhaltig relevante Kanäle, wie Weblogs, die es dem Unternehmen ermöglichen, sich personifiziert darzustellen und gleichzeitig positive Auswirkungen auf die Suchmaschinenplatzierungen haben, setzen nur die wenigsten ein.“

Begrenzte Ressourcen

Zwar wollen viele Touristikunternehmen in Zukunft aktiver werden, jedoch fehlt bei 71 Prozent der Befragten eine Social Media-Strategie. Auch Gespräche über das Unternehmen und seine Marken werden nur bei 15 Prozent überwacht. Das mag an den nötigen zeitlichen und personellen Ressourcen liegen,  denn nur ein Drittel stellt mehr als fünf Arbeitsstunden pro Woche dafür bereit. Betrachtet man die Facebook-Aktivität der Branchensegmente, dann liegen Destinationsorganisationen und Hotels vorne. 74 Prozent geben an, dass ihr Unternehmen eine eigene Facebook-Seite hat. Aktiv sind ebenfalls Verkehrsträger (64 Prozent mit einer Facebook-Seite) und Reiseveranstalter (58 Prozent). Die Schlusslichter bilden Reisemittler Business (40 Prozent) und Leisure (34 Prozent).

Destinationen sind Vorreiter

Auch beim Einsatz von Social Media Marketing als Online-Marketing-Instrument stehen die Destinationen an der Spitze. 63,1 Prozent der Befragten geben an, dass sie Social Media Marketing betreiben. Es folgen Hotels und Verkehrsträger mit je 58 Prozent. Bei den Reiseveranstaltern sind es weniger als die Hälfte (48,9 Prozent), im Bereich Business Travel 28 Prozent. Die Reisemittler hinken mit nur 23,5 Prozent bei der Anwendung von Social Media Marketing hinterher. Michael Faber zieht Fazit: „Die touristischen Unternehmen haben sich mehrheitlich noch nicht mit dem Social Web in ausreichender Form auseinandergesetzt. Ich hoffe, dass die Branche die Potenziale erkennt, ihren Social Media-Einsatz strategisch zu professionalisieren, um mit dem Nutzungsverhalten der Kunden und einer veränderten Kommunikationswelt sowie Technik Schritt zu halten.“

Ein Abstrakt der Studie steht Euch unter http://touristikconsulting.de zur Verfügung.

Wir sagen : Social Media ist weit mehr als nur eine „Facebook-Seite“ zu haben – gerade Unternehmen haben dies bis heute nicht verstanden. Den lokalen Begebenheiten mit Individualität und eigener Stärke begegnen – das sollte die Kunst des „Mitmach-Web 2.0“ sein, die vermittelt werden sollte. Also Unternehmer – bitte aufpassen : Bald kommt das Freizeitcafe; mit&für Euch!

Wir wünschen einen schönen – wenn auch verregneten/ stürmischen Freitag Abend. Möge Euch kein Ast auf den Kopf fallen da draußen!

Euer Freizeitcafe-Team