Ein Lüftchen streichen lassen. Pupsen. Ja Ihr habt richtig gelesen. Ein etwas ungewöhnlicher Artikel heute. Ein Tabu-Thema? Nonsens? Auf jeden Fall ist es etwas, was zu uns und unserem Körper dazugehört. Das Pupsen steht meines Wissens auch eher für eine Ausgrenzung statt Einbindung- man wendet sich ab, wenn jemand mal in Gesellschaft einen Pupser hat streichen lassen. Gerümpfte Nasen und erstaunte Blicke sind die Folge.

Jeder von uns verdrückt oft genug aus Anstand dem anderen Gegen- über das eigenen Empfinden & erntet lieber Bauschmerzen, statt sich „Luft“ zu verschaffen…

So war es einmal. Nun soll sogar das pupsen nämlich Social werden: Nach einer neuen Social-Media-Internetkampagne soll man sich jetzt nicht mehr ziemen lassen, sein Lüftchen verstreichen zu lassen- weil es doch so gut ankommt!

Im folgenden Clip werden genau dadurch Beziehungen geknüpft & freundschaftliche Runden angereichert- der Pupser trägt zur allge- meinen Sozialisierung bei. Denkt Ihr, dass so ein Unterfangen sich durchsetzen kann?

Mir fehlen soeben die Worte- und das liegt nicht an zügellosen, veränderten Luftverhältnissen in meinem Büro. Sollte man unsere alt-ehrwürdige Netiquette nicht bewahren & auf solche Neuerungen im Gesellschaftssystem verzichten?

Schließen wir diesen pupsigen Beitrag, über den jetzt jeder denken kann was er will- mit einem Zitat daraus:

„If you only fart with friends, you’re not a farter. You’re just a social farter and that makes it OK.“