Ist es Physik? Ist es die Wunderwaffe des Verliebtseins? Oder ein hammer-harter Hormoncocktail? Adrenalin und Endorphin als Begleiter schaffen das intensive Gefühl der Zuneigung.Wir vom Freizeitcafe haben uns einmal Gedanken zum Liebes-Cocktail gemacht – was passiert da mit uns? Gibt es die ewige Liebe, die selbst die Riester-Rente überlebt? Wir haben Antworten gefunden.

 

Die Liebe wird nach Ansicht von Psychologen von einer Einengung des Bewußt- seins begleitet, die zur Fehleinschätzung des „Objektes“ und auch der Zuneigung an sich führen kann. So können die Fehler des anderen übersehen oder als besonders positive Attribute erlebt werden.Verblüffend, oder?

Genau das ist wohl auch der Grund, warum man von dieser rosa-roten Brille spricht. Immer dann- wenn andere ganz neutral „warnen“ oder sagen „überleg Dir das nochmal“… stürmt man selbst über diese Vor-Urteile hinweg. Man sieht den Menschen- seinen Schwarm- mit ganz anderen Augen. Und man geht ein Risiko ein. Ein Risiko für sich selbst, seine Gefühle offenzulegen – in andere Hände zu geben. Ein Herz zu verschenken. Und doch : Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Das ist das Leben. Das ganze Leben ist ein Quiz.

Zur Binsenweisheit des „Ewigen-Verliebtseins“ – und nein(!) wir meinen nicht „und so verliebte sich der Löwe in das Lamm“(wir hatten dazu schonmal einen Beitrag in unserem Blog geposted)& damit auch nicht Edward & Bella :

Verliebtheit ist leider (!) kein Dauerzustand. Diese Adrenalin- und Endorphin- Schübe würde unser Körper ohnehin auf Dauer nicht verpacken. Verliebtheit besteht als eine „Phase“ über A) einen längeren oder B) einen kürzeren Zeitraum. Sie kann abflauen und sich auflösen oder auch in echte Liebe übergehen.

Traurig und zuweilen für viele oft ein Dauerzustand : Die Gefühle des Verliebtseins können einseitig sein, müssen also nicht erwidert werden. Ich kenne welche, die seit Ihrem Teenie-Alter für bestimmte Musiker/Künstler intensive Gefühle äußern- jenen nachreisen & doch niemals echte Erwiederung finden. Dennoch motiviert es sie, an die Liebe mit der „einen“ Person zu glauben. Ein Begriff, den ich bis dato noch nicht kannte für eine „intensive Verliebheit“ , kommt aus den USA : Populärpsychologisch wird dort von „Limerenz“  gesprochen.

Klar gibt es auch eine gesunde& weniger intensive Form der Verliebtheit – jenes wird auch als „Schwärmerei“ für eine Person bezeichnet… ein jeder kennt das aus seiner Teenie- Zeit. Auch hier wird es Leser geben, die damals z.Bsp.ein Bravo-Poster über dem Bett hängen hatten -oder?

Das Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst- wenn man zuviel Brausestäbchen isst. Oder der Schmetterling. Geflügelte Worte und Tiere und Songtexte lassen uns seit jeher auf Wolke 7 schweben, wenn uns dieses Gefühl überfährt. Der Song, der da im Radio spielt ist genau für mich gemacht – das ganze Leben ist plötzlich ein Tanz. Und man will jeden Tag tanzen.

Dopamin, Serotonin, Neurotrophin, Oxytocin & Testosteron – eine Kombi, die verführt, die anzieht

Bei Verliebten wurden Veränderungen im Körperhaushalt bei Neurotransmittern und Neurohormonen nachgewiesen. Picken wir uns dazu nur mal das Testosteron heraus – wir sind ja schließlich kein Apotheken-Blog:

Forschungsergebnisse aus Befragungen in verschiedenen Kulturen ergaben, dass Frauen einen Mann suchen, der ein fürsorglicher Vater und treuer Partner ist. Gleichzeitig sollen seine Gene eine hohe Qualität haben.

Nun – aus dem Blickwinkel der hormonellen Wirkungsweise sind dies sehr widersprüchliche Eigenschaften, da tendenziell ein hoher Testosteronspiegel als Zeichen für Stärke und Gesundheit gilt – einen Mann jedoch soll ein Überschuss von Testosterongehalt aggressiv und flatterhaft machen. Schon allein bei dieser Aussage habe ich das typische Bodybilder-Klischee-Bild im Kopf.

Italienische Wissenschaftler aber entdeckten, dass die Konzentration des männlichen Geschlechtshormons – das Testosteron-  im Blut bei verliebten Männern sinkt (!), während sie bei verliebten Frauen steigt.Heisst das also, sie werden schmusig und kuschelig, obwohl sie eigentlich von harter Gangart sind? Scheint so!

Denn: Das Ausschalten störender Unterschiede zwischen Mann und Frau kann nämlich ein harmonisches Miteinander zum Zweck haben- um zu sichern, dass aus der Verbindung Nachwuchs entstehe, vermuten die Wissenschaftler.Weitere Kuriosität in den Ergebnissen : Bei Wiederholungsmessungen nach ein oder zwei Jahren hatte sich der Hormonspiegel bei den Testpersonen wieder normalisiert.

Zusammenfassung für Verliebte und die, die es werden wollen :

Aha – die Liebe ist also doch eine Waffe. Einmal entriegelt – funktioniert sie. Einprogrammiert in unserem Körper bestimmt sie unsere Wahrnehmung. Durch einzelne Bestandteile in unserem Hormonhaushalt angereichert lässt sie uns schweben- bis sich der Hormonspiegel wieder normalisiert hat. Es ist doch toll, dies zu wissen, oder? Dass wir im Grunde alle gleich ticken.

Und jetzt-wo man dies weiss, sollten auch langjährige Paare, bei denen es nicht so gut läuft gerade – bereichert um dieses Wissen- sich wieder „erinnern“. Erinnern an Ihre Verliebtheit- an die Anziehungskraft Ihres Partners damals. Und dann-mit geöffneten Augen dem Gegenüber eine kleine Freude machen. Ich glaube, dass wenn man dies in Partnerschaften tut- diese auch ewig währen können.

Und für alle, die keinen Partner haben – die all diejenigen, die sich danach sehnen: Ich müsst rausgehen! Euch treffen mit neuen Leuten….bis auch Euch der Hormoncocktail wieder trifft – mit Liebe!

Herzlich Willkommen dazu in der persönlichsten Communtiy Deutschlands, wo all dies möglich ist. Freut Euch auf unsere baldigen Gruppentreffen Ihr einsamen Herzen! Wir freuen uns weiterhin auf Eure Anmeldungen unter www.freizeitcafe.com .

PS: Da sind schon sehr viele gutaussehende Singles am Start;-)

Bildquelle: toonsup.com/markus