„Du merkst, dass du ein Internetjunkie bist, wenn du dich wunderst, dass man auch im Wasser surfen kann. Finde Deine Online-Offline-Balance!“

Vortreffliche Worte, oder? Diese sind nicht von mir. Könnten aber direkt aus meiner Feder stammen. Leider sind diese Worte jedoch kein Scherz, sondern Worte aus dem aktuellen Drogen und Suchtbericht 2016 unserer Bundesregierung, den ich hier mal für Euch zum einlesen/ausdrucken verlinkt habe:

Auf Seite 99 geht es mit los mit der Internetsucht, auf Seite 115-116 ist dies sogar schon eines der „Schwerpunkte“!

Warum Schwerpunkte? Das ganze wird nach lesen der Studie eindeutig: 

Der Alkoholkonsum geht zurück (!)- die Internetsucht hingegen wie WhatsApp Sucht, Pokemonfieber und Co. sind auf dem Vormarsch.

Die Freizeit leidet, wenn man sich die aktuellen Zitate darin ansieht, wie auch die erschreckenden Zahlen:

„Das neue Ziel wird ein maßvoller Umgang mit dem Medium Internet, also die Online-OfflineBalance sein.“

„Ich will, dass in unserer Gesellschaft Kinder zu starken Persönlichkeiten heranwachsen können, die die Risiken von Suchtmitteln richtig einschätzen können.“

Jene Aussagen kann ich uneingeschränkt teilen. Vor allem, wenn wir dieses Thema hier im Blog haben und ich die erschreckenden Kommentare unter meinen Artikeln sehe von betroffenen Familien und Angehörigen, die dieses „Suchtproblem“ schon haben.

Gesellschaftlich bleibt dies leider nicht aus – aber man kann es sicher eindämmen bzw. Prevention betreiben, indem man u.a. (was wir schon lange fordern) auch in Schulen das Fach Medienerziehung/umgang einführt.

Nur so können Kinder/unsere Heranwachsenden doch eine bewußte Dosis erlernen und anwenden. Momentan sehe ich nur, wie ein Boom von Snapchat bis Pokemongo den nächsten jagt. Jeder (muss) mitmachen um trendy und hip zu sein.

Welche „Daten“ und vor allem wie viel „freie eigene Zeit“ man abgibt, die man wohl dosiert auch für andere (wichtigere) Dinge bräuchte und vor allem für die Freizeit, scheint vielen einfach nicht bewußt zu sein. Wie auch?

Man sagt es Ihnen nicht – und zeigt es Ihnen nicht auf. Mitmachen und „Mitläufer“ sein um jeden Preis ist keine gute Lebenserfahrung. Eigenständige, neue, reale Erfahrungen machen bleibt (wie auch zunehmend das „Freundschaften schließen) traurigerweise einfach aus!

Man sollte die Heranwachsenden nicht mit aller Technik alleine lassen, sondern ver-mitteln, wie Ihnen das alles körperlich wie geistig bei Über-Dosierung ebenso schaden kann! Und sich auch selbst als Erwachsener damit befassen, um die Anziehungskraft dahinter und damit seine Kinder zu verstehen! Oder es sich von denen erklären und zeigen lassen!

Auch bei mir entdecke ich (wie viele andere auch) schlechter werdende Augen, es gibt sogar (früher war es der „Tennisarm“ nach „Freizeit-Erlebnissen) heute ereilt einen eher das Phänomen Sehnenscheid-Entzündung von zuviel tippen“ namens WhatsAppitis!

Auch die Zahlen in dem Internetsuchtbericht sind für mich geradezu Besorgnis-erregend:

Internetsucht 2016 Statistik Freizeitcafe

Daraus geht für mich nämlich eindeutig hervor:40% der Onlinezeit (es sind im übrigen mittlerweile schon recht alarmierend über 4 Stunden und noch mehr pro Tag im Durchschnitt!!) entfallen auf die „Kommunikation.“

Jedoch habe ich als Kommunikationsmensch aus meinem Leben und in der Vergangenheit mal gelernt, daß die reale, persönliche Kommunikation von Mensch zu Mensch die wichtigste und schönste ist- und nicht(!) und niemals vom Internet abgelöst werden kann. Stattdessen kommunizieren/chatten/posten Sie auf Facebook. Irgendwann erhoffen sich auch diese Menschen ganz sicherlich eine Rückkehr zur Ursprungs-Kommunikation!

Heute schon die nächsten Unternehmungen für Eure Freizeit geplant? Das soziale Netzwerk da draußen ist gmeint! Besser ist das.. vor allem gesünder fürs eigene Leben, die Fitness, den Geist… wie sagte schon Christian Morgenstern:

„Gedanken wollen oft, wie Kinder und Hunde, dass man mit Ihnen im freien spazieren geht.“

Genau so und nicht anders. Oder eine gute, wohl-dosierte Mischung aus beidem. Für alle, die nochmal nachlesen wollen, wie Smartphone/WhatsApp Sucht und Co. auch dem Beziehungs-wie Familienleben schaden kann, haben wir hier einen Fachartikel zur WhatsApp Sucht für Euch.

Konnte ich Euch hiermit zum nachdenken anregen? Wie macht Ihr das mit Eurem Online-Gebrauch? Fällt es Euch auch schon schwer abzuschalten?