Warum müssen wir solche Dinge ertragen frag ich mich manchmal? Ist die Birne nicht schon genug ge-bamst und weichgespült worden?

Jeder kennt das : Pop Up hier, sexy Frau oder Mann da, die eigene Birne vibriert schon fast von selbst – wenn in Erwartung auf ein paar schöne Songs auf Viva stattdessen der hundertste Werbeblog von „Teste des Love-Calculator“ durchrauscht!

 

Was wäre, wenn sich die Menschen mal zusammen tun mit der Bitte, dort einfach nur mal wieder Musik hören zu wollen?

Es wird sicherlich abgelehnt werden, weil sich das ganze dadurch finanziert – Boykott als letzter Ausweg? Leider gibt es da draußen zu viele schwache Seelen, die das Klingel-Ringel-Dingel Angebot wirklich nutzen und auf ein schönes Liebes-Abo zu 5,99 Euro im Monat reinfallen… da hilft nur Aufklärung-oder? Erst Jamba-Gamba-Bauernschnapperl und nun müssen wir diese Werbewelle ertragen? Wenn sich keiner wehrt, bleibt es wohl so!

Kommen wir zum Internet; dort ist es nämlich ähnlich penetrant! Nach einer neuen Erhebung des Blogs Inside Facebook sind es nämlich 40% der User auf Facebook, die Online-Anzeigen ablehnen. Wird darauf gehört? Natürlich nicht – es ist ja lukrativ für die Firmen und Deppen finden sich immer wie schon erwähnt.

Am meisten genervt zeigen sich die User dabei von Werbeanzeigen im Bereich – eine Überraschung : „Online-Datingseiten“!

Warum ist es eine Überraschung, dass ausgerechnet Dating-Werbung so stark abgelehnt wird ?

Weil Dating- Anzeigen doch zu dem transpartentesten zählen! Vor allem auf Facebook, wo alle persönlichen Daten wie Geschlecht, sexuelle Präferenzen, Alter und Ort angegeben werden. Heisst also : Persönlichkeits-Profil ist bereits gläsern erstellt – dann bekommt man noch eine Fuhre Dating-Frauen aus dem Wohnort reingeballert. Schön und so persönlich oder? Vielleicht ist das die Abschreckung für viele, weil dort Transparenz gezeigt wurde – der Spiegel vor Augen gehalten wird, dann man ausgekundschaftet worden ist 😉

Für viele Nutzer erscheinen also die personalisierten Anzeigen zum treffen von Singles in der Umgebung aufdringlich und befremdlich aus den vorhin aufgezählten Gründen. Zahlen dazu wollen wir Euch auch nicht vorenthalten :46 Prozent !

Die Datingseiten wurden knapp zweimal so häufig wie jede andere Art von Anzeigen genannt. Was folgt dahinter? Bildungs- und Jobanzeigen mit 24,6 Prozent Ablehnung. Anzeigen rund um das Thema Games werden von 13,5 Prozent und Film-Werbung von 8,7 Prozent abgelehnt.

Wird denn auch etwas akzeptiert? Natürlich!

Am meisten akzeptiert in der Gruppe der nervigsten Anzeigen sind Werbeschaltungen zum Thema Essen und Trinken. Nur sieben Prozent sprachen sich dagegen aus. Essen kann man immer – egal wann wo wie und ist unpersönlich. Es sei denn man kennt den Gastwirt und freut sich auf die Location, weil sie ihm etwas bedeutet.

Im Umkehrschluss fragen wir uns also :

Wenn so viele Menschen das alles nicht akzeptieren und gutheissen – ist dann die Werbung dort überhaupt von Bedeutung? Wir glauben weniger, weil sich mehr und mehr Verdrießlichkeit dazu noch in den nächsten Jahren breitmachen wird.

Warum ist Dating immernoch in Bezug auf Werbung so ein prikärer Begriff?

Hierzu haben wir ein tolles Social Media Zitat von David Nelles (Virtual Identity) entdeckt – jener sagte :

„Ich denke, Dating Werbung trifft besonders auf Ablehnung bei Usern, weil Beziehungen eine sehr persönliche bzw. private Angelegenheit sind. Man will schließlich nicht ständig an etwaige Defizite erinnert werden.“

Aha- Defizite also… aber wenn jemand aus freien Stücken keine Beziehung haben will-ist das dann automatisch ein Defizit? Wir halten diese Aussage für diskutier- würdig!

Das „Werben“ im Umfeld von Social Networks funktioniert dann aber wieder , ist Nelles überzeugt – Zitat : „Nicht zuletzt die immer stärkere Präsenz von Marken und Unternehmen Facebook und Co sind ein klarer Indikator für den Erfolg von Markenkommunikation in diesem Umfeld. Für erfolgreiche Werbung in Social Networks muss man aber weiter denken, als nur Ads zu schalten.“

Wir denken: Werben auf Facebook stellt eine Art Gratwanderung dar. Die Kampagnen können sehr erfolgreich sein, aber auch leicht aus dem Ruder laufen – wir sehen es ja hier im Beispiel von ungewollten – zu persönlich-penetranten Dating-Anzeigen!

Fazit : Viele Anzeigen also , die nach dem Motto „Hauptsache Aufmerksamkeit“ agieren, verstören die Nutzer eher. Auf Viva, im Internet oder wo auch immer! Wann gibt der Love-Calculator endlich seinen Geist auf? Vielleicht werde ich es noch er-leben! 🙂

Nun sagt Ihr sicher :

Schön dieser Beitrag – aber jetzt ist man ja wieder allein & keiner bietet eine Lösung an! Stimmt nicht!  Selbstverständlich tun wir das : 1.) Beschwert Euch bei den Sendern! Gebt zu erkennen was Ihr nicht mehr sehen oder ertragen wollt! Social Media ist hierfür eine immens gute „Waffe“, die kontrolliert einiges an Stimmen für ein besonderes Anliegen zur Weltenverbesserung bringt. Gezielt einsetzbar kann man damit Besserung erzielen.

& 2.) es gibt durchaus nützliche Programme, die das surfen angenehmer machen sollen :  Knapp 2500 Nutzer schwören mit positiver Bewertung auf den Werbe/Datenblocker für den Browser Firefox – das ganze könnt Ihr Euch hier mal anschauen und ebenso installieren :

https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/adblock-plus/

Wie seht Ihr das Getue um Dating und das be-werben um Euch in den großen Netzwerken? Zu penetrant? Gefällt Euch dies so wie es ist? Was tut Ihr dagegen? Was wünscht Ihr Euch im Bereich Dating mal? Wir sind auf Eure Antworten und Kommentare gespannt!

Euer Freizeitcafe-Team!